Schlagwort: Hip-Hop

Deutschsprachiger Rap – Meine Top 10 für 2016

Top 10 Deutsch Rap 2016

Deutschsprachige Musik gab es in diesem Jahr zur Genüge: Zum Beispiel von Mark Foster, Max Giesinger, Joris, EFF oder auch Gestört aber geil. Allerdings kann ich damit nicht so viel anfangen. Mit Stabil Elite („Alles wird gut“) und Lina Maly („Schön genug“) schon eher. Das war’s dann aber auch schon in der Sparte Pop. Bei Deutschrap sah es für mich vergleichsweise besser aus. Zwar gab’s in diesem Bereich auch viel Schund und maßlos überwertete Veröffentlichungen, aber am Ende des Jahres blieben doch genug Songs übrig, die mir eine Berücksichtung wert waren. Also: Anstatt einer Genre übergereifenden Top 10 wie im vergangenen Jahr, gibt’s diesmal ausschließlich Hip-Hop aus Deutschland.

10. Platz: SXTN – „Ftzn im Club“
„Was pöbeln, du Hund? Deine Mutter pöbelt…“

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Princess Nokia – DESTINY (Documentary)

Princess Nokia, das „Riot Grrl des Rap“ (arte, 05.11.16), kam 1992 in New York zur Welt und ist eine sehr umtriebige und wandlungsfähige Musikerin. Mit „feministischem Habitus und selbstbewussten Songs“ (taz, 22.10.16) sorgt sie besonders in diesem Jahr für viel Furore. Vor Kurzem ist ihr Mixtape „1992“ erschienen, auf welchem sich u.a. auch die herausragenden Songs „Tomboy“ und „Kitana“ befinden.

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30 Jahre Beastie Boys-Album „Licensed to ill“

Mit der Zeile „Because mutiny on the Bounty’s what we’re all about, I’m gonna board your ship and turn it on out“ starten die Beastie Boys in ihr 13 Songs umfassendes Debütalbum „Licensed to ill“ – und nicht zuletzt auch ihre lange und erfolgreiche Karriere. Erschienen ist das Werk, welches u.a. die Hits „Fight for your right“ und „No sleep till Brooklyn“ enthält, am 15. November 1986, also auf den Tag genau vor 30 Jahren. Es ist das erfolgreichste Hip-Hop-Album der 80er Jahre und erreichte als erstes reines Rap-Album die Spitzenposition der US-Charts. Abgesehen davon, dass es seit jeher als Meilenstein des Genres gilt, setzte es das Musikmagazin Rolling Stone im Jahr 2013 auf Platz 1 der „100 besten Debütalben aller Zeiten“

Wie bereits für das Albumdebüt von L.L. Cool J. („Radio“, 1985), zeichnet sich Rick Rubin auch für die Produktion von „Licensed to ill“ verantwortlich. Wie viele andere Hip-Hop-Produktionen Mitte der 80er-Jahre wird das Klangbild hörbar vom Rhythm Composer Roland TR-808 dominiert, bei den Beastie Boys oft ergänzt durch Gitarenriffs, vergleichbar den Run DMC-Produktionen aus dieser Zeit. Weiterlesen

The Get Down (Netflix)

Netflix-Serie The Get Down

„This ain’t Disneyland, this is the Bronx!“ – Eine vielversprechende neue Serie veröffentlicht heute der Videostreamingdienst Netflix mit The Get Down. Das Geschehen spielt in New York der 1970er Jahre, und hier besonders in der Bronx, und dreht sich um die dortige Jugendkultur und den Anfängen des Hip-Hop.

Verfilmt hat das Thema Baz Luhrmann, der sich in der Vergangenheit bereits durch Filme wie Romeo + Juliet, Moulin Rouge oder The Great Gatsby auszeichnete. Um die nötige Authentizität zu gewährleisten standen ihm u.a. auch Hip-Hop-Größen wie Grandmaster Flash (Associate Producer) und Nas (Executive Producer) sowie die für Szenen- und Kostümbild mehrfach mit dem Oscar ausgezeichnete Catherine Martin (Executive Producer) zur Seite. Weiterlesen

Dicker Arsch, Dicker Bass – Dies Das Ananas

NEONSCHWARZ - METROPOLIS

In Bierzelten über „unsere Werte“ zu sprechen oder am Stammtisch über Flüchtlinge zu reden ist ebenso wenig ihr Ding wie ein „Wir“ mit Seehofer und Söder – „Antifa heißt Angriff“ und „Her mit dem schönen Leben“ hingegen schon eher: Captain Gips, Johnny Mauser und Marie Curry, besser bekannt als Neonschwarz, melden sich heute mit ihrem neuen Album „Metropolis“ zurück.

Die Hamburger Combo veröffentlichte im Vorfeld bereits fünf (!) Songs mit dazugehörigen Videos, angefangen bei „2015“, über meinen derzeitigen Favoriten „Dies Das Ananas“ bis hin zum Titeltrack „Metropolis“. Das Album erscheint bei Audiolith, enthält 17 Songs und wird als Vinyl, CD, mp3 und Streaming angeboten. Weiterlesen

Yung Hurn – „FDP“

Yung Hurn FDP

Von Yung Hurn mochte ich ja bisher eigentlich nur den Song „Nein“, aber seit vorgestern ist noch ein weiterer hinzugekommen: „FDP“. Die drei Buchstaben stehen in diesem Fall nicht für die Lindner- Partei, sondern für „Fick die Polizei“. Im kürzlich veröffentlichten Videoclip des Songs lässt der in Wien lebende „Rapper der Generation Soundcloud“ die polizeikritischen Aktionen im Rahmen der Blockupy- Proteste 2015 in Frankfurt wieder aufleben. Weiterlesen

Vega & Bosca – „Alte Liebe rostet nicht“

Ausschnitt eines großen Aufklebers vom Vega & Bosca- Album "Alte Liebe rostet nicht"

Über Zeilen wie „Besser renn bei Straßenscheiß, FFM bleibt nazifrei“ (Zahltag), „Als wären diese Pisser die am Montag demonstrieren keine scheiß Nazis“ (Dafür brauch ich kein Mic) und „Doch jeden Montagabend bekommt die PEGIDA aufs Maul“ (In meinem Frankfurt) bin ich erfreut und überrascht zugleich, irgendwie hatte ich Vega & Bosca, die heute ihr gemeinsames Album „Alte Liebe rostet nicht“ veröffentlicht haben, diesbezüglich nicht so auf dem Schirm. Weiterlesen

AZAD – LEBEN 2

AZAD - LEBEN 2

In Frankfurt wird in diesen Tagen mal wieder kräftig Beton angerührt. Der Grund dafür liegt ausnahmsweise mal nicht darin, dass irgendwo in der Stadt ein weiterer Wohnpalast errichtet wird, sondern die Rückkehr des Frankfurter Rap-Urgesteins Azad. Jedenfalls sind Buzzwords wie „Beton“, oder auch „Krankfurt“, bei mir eng mit der Musik von Azad verbunden.

Am 15. Januar 2016 meldet sich Azad mit einem neuen Studioalbum zurück, welches, in Anlehnung an sein erstes Werk „Leben“, den Titel „Leben 2“ haben wird. Wenn man bedenkt, dass einige Songs auf „Leben“ auch 15 Jahre später noch vieles von dem, was heute aufgefahren und abgefeiert wird, locker hinter sich lassen, verspricht das neue Album ein Glücksfall für Deutsch-Rap zu werden.

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Hip Hop International – Meine Top 5 für 2014

Mein Favorit in Sachen Hip Hop war in diesem Jahr Wiz Khalifa. Damit bin ich offenbar nicht allein, denn sowohl sein Album „Blacc Hollywood“, als auch der Song „We Dem Boyz“ erhielten eine Nominierung für die Grammy Awards 2015. Die Schreibweise „Blacc“ statt „Black“ steht übrigens nicht im Zusammenhang mit den „Crips“, die ein „CK“ (steht für „Crips Killer“) durch ein „CC“ ersetzen.

„We Dem Boyz“ – Wiz Khalifa im Internet: WebsiteTwitterFacebook

Vielseitiger Typ, dieser Drake aus Kanada. Schauspieler, früher wohl auch mehr dem R’n’B zugewandt und jetzt beim Rap angelangt. Trotzdem hab ich den vorher nie wahrgenommen. „0 to 100“ ist übrigens ebenfalls im Rennen für den „Best Rap Song“ bei den Grammys.

„Hotline Bling“ – Drake im Internet: WebsiteTwitterFacebook

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Arte-Doku: Welcome to the 90s – Das goldene Jahrezehnt der Hip-Hop-Kultur

Im Rahmen der „Summer of the 90s“-Themenwochen bei Arte wurde gestern der vierte Teil der Doku-Reihe „Welcome to the 90s“ gezeigt: Nach „Dance Culture„, „Boygroups und Girlbands“ und „Come as you are- Grunge, Riot Grrrl, Britpop, Nu-Metal“ wurde der Hip-Hop der 90er-Jahre beleuchtet. Die Sendung ist nun für sieben Tage in der Arte-Mediathek abrufbar.

Wie bereits bei den vorherigen Sendungen ist es wahrlich schwer, Material für ein ganzes Jahrzehnt zufriedenstellend für alle zusammenzustellen. In „Das goldene Jahrzeht der Hip-Hop-Kultur“ geht es daher zum Beispiel hauptsächlich um den us-amerikanischen Hip-Hop, die Bewegung in Frankreich und Deutschland bekommen nur extrem wenig Sendezeit eingeräumt, Großbritannien, welches sich gerade Anfang der 90er-Jahre mit Hijack oder Silver Bullet Gehör verschaffte, findet gar nicht erst statt. Etwas überrascht bin jedoch auch bei der Auswahl der Protagonisten aus den USA, wo Künstler wie Public Enemy, Beastie Boys oder auch Jay Z überhaupt nicht vorkommen und 2 Pac und Notorious BIG nur im Zusammenhang mit dem East Coast vs. West Coast-Konflikt thematisiert werden.

Nichtsdestotrotz sind die knapp 60 Minuten eine nette kleine Zeitreise, u.a. mit dem Wu-Tang-Clan, NWA, Ice Cube, Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg, Warren G, Cypress Hill, Ice-T/Bodycount, De La Soul, Nas, Mary J. Blige, Lauryn Hill und Lil‘ Kim. Weiterlesen