Roman Flügel – Happiness is happening

Vor fast drei Wochen freute ich mich riesig über die Ankündigung von Happiness is happening, dem neuen Album von Roman Flügel. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums unter Verwendung seines bürgerlichen Namens ist für den 1. September 2014 vorgesehen und erscheint auf Dial. Etwas irritiert war ich jedoch, dass sich zu dieser Ankündigung nirgendwo ein musikalischer Schnipsel ausfindig machen ließ.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn ganz aktuell wurde mit “Parade” auf dem YouTube-Channel von Boiler Room ein erster Track aus dem neuen Album des gebürtigen Darmstädters veröffentlicht. Was soll ich sagen? Die Schatulle mit den feinsten was die elektronischen Tanzmusik zu bieten hat enttäuscht auch dieses Mal nicht und liefert Synthie-Spielereien, fiese Claps und einen an Kraftwerk-Instrumentals-in-leicht-gepitcht erinnernden Sound. Bömbchen! Macht definitiv Lust auf mehr.

Direktlink, via KOMPAKT.fm

Cocoon Compilation N

Am 8. September 2014 erscheint eine neue Compilation aus dem Hause Cocoon. Mit Cocoon Compilation N serviert man dann schon zum 14. Mal eine Zusammenstellung, die sowohl auf etablierte Künstler, als auch auf vielversprechende Talente setzt.

Nach mehrmaligem Durchhören der Snippets erscheint mir der auf Vinyl und CD erhältliche Release dieses Mal nicht ganz so steil nach vorne zu gehen, was der Qualität der Tracks aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil, ich würde fast behaupten, dass die Cocoon Compilation N richtig groß ist und demnächst wohl mal wieder ein Vinylkauf bei mir ansteht.

Direktlink, via cocoon

Anthony Rother – Netzwerk der Zukunft

Der gebürtige Frankfurter Anthony Rother hat vor wenigen Tagen mit “Netzwerk der Zukunft” sein neues Album veröffentlicht. Mit seinem klaren, druckvollen und präzisen Elektro-Sound knüpft der Datapunk nahtlos an seine Longplayer “Simulationszeitalter” (2000) und “Hacker” (2002) an.

Während man klanglich vertraute Kost serviert bekommt, wird vertrieblich ein heutzutage eher unüblicher Weg eingeschlagen. Die Schallplatte, so der weniger hippe Terminus für Vinyl, wird derzeit noch produziert, den Digital Download gibt’s nur über die Labelseite von Psi49Net und die CD ist ausschließlich bei Amazon erhältlich. Die üblichen Anlaufstellen des stationären Handels sind ausgeschlossen, Audiostreamingdienste im Internet ebenfalls. Gar nicht mal so blöd.

Musikalisch hält das neue Album insgesamt zehn neue Songs bereit und für die Bassmembranen der heimischen Soundsysteme bricht ein 65-minütiger Überlebenskampf an. Snippets zu allen zehn Songs von “Netzwerk der Zukunft” gibt’s auf Soundcloud.

Soundwall Podcast #200: Sven Väth

Von seinem März-Gig am Metro Theatre in Syndey stammt der 90-minütige Mitschnitt von Sven Väth, der auf diesem Bild ein wenig an Peter Lustig erinnert (die Älteren unter Euch werden sich erinnern) und nun als exklusiver Podcast Nr. 200 vom Soundwall Mag veröffentlicht wurde. Ab geht’s! Und wie…

Soundwall Podcast #200: Sven Väth by Soundwall Mag on Mixcloud

 

Neues Album am 23.04.2014: Hardfloor – The Art of Acid

Circa vier Jahre nach ihrem letzten Album veröffentlichen Oliver Bondzio und Ramon Zenker, besser bekannt als Hardfloor, am 23. April 2014 ein neues Album. Titel ist  “The Art of Acid“, welches auf dem eigenen und gleichnamigen Label erscheinen wird.

Vor einigen Monaten wurden bereits die ersten Hörproben aus dem kommenden Werk veröffentlicht, bei dem es auch wieder an allen Ecken und Enden schön zwitschert. Gemessen anhand der knapp 17 Minuten die auf Soundcloud zu hören sind, geht es ähnlich brachial und fulminant zu wie damals™, in den 1990er-Jahren, als die Herrschaften u.a. bei Sven Väths Label Harthouse unterwegs waren. Wenn Acid gut ist, dann bei Hardfloor. Gestern, heute und vermutlich auch morgen noch.

Direktlink, via Hardfloor

P.S.: Auf ihrer Facebookseite haben die Hardfloor-Macher angekündigt, dass es in naher Zukunft auch “a couple of Acid-Podcasts from us” geben wird. <3

PCP live beim Terror Temple in der Frankfurter Festhalle 1994

Wie Techno halt so vor 20 Jahren in Frankfurt abging <3

Direktlink, via Communiqations

In Zeiten von Facebook-Selbstpromotion und Laptop-”DJs” dürfte sich manch ein jüngerer Anhänger elektronischer Musik fragen, wtf das denn bitte schön damals war, aber die Antwort ist easy: Die erste Techno-Generation. Bedeutet: Während es heutzutage wohl mehrheitlich darum geht, zu den immer selben Tracks der selben Labels möglichst lässig und unangestrengt zu wirken, ab und zu mal die Nase über das Notebook rauszustrecken, mal mit dem Oberkörper mitzuwippen und darauf zu achten, dass der Bart sitzt und der Scheitel oder’s Wollmützchen nicht verrutscht, war damals alles fresh und es gab keine Sound- und Style-Vorbilder zum Nachäffen. Dafür gab’s mit Masken und WingTsun voll auf die zwölf! (-:

Minilogue – Studio Jam Session + Interview bei Ableton

Auf die vorerst letzte Platte von Minilogue, “The Island of If”, erschienen beim in Frankfurt ansässigen Label Cocoon Recordings, hatte ich bereits vor wenigen Tagen hingewiesen, jedoch veröffentlichte die Musiksoftwarefirma Abelton noch am selben Tag ein Video, welches das schwedische Duo bei einer Jam Session in ihrem Studio in der Nähe von Malmö zeigt. In knapp 25 Minuten sieht man Sebastian Mullaert und Markus Henriksson zwar mehr oder weniger nur die Regler von links nach rechts drehen und von oben nach unten schieben- und jeweils wieder zurück, kickt aber dennoch irgendwie mehr als vergleichbare Videoaufnahmen von Live-Gigs mit Publikum.

Noch interessanter ist sogar das tags drauf veröffentlichte Video “As human possible- so menschlich wie möglich“. Hier kommen die Musiker zu Wort und geben Auskunft über ihre Zusammenarbeit, ihr Studio-Handwerk, die Philiospohie in ihrer Musik, Gedanken und Gefühle. Wer elektronische Musik per se als maschinell und kalt abtut, wird hier, da gibt es keine zwei Meinungen, eines besseren belehrt- wohlwissend, dass es sich bei Minilogue um den Unterschied zwischen Kunst und Standard handelt.

Toxic Family – Top 100 Gänsehauttracks der elektronischen Musik

Vor einiger Zeit fragte die Toxic Family nach den drei alltime Gänsehauttracks-Favoriten der elektronischen Musik. Die knapp 800 Einsendungen, mit je drei Nennungen, wurden ausgewertet und nach Anzahl der Stimmen in eine Gänsehauttracks Top 100 aufgelistet.

“Herausgekommen sind 100 Tracks der elektronischen Musik, die uns an viele Orte und Erinnerungen und durch über 20 Jahre elektronische Musikkultur bringen.”

Beginnend mit dem 5. September, wurden bis zum 5. November nach und nach die Top 100 veröffentlicht, welche ich mir zum Anlass genommen habe, um mit den dort gelisteten Tracks eine eigene Top 10 zusammenzustellen. Hierbei habe ich die grundsätzliche Reihenfolge beibehalten und aus je zehn Plätzen (m)einen Favoriten entnommen. DerLieblingssong aus den Plätzen 100- 91 landet bei mir also auf Platz 10, der Lieblingssong aus den Plätzen 90- 81 auf der 9, usw. Weiterlesen

Sven Väth in the mix – The sound of the 14th season

Am 22. November 2013 veröffentlicht Sven Väth auf seinem Label Cocoon Recordings den mittlerweile 14. musikalischen Rückblick auf die abgelaufene Amnesia-Saison in Ibiza. Begleitet wird der diesjährige “The sound of the…”- Release mit einer Tour, welche neben einigen Stationen in Europa auch nach Argentinien, Peru und in die DomRep führt.

“Anstatt wie früher Nacht und Tag in zwei getrennten Sets zu gliedern, produzierte er 2013 zum ersten Mal ein einziges, fast zweieinhalbstündiges Set, das die Hörer noch unmittelbarer eintauchen lässt.” (cocoon.net)

Die Tracks von Isolée, Lusine, Henrik Schwarz, Ten Walls, Roman Flügel und Len Faki mit Johannes Heil (im Trailer verwendet) sind meine derzeitigen Favoriten. Alle Tracks Weiterlesen

Arte-Dokumentation: Kraftwerk- Pop Art

Fast einen Monat habe ich mich auf die Ausstrahlung der Sendung Kraftwerk- Pop Art gefreut und gestern Abend war es dann endlich so weit. Der Sender Arte widmet sich in dieser Dokumentation der popkulturellen Relevanz der Pioniere der elektronischen Musik, zeigt dabei exklusive Aufnahmen der aktuellen Konzertreihe und beleuchtet auch ihre derzeitige Rolle, in der sie weniger als Musiker, sondern mehr als Gesamtkunstwerk agieren.

“Anfang der 1960er/Ende der 70er strebten Kraftwerk im popkulturellem Vakuum Nachkriegsdeutschlands nach einer neuen künstlerischen Stimme. Niemand hätte gedacht, dass diese zurückgezogenenen, experimentierfreudigen Rheinländer eine der einflußreichsten Popgruppen aller Zeiten werden könnten. Aber genau so war es. Sie schufen emotionale Elektromusik, verschmolzen kommerziellen Pop mit Avantgarde…”

Kraftwerk – Pop Art ist wie alle anderen ARTE-Sendungen nach Ausstrahlung sieben Tage lang auch auf Youtube online zu sehen.