Soundwall Podcast #200: Sven Väth

Von seinem März-Gig am Metro Theatre in Syndey stammt der 90-minütige Mitschnitt von Sven Väth, der auf diesem Bild ein wenig an Peter Lustig erinnert (die Älteren unter Euch werden sich erinnern) und nun als exklusiver Podcast Nr. 200 vom Soundwall Mag veröffentlicht wurde. Ab geht’s! Und wie…

Soundwall Podcast #200: Sven Väth by Soundwall Mag on Mixcloud

 

Neues Album am 23.04.2014: Hardfloor – The Art of Acid

Circa vier Jahre nach ihrem letzten Album veröffentlichen Oliver Bondzio und Ramon Zenker, besser bekannt als Hardfloor, am 23. April 2014 ein neues Album. Titel ist  “The Art of Acid“, welches auf dem eigenen und gleichnamigen Label erscheinen wird.

Vor einigen Monaten wurden bereits die ersten Hörproben aus dem kommenden Werk veröffentlicht, bei dem es auch wieder an allen Ecken und Enden schön zwitschert. Gemessen anhand der knapp 17 Minuten die auf Soundcloud zu hören sind, geht es ähnlich brachial und fulminant zu wie damals™, in den 1990er-Jahren, als die Herrschaften u.a. bei Sven Väths Label Harthouse unterwegs waren. Wenn Acid gut ist, dann bei Hardfloor. Gestern, heute und vermutlich auch morgen noch.

Direktlink, via Hardfloor

P.S.: Auf ihrer Facebookseite haben die Hardfloor-Macher angekündigt, dass es in naher Zukunft auch “a couple of Acid-Podcasts from us” geben wird. <3

PCP live beim Terror Temple in der Frankfurter Festhalle 1994

Wie Techno halt so vor 20 Jahren in Frankfurt abging <3

Direktlink, via Communiqations

In Zeiten von Facebook-Selbstpromotion und Laptop-”DJs” dürfte sich manch ein jüngerer Anhänger elektronischer Musik fragen, wtf das denn bitte schön damals war, aber die Antwort ist easy: Die erste Techno-Generation. Bedeutet: Während es heutzutage wohl mehrheitlich darum geht, zu den immer selben Tracks der selben Labels möglichst lässig und unangestrengt zu wirken, ab und zu mal die Nase über das Notebook rauszustrecken, mal mit dem Oberkörper mitzuwippen und darauf zu achten, dass der Bart sitzt und der Scheitel oder’s Wollmützchen nicht verrutscht, war damals alles fresh und es gab keine Sound- und Style-Vorbilder zum Nachäffen. Dafür gab’s mit Masken und WingTsun voll auf die zwölf! (-:

Minilogue – Studio Jam Session + Interview bei Ableton

Auf die vorerst letzte Platte von Minilogue, “The Island of If”, erschienen beim in Frankfurt ansässigen Label Cocoon Recordings, hatte ich bereits vor wenigen Tagen hingewiesen, jedoch veröffentlichte die Musiksoftwarefirma Abelton noch am selben Tag ein Video, welches das schwedische Duo bei einer Jam Session in ihrem Studio in der Nähe von Malmö zeigt. In knapp 25 Minuten sieht man Sebastian Mullaert und Markus Henriksson zwar mehr oder weniger nur die Regler von links nach rechts drehen und von oben nach unten schieben- und jeweils wieder zurück, kickt aber dennoch irgendwie mehr als vergleichbare Videoaufnahmen von Live-Gigs mit Publikum.

Noch interessanter ist sogar das tags drauf veröffentlichte Video “As human possible- so menschlich wie möglich“. Hier kommen die Musiker zu Wort und geben Auskunft über ihre Zusammenarbeit, ihr Studio-Handwerk, die Philiospohie in ihrer Musik, Gedanken und Gefühle. Wer elektronische Musik per se als maschinell und kalt abtut, wird hier, da gibt es keine zwei Meinungen, eines besseren belehrt- wohlwissend, dass es sich bei Minilogue um den Unterschied zwischen Kunst und Standard handelt.

Toxic Family – Top 100 Gänsehauttracks der elektronischen Musik

Vor einiger Zeit fragte die Toxic Family nach den drei alltime Gänsehauttracks-Favoriten der elektronischen Musik. Die knapp 800 Einsendungen, mit je drei Nennungen, wurden ausgewertet und nach Anzahl der Stimmen in eine Gänsehauttracks Top 100 aufgelistet.

“Herausgekommen sind 100 Tracks der elektronischen Musik, die uns an viele Orte und Erinnerungen und durch über 20 Jahre elektronische Musikkultur bringen.”

Beginnend mit dem 5. September, wurden bis zum 5. November nach und nach die Top 100 veröffentlicht, welche ich mir zum Anlass genommen habe, um mit den dort gelisteten Tracks eine eigene Top 10 zusammenzustellen. Hierbei habe ich die grundsätzliche Reihenfolge beibehalten und aus je zehn Plätzen (m)einen Favoriten entnommen. DerLieblingssong aus den Plätzen 100- 91 landet bei mir also auf Platz 10, der Lieblingssong aus den Plätzen 90- 81 auf der 9, usw. Weiterlesen

Sven Väth in the mix – The sound of the 14th season

Am 22. November 2013 veröffentlicht Sven Väth auf seinem Label Cocoon Recordings den mittlerweile 14. musikalischen Rückblick auf die abgelaufene Amnesia-Saison in Ibiza. Begleitet wird der diesjährige “The sound of the…”- Release mit einer Tour, welche neben einigen Stationen in Europa auch nach Argentinien, Peru und in die DomRep führt.

“Anstatt wie früher Nacht und Tag in zwei getrennten Sets zu gliedern, produzierte er 2013 zum ersten Mal ein einziges, fast zweieinhalbstündiges Set, das die Hörer noch unmittelbarer eintauchen lässt.” (cocoon.net)

Die Tracks von Isolée, Lusine, Henrik Schwarz, Ten Walls, Roman Flügel und Len Faki mit Johannes Heil (im Trailer verwendet) sind meine derzeitigen Favoriten. Alle Tracks Weiterlesen

Arte-Dokumentation: Kraftwerk- Pop Art

Fast einen Monat habe ich mich auf die Ausstrahlung der Sendung Kraftwerk- Pop Art gefreut und gestern Abend war es dann endlich so weit. Der Sender Arte widmet sich in dieser Dokumentation der popkulturellen Relevanz der Pioniere der elektronischen Musik, zeigt dabei exklusive Aufnahmen der aktuellen Konzertreihe und beleuchtet auch ihre derzeitige Rolle, in der sie weniger als Musiker, sondern mehr als Gesamtkunstwerk agieren.

“Anfang der 1960er/Ende der 70er strebten Kraftwerk im popkulturellem Vakuum Nachkriegsdeutschlands nach einer neuen künstlerischen Stimme. Niemand hätte gedacht, dass diese zurückgezogenenen, experimentierfreudigen Rheinländer eine der einflußreichsten Popgruppen aller Zeiten werden könnten. Aber genau so war es. Sie schufen emotionale Elektromusik, verschmolzen kommerziellen Pop mit Avantgarde…”

Kraftwerk – Pop Art ist wie alle anderen ARTE-Sendungen nach Ausstrahlung sieben Tage lang auch auf Youtube online zu sehen.

FFM EP Vol.1 (Smile For A While 001)

Der erste Release von Smile for a while ist eine EP, die sich talentierten Musikern aus Frankfurt annimmt. Hier gefallen mir besonders die beiden Tacks auf der A-Seite und der Digital Bonus-Track. Janis’ “Beignet Chichi” hätte ich gerne als Musik in einem lebhaften Timelapse-Clip zu Paris bei Nacht. Würde mich ja interessieren, ob dieser jazzige-freestyle-Part gesampelt ist oder selbst eingespielt wurde. So oder so, eine wunderbare Nummer.

Direktlink, via freebase-records

In “We don’t need nobody” von Le Rubrique dominieren fluffige Piano-Loops mit repetitiven Vocalsamples, aber ähnlich dem B1-Track auf der ersten Tieffrequent gibt es auch hier viel drumherum und sich wenig Wiederholendes. Richtig dicke Produktion!

Direktlink, via freebase-records

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Cocoon Compilation M

Da kommt doch mal wieder was ganz, ganz Feines aus dem Hause Cocoon Recordings auf uns zu. Das altbekannte und altbewährte Artwork der Cocoon Compilations kommt dieses Mal im schmucken pink daher und serviert ein breites Spektrum elektronischer Musik, wie man sie nur selten auf einem Tonträger geboten bekommt. Von den 12 Tracks die ab Anfang Juli 2013 zu haben sind, habe ich hier mal meine 4 Favoriten rausgepickt.

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Sven Väth Keynote Interview mit Ben Turner

International Music Summit-Gründer Pete Tong beschreibt den seit 2008 stattfindenden Event auf Ibiza als ein “intense networking environment with the glamour and glitz of my favorite party island of Ibiza, but with a Back to Business ethos and leading into the official Ibiza opening party weekend.”

Wo Diskussionen, Panels, Meetings und dergleichen anzutreffen sind, dürfen Keynotes nicht fehlen. Ein Begriff, den ich in Zusammenhang mit Sven Väth jetzt so nicht wirklich auf dem Schrim gehabt hätte: Anyway, wer halbwegs englisch kann, an elektronischer Musik und Sven Väth interessiert ist, dem sei das Video vom einstündigen Talk wirklich sehr empfohlen. Ich sag nur “Two decks and a mixer… I mean Sync-Button, c’mon…”

Leftorium DJ-Sets by Ata & Roman Flügel

Neue Sounds, dieses Mal zur Verfügung gestellt vom Leftorium aus Belgien. Die Musik dazu steuern in jeweils zwei Stunden langen Sets die ”two ultra-credible German clubbing institutions Ata und Roman Flügel bei, welche am 23. März 2013 im Rahmen der Lifesaver-Nacht dort für die musikalische Nachtgestaltung zuständig waren.

♬♪♫♩♬♪♫♩ Mix von Ata ♬♪♫♩♪♫♩ Mix von Roman Flügel ♬♪♫♩♬♪♫♩

Falscher Hase – Rave Autonomica Vorfreudecast

Falscher Hase aus Frankfurt hat zum anstehenden Rave Autonomica Open Air München einen “Vorfreudecast” zusammengestellt. Vorfre…what?!? Wortspiele gibt’s… also ich weiß ja nicht.

Anyway, es klimpern die Pianos, wackeln die Eiswürfel im Glas, singen die Männlein und Weiblein zu den Rhythmen. Easy, not cheesy, gefällt mir. Vermutlich aber nur weil ich gerade gut gelaunt bin. Und dafür ist dieser Mix zuständig, vor allem wenn bei 31.59 min. auch noch das Piano reinkommt. Dann geht die Sonne auf. Wenn ich diesen Part noch öfter anhöre gehe ich womöglich noch zur nächsten Baustelle und borge mir einige Säcke Sand aus, die ich dann in meiner Bude ausschütte um die zum Mix passende Beach-Atmo zu haben.

Anthony Rother – Metro Boy

Wer sich nicht erst seit gestern für elektronische Musik interessiert, der kommt an Anthony Rother, 1972 in Frankfurt am Main geboren, nicht vorbei. Wem der Name eher weniger geläufig sein sollte:

Im Jahr 2000 veröffentlichte er mit Simulationszeitalter ein Album, welches klanglich an Kraftwerk erinnern ließ, jedoch etwas moderner und düsterer daherkam. Anspieltipp: “Biomechanik“. Nochmals vier Jahre- und bereits einige weitere Alben später- servierte er mit Popkiller ein Album, mit welchem er sich von seinem Electrosound verabschiedete und mehr das Four-to-the-floor-Prinzip pflegte. Sein Vocoder-Singsang behielt er glücklicherweise bei und generierte damit ein Album-Highlight in der Szene. Anspieltipp: “Father“. Und für die Sven Väth-Fanboys- und -girls-Fraktion: Ja, er hat auch einige Tracks mit ihm produziert.

Soweit also ein kleiner und subjektiver Rückblick zu Anthony Rother, der vor wenigen Tagen erst mit “Metro Boy” seinen neuesten Track veröffentlicht hat. Burner. Of course.

Miss Kittin – Calling from the stars

Da maunzt die Katze und bängt der Wackeldackel mit seiner Rübe. Die Rede ist von den neuesten Klängen aus dem erstmalig in kompletter Eigenregie entstandenem Album von Miss Kittin, jener Dame aus Genève, die bereits vor langer, langer Zeit, als die Menschen noch durch Technomusik zu den Drogen kamen und nicht umgekehrt, als eine der Ersten, wie keine Zweite, irgendwie lazy-, sexy-, crazy-, sleazy-attitüdiert über Frank Sinatra und auch 1982 sprachsangte.

Titel ihres vor wenigen Tagen erst erschienenem Album ist Calling from the stars und ist ein Silberling-Doppelpack geworden. Anbei einige Nachweise ihres kreativen Schaffens, dargestellt in formvollendeter Schönheit elektronischer Klangerzeugnisse.

Friends Connection

Wie der Name Friends Connection bereits vermuten lässt, zelebrieren mit Siggatunez, Johannes Albert & Monosoul, Le Rubrique und Difusa 1.000 gleich mehrere Artists den ersten Release des in Berlin ansässigen Labels Tieffrequent.

Direktlink, via TIEFFREQUENT

Der Release bewegt sich durchgängig auf hohem Niveau, wobei der B1-Track “Coffy” von Le Rubrique etwas heraussticht. Durchgängig clevere Spielereien quer durch das ganze Drumkit mit Bassdrum, Snare, Claps und den unterschiedlichsten Hi-Hats bekommt man zwar in allen Songs zu hören, hier ensteht aber ein ganz besonders runder Groove, auch weil der Track weniger deep ist als die anderen drei Songs und klar auf einen Peak hinsteuert. Wenn spätestens beim genialen Intermezzo mit den Vocals “You know just the words that turn me on – and I know what you want too – and you gonna get it” der totale Abriss eingeleitet wird und sogar notorische Kopfnicker an den Bar den Weg auf die Tanzfläche suchen werden, wendet sich der Track weg von den vorherigen Pitchrädchen-Modulationen hin zu einer herrlich verzerrten, wie durch einen Wah-Wah-Effekt gejagten, Fläche. Wenn die Party zum diesem Zeitpunkt des Songs nicht eskaliert, dann weiß ich auch nicht weiter. Apropos Party…  Weiterlesen