Sei nett zu Mett

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Als würde man Graffiti mit noch mehr Graffiti “bekämpfen”- so in etwa wirkt es, wenn all dem wirren Earthlings-Vegan-You-Tube-Deine-Mutter-Kreidequatsch in den Straßen Frankfurts jetzt offenbar mit ebensolchen Mitteln, wenngleich durchaus humorvoll, begegnet wird. Aktuelle Fundstücke zu diesem Thema modifizieren nicht mehr vorhandene Original-Botschaften, sondern setzen eigene Duftmarken und bringen dabei einen alten Bekannten ins Spiel: METT!  Weiterlesen

Die China Studie

The China Study ist ein Buch von T. Colin Campbell und seinem Sohn Thomas M. Campbell aus dem Jahre 2004. Thematisert werden Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von tierischem Eiweiß und zahlreichen Zivilisationskrankheiten, woraufhin empfohlen wird, den Konsum von tierischem Eiweiß zu verringern oder gar ganz ad acta zu legen. Allerdings ist das nicht ganz unumstritten, z.B. soll es Fehler bezüglich der statistischen Auswertung geben, wodurch sich auch einige Schlussfolgerungen der Autoren relativieren würden. Ein wohl populärer Artikel hierzu ist The China Study- Fact or fallacy? von Denise Minger.

Das jedoch nur kurz vorab, denn hier soll es eigentlich um die leicht modifizierten Kreidebotschaften derer gehen, die dieser China Studie viel abgewinnen können und vermehrt an stark frequentierten Gegenden in Frankfurt, auf Gehwegen, an Werbeplakaten oder in U-Bahn-Stationen, darauf aufmerksam machen. Aus manch einer China Studie wurde nun  Weiterlesen

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder die Gehwege in Frankfurt

“Da hat jemand eine (glaubt er) sehr wichtige Botschaft an seine unwissenden bemitleidenswerten Mitmenschen zu vermelden und die muß er ihnen mit allen verfügbaren Mitteln einhämmern. Sie ist so lebenswichtig, dass sie jeder, aber auch wirklich jeder lesen sollte. Und er ist von seiner Botschaft überzeugt, wie nur ein religiöser Eiferer von seiner Mission überzeugt sein kann und sie überall verbreiten will um all die armen Seelen vor der ewigen Verdammnis zu retten. Und genau das macht die Geschichte die dahintersteckt ungenießbar. Tierschutz und Kritik an Massentierhaltung sind ja an sich durchaus zu begrüßen und nachvollziehbar. Doch in den Händen der falschen Vertreter wird der Inhalt kontraproduktiv.”

Bei dem zitierten Text handelt es sich um ein Ausschnitt aus dem lesenswerten Artikel “Kreidezeit“, welcher gestern auf dem Ostendfaxpost-Blog veröffentlicht wurde und anlässlich einer aktuellen Publikation der Zeitschrift Konkret entstand. Weiterlesen

Alternative Ernährungsweisen in der Presse und auf der Straße

Im Netz wurde es gestern fleißig diskutiert, “draußen” habe ich nicht ansatzweise etwas davon mitbekommen: Die Rede ist vom “Veggie-Day”. Ein Thema, welches die BILD dieser Tage “entdeckte” und im Netz dazu führte, dass die Pro Fleisch- bzw. Anti-Vegetarisch/ Vegan/ VeggieDay/ Grüne-Fraktion den ganzen Tag das Netz mit diesem Thema zumüllte. Hier dann gerne mit dem Hinweis, dass zum Beispiel auch Kleidung sehr oft unfair hergestellt wird. Und Smartphones erst. Und überhaupt, all das Leid der Welt mit in die Waagschale geworfen wird um gemäß dem Motto “Eine-Scheiße-mit-der-anderen-Scheiße-rechtfertigen” die eigene Position stärken zu wollen. Oder sich einfach nur als Handlanger des stimmungsmachendem Boulevards und schlechtem Journalismus zu outen.

Quasi passend zu diesem Thema gibt es auch wieder neue Kreide-Aktivitäten aus Frankfurt zu vermelden, dieses Mal entlang zahlreicher Stufen im Osten der Stadt.

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Irgendwo zwischen Bio, Öko und Fleischersatz

Im März letzten Jahres Jahres stellte ich mit Tau von den Wiesen ein Getränk vor, welches es mir besonders angetan hatte, allem voran die Sorte “Blossomflush”. Eine gute Zeit später entdeckte ich dieses Getränk auch beim Edelkiosk im Ostend im Sortiment, welches ich dann wechselweise mit einem Mandelmilchkaffee dort konsumierte. Irgendwann vernahm ich über die Facebookseite des veganen Cafés, dass die Produktion des Getränkes nicht zu 100% vegan sei, da mit Gelatine geklärt werde. Auch wenn ich mich niemals zuvor mit den Produktionsabläufen von Getränken beschäftigt hatte, war ich doch ziemlich überrascht, dass offenbar auf Verwendung tierischen Produkten zurückgegriffen wird.

Nicht nur die örtliche Nähe zum Edelkiosk und der damit einhergehenden Sensibilisierung für vegane Ernährung, auch der Aktionismus im öffentlichen Raum zur Animal Liberation Front (ALF) und der Straßenpropaganda zum Film Earthlings hier in Frankfurt führten dazu, dass ich mich wieder etwas intensiver mit dem Thema beschäftigte und mittlerweile tatsächlich deutlich weniger Fleisch konsumiere. Im heimischen Haushalt bestand das bisher weitestgehend aus unterschiedlichen Wurstaufschnitten, Fleisch am Stück oder anderweitig verarbeitet kam eher selten bis nie auf den Tisch. Auswärts waren gerade die “schnellen Mahlzeiten” wie Rinds- und Bratwurst, Peperoniwurst-Pizza oder Dürüm Döner regelmäßig hoch im Kurs.  Weiterlesen