Rico Sparx 1963 – 2013

Es war die Zeit, da traf man sich mit seinen Freunden einfach auf der Straße, ohne sich zu verabreden, irgendwer war immer da, vielleicht nicht immer alle zur selben Zeit und gleich lang, aber irgendwas ging immer. Mit dabei war auch immer mindestens einer der Fraktion, die schon drei, vier Jahre älter war und bereits einen Führerschein, samt Auto mit dicker Soundanlage vorzuweisen hatten, welche während dieser Treffs, im Einsatz war. Zu dieser Zeit, Ende der 1980er Jahre, und eben in diesen Kreisen, hörte ich auch zum ersten Mal etwas vom Lyrical Leader Moses P., der Jahre später mit Produktionen zu Rödelheim Hartreim Projekt, Glashaus, 3p, Sabrina Setlur, Xavier Naidoo usw. zu einer bedeutenden Größe der deutschsprachigen Musik wurde.

Auf der 1988 beim Offenbacher Label Logic Records erschienenen Platte von Rico Sparx, „Ay ay ay (what we do for love)“, steuerte er die Rap-Parts bei, damals noch auf englisch. Und auch wenn das für mich der einzige „Kontakt“ zu Rico Sparx war, war das ein Song, welcher mir doch viel mehr als das kurz darauf folgende Solodebut von Moses P. in Erinnerung geblieben ist, obwohl dessen Erstling, „Twilight zone“, allgemein hin doch etwas mehr gefeiert wurde.

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Erst vor weniger als zwei Wochen war ich im Web bei Discogs und Ebay unterwegs, weil ich genau nach dieser Platte von Rico Sparx Ausschau gehalten hatte. Heute Morgen habe ich auf Twitter und Facebook mitbekommen, dass er gestern verstorben ist. Viele Informationen lassen sich derzeit noch nicht dazu vernehmen, aber die eine oder Statutsmeldung zurückverfolgend, auch privat anmutende, lassen leider keinen Zweifel daran aufkommen. :(

3 Kommentare

  1. Simone Vetter

    Ja, es ist unendlich Traurig…ich werde ihr sehr vermissen…nun werden sich die Engel an seinem Lächeln erfreuen könne………R.I.P. Rico

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