Die Elektrokasten-Situation in der Saalburgallee

Und dann geschah das Wunder. Nach mindestens drei Jahren ist der ramponierte Elektrokasten in der Saalburgallee Geschichte. Over and out. Immer wenn mein Weg daran vorbeiführte und das Teil von mal zu mal verkrüppelter aussah, fragte ich mich, welche konkrete Funktion er wohl haben könnte. Keiner schien sich für ihn zu interessieren oder sonstwie auf den Plan gerufen, offenbar führte er weiterhin seine ihm zugedachte Funktion tadellos aus und am äußerlich desolaten Zustand schien sich auch keiner zu stören.

Als im vergangenen Jahr an der großen Kreuzung Hanauer Landstraße/ Ratswegkreisel, ca. 500m weiter südlich, die mittlerweile ebenfalls entfernte Notrufsäule nonstop vor sich her tuuuuuuutete, verschwendete ich einen Gedanken daran, ob es wohl einen Zusammenhang geben könnte, zumal zu diesem Zeitpunkt auch das mit einem Telefonsymbol gekennzeichnete Kabel (plötzlich?) zerfetzt war.

Wie dem auch sei, jetzt ist er weg und es bleibt die Erkenntnis, dass man in Frankfurt von jetzt auf sofort Häuser plattmachen und neue hochziehen kann, aber gefühlte Ewigkeiten braucht, um sich mal einem abgefuckten Elektrokasten anzunehmen.

Frankfurt, Saalburgallee, Elektrokasten 20152015

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Hygienemängel in Frankfurter Gaststätten und die fehlende Transparenz

Wieder einmal hat das Ordnungsamt in Frankfurt bei Gaststättenkontrollen Missstände festgestellt. Ergebniss: 12 von 13 überprüften Betrieben wiesen teils gravierende Mängel in Punkto Sicherheit und Hygiene auf, drei Gaststätten mussten sogar an Ort und Stelle geschlossen werden. U.a. war man auch in Bornheim und in der Innenstadt unterwegs. So weit, so gut. Weniger gut hingegen ist der Umgang damit, da man als Verbraucher nicht erfährt, um welche Locations es sich dabei handelt. Und das war mal anders, wenngleich auch nur für eine relativ kurze Zeit, denn Ende 2012 gab es ein Internetportal zur Lebensmittelhygiene. Aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes werden jedoch in Hessen “vorläufig” keine Veröffentlichungen diesbezüglich im Internet vorgenommen.

Das Problem, das ich damit habe ist folgendes: Am 9. Februar wollte ich mal wieder in das SchöneBerger gehen. Ausgerechnet an jenem Tag – vielleicht auch nur am Abend als ich vor Ort war – hatte es geschlossen. Hinweis: Betriebsfeier. Nun gut, schade. Gestern Abend bekam ich mit, dass die Bar ohne Namen / Good times for good people geschlossen hatte. Hinweis: Weihnachtsfeier. Jetzt ist es so: Weiterlesen

DLG Biertest 2015

Bierchen?

Das DLG-Testzentrum Lebensmittel bewertet jährlich die Qualität von mehreren hundert Bieren aus dem In- und Ausland, die nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden. Testkriterien sind Reinheit des Geschmacks, Qualität der Bittere, Vollmundigkeit, Frische und Geschmacksstabilität, aber auch Schaumhaltbarkeit, Extrakt-, Alkohol- und Stammwürzegehalt, Trübung und Haltbarkeit stehen auf dem Prüfstand. Weiterhin werden beim Testverfahren von jedem Bier jeweils zwei unterschiedlich alte Proben untersucht um mögliche Abweichungen feststellen.

Bei den Testergebnissen für Biere im Jahr 2015 werden u.a. auch 21 prämierte Biere aus Hessen aufgeführt, darunter 7 von der Radeberger Gruppe, zu dem auch die hiesige Binding Brauerei in Frankfurt-Sachsenhausen gehört. Weiterlesen

Kommissar Steiers letzter Tatort-Fall: Das Haus am Ende der Strasse

Mit dem vorletzten Fall des Ermittlerduos aus Leipzig, wurde am gestrigen Sonntag bereits der 8. Tatort im neuen Jahr ausgestrahlt. Richtig gut unterhalten gefühlt habe ich mich jedoch bisher nur beim Dortmund-Tatort im Januar, als Peter Faber (Jörg Hartmann) und Nora Dalay (Aylin Tezel) im Nazi-Milieu ermittelten und in Bestform die Messlatte für das Tatortjahr 2015 schon frühzeitig sehr hoch gelegt haben.

Kommissar Steier wird am Sonntag, dem 22.02.2015 im Tatort “Das Haus am Ende der Straße” zum letzten Mal ermitteln. Nachdem seine Partnerin bereits im vergangenen Jahr ausgestiegen war, endet hiermit nun endgültig das kurze Kapitel der Frankfurter Ermittler. Der Trailer zum Tatort des Hessichen Rundfunks verspricht jedenfalls schon mal Spannung.

Direktlink, via Frank Steier

Welcher Tatort kommt gut an? Die Quoten zu den bisherigen Tatort-Sendungen im Jahr 2015:  Weiterlesen

Wo in Frankfurt nachts am meisten gefeiert wird

Im Rahmen des Projekts »stadtnachacht – Management der Urbanen Nachtökonomie« wurden für 13 Großstädte in Deutschland eine möglichst umfassende Erhebung und Kartierung der Betriebe der Abend- und Nachtökonomie auf Basis georefenzierter Standortdaten vorgenommen. Oder anders formuliert: Es wurde ermittelt, wo in der Stadt am meisten gefeiert und mit Partys und dem Nachleben Geld verdient wird.

Als Basis für die Daten wurden Geschäftseinträge auf Empfehlungsplattformen genutzt. Hierfür wurde vom 7. bis 9. Januar 2014 ein möglichst großer Datenauszug gewonnen, sämtliche Einrichtungen in relevanten Kategorien (Nachtleben/Nightlife, Kinos, Theater, sonstige Eventlocations) wurden abgefragt.

Die Orte des Nachtlebens werden in der Karte als Punkte mit geringer Deckkraft angezeigt, bei Überlagerungen entstehen verschiedene Farbsättigungen, so dass eine räumliche Konzentration von Standorten ablesbar ist. Weiterlesen

Ultras Frankfurt mit grandioser Choreo beim Heimspiel gegen Schalke

Eintracht Frankfurt hat gestern sein Heimspiel gegen den FC Schalke 04 durch ein Tor von Lucas Piazón mit 1:0 gewonen. Die Eintracht hat somit 28 Punkte auf der Habenseite und rangiert in der Tabelle aktuell auf Platz 9. Das besondere Highlight am gestrigen Abend fand aber bereits vor dem Spiel statt, denn die Frankfurter Ultras hatten eine grandiose Choreo vorbereitet, deren Kernstück – große Buchstaben, die mit farbigen Rauchtöpfen gefüllt und dann illuminiert werden – vor fast einem Jahr, beim Europa League-Heimspiel gegen den FC Porto, seitens der UEFA verboten wurde. Auch im Vorfeld dieser Bundesligapartie gab es diesbezüglich Kontroversen, aber am Ende fand dann alles wie geplant statt. Fankultur at its best!

Direktlink, via since1899

Wem gehört die Stadt? – Der Film

Investoren, Politiker und Stadtplaner sind schnell als Schuldige ausgemacht wenn es darum geht, die Gentrifizierung an Personen festzumachen. Sie werden in öffentlichen Fragestunden zu geplanten Neubau- oder Umbau-Projekten angegangen, auf Flyern kritisiert und in Sozialen Netzwerken und Pressemitteilungen bezichtigt, sowohl die Bewohner des Viertels bei den Planungen nicht zu berücksichtigen oder einzubinden, als auch die Wohnpreise im Viertel hochzutreiben und somit für den sukzessivem Ausstausch der Bevölkerung vor Ort verantwortlich zu sein.

Zu diesem Thema zeigt das Mal Seh’n Kino am kommenden Donnerstag, 19. Februar 2015, in Anwesenheit der Regisseurin Anna Ditges den Dokumentarfilm Wem gehört die Stadt? In diesem Fall geht es um die unterschiedlichen Vorstellungen der Anwohner, Investoren, Politiker und Stadtplaner zur Zukunft eines ehemaligen Industrieareals in Köln-Ehrenfeld, auf dem ein Großinvestor eine Shopping Mall erbauen möchte.

Direktlink, via wemgehoertdiestadt

Jung, Brutal, Linksradikal – Blockupy-Aktionismus bei der HOF am Ratsweg

Blockupy Frankfurt: Mobilisierung für 18nulldrei / M18 / 18M

Blockupy Frankfurt: Mobilisierung für 18nulldrei / M18 / 18M

Blockupy Frankfurt: Mobilisierung für 18nulldrei / M18 / 18M

Offenbar haben erlebnisorientierte Linksradikale und passionierte Diskurshooligans neulich bei der Hall Of Fame am Ratswegkreisel, dem Areal für legales Graffiti in Frankfurt vorbeischaut und ein bisschen die “Werbetrommel” für M18 gerührt. Über die Art und Weise kann man sicher geteilter Meinung sein: So wie erst neulich, an der S-Bahn-Station Kaiserlei, hätte mir es jedenfalls mehr zugesagt, als so, wie es auf den nachfolgenen Fotos zu sehen ist. Aber bekanntermaßen ist das Leben ist kein Wunschkonzert und im Gegensatz zu dem, was man vor Ort sonst an Bemerkungen, Kommentaren und Sprüchen zu lesen bekommt, ist das hier wenigstens von Belang. Weiterlesen

Schirn-Kunst oder Straßen-Fetzen?

Vor einigen Tagen begann in der Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung „Poesie der Grossstadt. Die Affichisten.“ Thematisiert wird die Kunstform der Décollage. Dabei werden bereits zerrissene, lädierte, verranzte oder sonstwie zerstörte Plakate im öffentlichen Raum –  in ganzen Stücken oder Fragmenten – abgerissen und als Ausgangsmaterial für die Herstellung eigener Kunstwerke verwendet.

Der Unterschied solcher Kunstwerke zu aktuellen Plakatwänden im öffentlichen Raum Frankfurts ist, zumindest auf dem ersten Blick, kaum auszumachen. Von den acht Fotos stammen vier aus dem öffentlichen Raum Frankfurts, vier weitere aus der aktuellen Ausstellung in der Schirn. Spot the difference!

Schirn-Kunst oder Straßen-Fetzen?

Schirn-Kunst oder Straßen-Fetzen?

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