Sei nett zu Mett

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Als würde man Graffiti mit noch mehr Graffiti “bekämpfen”- so in etwa wirkt es, wenn all dem wirren Earthlings-Vegan-You-Tube-Deine-Mutter-Kreidequatsch in den Straßen Frankfurts jetzt offenbar mit ebensolchen Mitteln, wenngleich durchaus humorvoll, begegnet wird. Aktuelle Fundstücke zu diesem Thema modifizieren nicht mehr vorhandene Original-Botschaften, sondern setzen eigene Duftmarken und bringen dabei einen alten Bekannten ins Spiel: METT!  Weiterlesen

Gewachst. Gedopt. Poliert. – Die Wingertstraße

Wenn es um neuen Wohnraum geht, werden in Frankfurt nicht ganz selten komplette Neubauten aus dem Boden gestampft. Oftmals jedoch nicht auf neu erschlossenem Bauland, sondern an Stellen, wo just zuvor noch irgendwas plattgemacht wurde, woran sich in den vergangenen Jahrzehnten keiner dran störte oder gar den Kiez mitprägte. Ein Ort, den man aufgrund nur zwei solcher Neubauprojekte in den vergangenen Jahren schon gar nicht mehr so recht wiedererkennt, ist die Wingertstraße, eine Seitenstraße vom Sandweg, unweit des Mousonturms und der Berger Straße.

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Wo einst eine Tankstelle und Autowerkstatt ihren Dienst verrichteten, wurde im Auftrag der GeRo Real Estate AG ein Niedrigenergie-Wohnhaus geschaffen, in dem alle 33 Wohnungen entweder mit Balkon, Loggia, Terrasse oder Garten ausgestattet sind. Weitere Ausstattungsdetails sind u.a. Bambus-Parkett, Fußbodenheizung, elektrische Rollläden, ein Aufzug bis in die Kellerebene und Tiefgaragenplätze mit Spezialsteckdosen für Elektroautos.

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Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich der nächste Neubau auf der Zielgeraden. Auf dem ehemaligen Industriegelände der Naxos-Union realisiert die ABG Frankfurt Holding GmbH gleich ein ganzes Wohnquartier, welches zudem im komplett einheitlichen Look daherkommt und ein wenig Riedberg-”Flair” versprüht. Weiterlesen

The House that Chicago built

Lil Louis, den einen oder anderen vielleicht noch durch seinen 1989 veröffentlichten Track “French Kiss” ein Begriff, veröffentlicht bald mit The House That Chicago Built eine Dokumentation zum Chicago House Sound, dem Vorläufer jeglicher elektronischer Tanzmusik, wie sie uns bis heute erhalten geblieben.

Direktlink, via jareekk79

Allen voran waren es Marshall Jefferson mit “Move your body (The housemusic anthem)” (1986) und Steve Hurley mit “Jack your body” (1986), die in der zweiten Häfte der 1980er Jahre zu begeistern wussten und mit ihrem Sound ein Stück moderner Musikgeschichte schrieben.

Direktlink, via MURKBOY72

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Freilichtausstellung zu “Frankfurt liest ein Buch” im Oeder Weg

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Seit dem 31. März 2014 findet in Frankfurt das Lesefest Frankfurt liest ein Buch statt. Initiiert und konzipiert wurde es vom gleichnamigen Verein, der mit seinen Aktivitäten in den vergangenen vier Jahren bereits über 50.000 Besucher und ca. 400 Veranstaltungen vorweisen kann. Ziel des Vereins ist es, ein Buch zum Gesprächsstoff und Gemeinschaftserlebnis zu machen und dabei Bürger, Institutionen und Prominente in möglichst vielfältiger Form zusammenbringen. In diesem Jahr hat man sich Eckhard Henscheids “Die Vollidioten” angenommen, einem historischen Roman aus dem Jahr 1972, dessen Handlung sich im Frankfurter Nordend abspielt. Weiterlesen

No border-Graffiti am EZB-Neubau in Frankfurt

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Bereits am 18. März dieses Jahres zeigte die italienische Zeitung “La Repubblica” in Francoforte, due street artist per la nuova sede della Bce erste Bilder von den neuen Malereien am Bauzaun des EZB-Neubaus. Bei der “Zeit” zog man mit Draghi, das Graffiti-Männchen neun Tage später nach und zeigte ebenfalls Fotos des neuen Werks von Justus Becker, a.k.a. Cor und Bobby Borderline. Weiterlesen

Wenn die Straßenbahn mit dem Auto…

Im März war ich gleich zweimal zugegen, als jeweils ein Auto und eine Straßenbahn sich näher gekommen sind, als es der Straßenverkehr eigentlich vorsieht. Soweit ich das beim Vorbeilaufen erkennen konnte, gab es aber glücklicherweise wohl nur Blechschäden. Betroffen waren Autos mit Kennzeichen MKK und OF, Schauplätze waren die Friedberger Landstraße und die Hanauer Landstraße.

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Im Vergleich zur U-Bahn, die gestern in Frankfurt-Ginnheim gegen einen Prellbock fuhr und entgleiste, muten die Bilder allerdings fast schon harmlos an.

Luminale 2014 in FFM – 10 Fotos

Wenn nicht gerade mal wieder jemand durch das Bild gehopst ist oder dauerhaft vor einem stehen blieb, dann waren bei der diesjährigen Luminale in Frankfurt vereinzelt auch Aufnahmen mit freier Sicht auf die jeweilige Lichtinstallation möglich.

Die nachfolgend zu sehenden Fotos entstanden in der Liebfrauenkirche, im Foyer der Deutsche Nationalbibliothek, an der alten Börse, in der Naxoshalle, bei der Osthafenbrücke, am Hauptbahnhof, Nibelungenplatz und an der Taunusanlage.

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Wie ich die Luminale 2014 erlebt habe

Ein bisschen ist es wie bei den Katalogfotos vom Strand am gewünschten Urlaubsort. Alles chillig, Himmel blau, feinster Sand und ein nur spärlich besuchter Strand. Die Realität vor Ort: Strand überfüllt und vom Sand ist vor lauter Decken und Liegestühlen nichts zu sehen. Oder die Gastronomie im Sommer: Endlich wieder draußen sitzen… bis die ersten Wespen auftauchen. Irgendwas ist ja immer. So auch bei der diesjährigen Luminale in Frankfurt, wo die Vorfreude auf all die Licht-Installationen schnell den K(r)ämpfen um die Positionierung der Kamera wich.

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Luminale 2014: Die PENG-Höhle bei Saint Gabriel Interieur

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Anlässlich der Luminale 2014 kann man bereits seit vergangenem Sonntag ca. 180 Spots in Frankfurt und Offenbach aufsuchen, wo anlässlich der Parallelveranstaltung zur Light + Building- Messe einige besondere Aktionen zum Thema Licht stattfinden. Einer dieser Schauplätze liegt in der Wittelsbacher Allee 65, bei Saint Gabriel Interieur, der nach einem Intermezzo in der Zeilgalerie seine Aktivitäten wieder an altbekannter Wirkungsstätte fortführt, u.a. mit der Ein Leben ohne Peng ist möglich-Ausstellung ab kommenden Samstag.

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In einem abgedunkelten Raum lassen sich zahlreiche Werke von Peng entdecken, die nur durch den Einsatz von Schwarzlicht aufleuchten und erst dadurch sichtbar werden. Neben aktuellen Motiven und neuen Slogans sind auch einige Klassiker mit von Partie, die man in der Vergangenheit bestimmt schon mal in der Stadt gesichtet hat. Weiterlesen

Streetart & Graffiti in Frankfurt am Main (03/2014)

Aus dem März 2014: Zwei Seiten mit zwanzig Fotos zu Streetart und Graffiti aus Frankfurt am Main, u.a. mit Bobby, Bomb, CBC’S, Cityghosts, CPUK, Do it, FAB, Kola, iR, heimat., 1Up, Peng, PSE, PYC, Something, Vragk u.a.

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Blogs im März 2014

  • “Alle sind Popper, selbst Musik die mir als Alternative vorgestellt wird, klingt wie acht Wochen im Studio abgemischte und von studierten Studiomusikern eingespielte Klangbeispiele für Lautsprecherverkaufsräume.” Ich kann nicht mehr schweigen. Ein Blick auf die heutige Pop-Kultur. (blogroyal)
  • Weder User, noch Journalisten entscheiden darüber, welche Informationen den Leser erreichen sollten, sondern die Konzerne aus dem Silicon Valley. Über die perverse Abhängigkeit zu Google, Twitter und Facebook. Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere. (blogrebellen)
  • Obst & Gemüse- Vermutlich der meistfotografierteste Lkw in Frankfurt in diesen Tagen. (kollektive offensive)

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Blockupy 2014 – Zaunspaziergang an der EZB-Baustelle in Frankfurt

Das regionale Netzwerk No Troika Rhein-Main lud am gestrigen Sonntag im Vorfeld der europäischen Aktionstage zu Blockupy im Mai dieses Jahres zu einem Zaunspaziergäng entlang der EZB-Baustelle im Frankfurter Ostend ein. Die Aktion versteht sich als Auftakt einer Veranstaltungsreihe, welche künftig an jeden letzten Sonntag im Monat wiederholt werden soll.

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Zum Zeitpunkt meiner Anwesenheit in dieser Gegend würde ich von etwa 100 bis 120 Teilnehmer_innen sprechen, die sich bei bestem Wetter dort eingefunden hatten und in dieser Zeit u.a. die Infotafeln am Bauzaun der EZB überklebten, Flyer verteilten und kurze Reden hielten. Weiterlesen

Neueröffnung in Bornheim: Bioveganerei Spahn

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Nur wenige Wochen nach dem ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres, öffnen am heutigen Sonntag in Frankfurt die Geschäfte abermals ihre Türen. Wer kann, der kann. Während die ursprünglich für Mitte März angekündigte Eröffnung von Extravegant- Alles aus Liebe sich offenbar etwas verzögert, nutzt die Biometzgerei Spahn die Gelegenheit, die einst für den 1. April angedachte Eröffnung ihrer veganen Metzgerei vorzuziehen. [Kalauer-Formulierung mit "Vegan" + "Metzgerei" + "1.April = "(Kein) Aprilscherz" bitte hier einfügen.]

Erhielt man bei BioSpahn bereits in der Vergangenheit einige vegane Fleischersatzprodukte, z.B. eine Soja Schnitte nach Art eines Wiener Schnitzels, wird der tierfreien Ernährung nun ein eigenständiges Geschäft, ebenfalls auf der Berger Straße, direkt neben dem angestammten Laden, gewidmet. Weiterlesen

Hoffentlich ein Liebesbrief

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Ob aufgrund all der modernen Kommunikationsmöglichkeiten der klassische Liebesbrief noch hoch im Kurs steht oder doch eher abgelöst wird, von Herzchen-Bling-Bling-Smileys und Co.? Ich selbst bin ja Teil dieser letzten Generation, die noch ein Leben ohne Internet und Mobilfunk, Smartphones und Apps, kannte, aber alles was heutzutage Teenager ist, wächst diesbezüglich ja mit einem anderen Selbstverständnis auf, Retro-/Oldschool-Romantiker und Moderne-Verweigerer mal außen vor gelassen.

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Vielleicht wühlen sich Pärchen künftig bei einem Anfall von Romantik nicht mehr durch Briefe und Zettelchen von einst, sondern durch eine kleine Schachtel mit alten Smartphones, auf denen einst die Liebesbekundungen, auf dann schon längst eingestellten Messengerdiensten, zugestellt wurden..? Anregungen, mal wieder zu Stift und Papier zu greifen, gibt es derzeit jedenfalls einige in Frankfurt. <3 Weiterlesen