„Liebe, Stolz & Leidenschaft“ in Zeiten der Plakatwerbung

Während man im Internet mit dem Einsatz von Adblockern den Werbetreibenden etwas entgegensetzen kann, sieht es im Stadtraum anders aus: Den dort auf großen Plakatwänden angepriesenen Produkten und Diensten kann niemand ausweichen. Dennoch sind ein sorgfältig ausgewählter Streukreis und Streugebiet von Bedeutung, möchte man einen möglichst positiven Effekt für das Werbeobjekt verzeichnen – andernfalls freut sich nur der Anbieter der Werbeflächen. Darüber hinaus gibt es aber auch immer wieder vereinzelte Aktionen, die sich direkt gegen ganz bestimmte Werbungen richten.

Ein in Frankfurt bekanntes Beispiel dafür dürften wohl die Werbeplakate des Tierzirkus‘ Carl Busch sein. Wenn dieser am Festplatz im Ratsweg sein Zelt aufschlägt, dauert es oftmals nicht lange, bis man die ersten Exemplare entdeckt, die von Zäunen und Gerüsten abgetrennt wurden und auf dem Gehweg herum(f)liegen. So auch wieder in diesem Jahr. Hinzu gesellt sich in diesen Tagen die Plakatwerbung für eine DVD/Blue-Ray-Box der Rockband Frei.Wild. Die Kampagne der Musiker aus Norditalien sorgte bereits im Vorfeld für Aufsehen, weil ursprünglich eine nackte Micaela Schäfer als Motiv vorgesehen war. Mit Balken überzogen hat dieses Motiv nun doch noch seinen Weg in den öffentlichen Raum gefunden. Aber: In manchen Ecken Frankfurts scheint „Mit Liebe, Stolz & Leidenschaft“ trotzdem nicht gut anzukommen.

Frei.WIld-Plakatwerbung in Frankfurt beschädigt