Gewachst. Gedopt. Poliert. – Die Wingertstraße

Wenn es um neuen Wohnraum geht, werden in Frankfurt nicht ganz selten komplette Neubauten aus dem Boden gestampft. Oftmals jedoch nicht auf neu erschlossenem Bauland, sondern an Stellen, wo just zuvor noch irgendwas plattgemacht wurde, woran sich in den vergangenen Jahrzehnten keiner dran störte oder gar den Kiez mitprägte. Ein Ort, den man aufgrund nur zwei solcher Neubauprojekte in den vergangenen Jahren schon gar nicht mehr so recht wiedererkennt, ist die Wingertstraße, eine Seitenstraße vom Sandweg, unweit des Mousonturms und der Berger Straße.

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Wo einst eine Tankstelle und Autowerkstatt ihren Dienst verrichteten, wurde im Auftrag der GeRo Real Estate AG ein Niedrigenergie-Wohnhaus geschaffen, in dem alle 33 Wohnungen entweder mit Balkon, Loggia, Terrasse oder Garten ausgestattet sind. Weitere Ausstattungsdetails sind u.a. Bambus-Parkett, Fußbodenheizung, elektrische Rollläden, ein Aufzug bis in die Kellerebene und Tiefgaragenplätze mit Spezialsteckdosen für Elektroautos.

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Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich der nächste Neubau auf der Zielgeraden. Auf dem ehemaligen Industriegelände der Naxos-Union realisiert die ABG Frankfurt Holding GmbH gleich ein ganzes Wohnquartier, welches zudem im komplett einheitlichen Look daherkommt und ein wenig Riedberg-”Flair” versprüht. Weiterlesen

Wenn die Straßenbahn mit dem Auto…

Im März war ich gleich zweimal zugegen, als jeweils ein Auto und eine Straßenbahn sich näher gekommen sind, als es der Straßenverkehr eigentlich vorsieht. Soweit ich das beim Vorbeilaufen erkennen konnte, gab es aber glücklicherweise wohl nur Blechschäden. Betroffen waren Autos mit Kennzeichen MKK und OF, Schauplätze waren die Friedberger Landstraße und die Hanauer Landstraße.

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Im Vergleich zur U-Bahn, die gestern in Frankfurt-Ginnheim gegen einen Prellbock fuhr und entgleiste, muten die Bilder allerdings fast schon harmlos an.

VGF mit Anti-Haft-Beschichtung gegen Graffiti-Attacken

Erst gestern erfuhr ich vom neugestalteten Zugang an der U-Bahn-Station “Dom/ Römer”. Fast schon traditionell nutze ich nämlich immer den Zugang auf der anderen Seite, den mit den ewig langen Rolltreppen, so dass ich das hier, trotz anhaltender Bauarbeiten am Dom-Römer-Areal, gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.

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Interessant ist hierbei nicht nur die Optik, die ziemlich hell, bzw. in weiß, gehalten ist. Die Wandfliesen sind dank einer speziellen Anti-Haft-Beschichtung resistent gegen Graffiti-Attacken, womit sich Farbe problemlos entfernen lassen soll.

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Ein wenig überrascht war ich über diese Maßnahme schon, denn U-Bahn-Stationen stehen, nicht nur im Vergleich zu den S-Bahn-Stationen, doch eher seltener im Fokus, wenn es um Aktivitäten zu Graffiti und Co. geht, ausgenommen Aufkleber, wobei das nicht selten einfach nur Werbung ist und vereinzelte Tags. Weiterlesen

No Entry

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Nach der “Nachhilfe” in Sachen Richtig parken in Bornheim, erhalten Autofahrer in Frankfurt derzeit erneut einen Hinweis bezüglich der korrekten Nutzung ihres Fahrzeugs.

Schauplatz ist diesmal eine kleine Kreuzung im Nordend, an der ein eigentlich ganz gut sichtbares Verkehrsschild und alle in die selbe Richtung abgestellten Fahrzeuge offenbar nicht jedem autofahrenden Verkehrsteilnehmer Aufschluss darüber geben, in welcher Richtung man vor Ort seine Fahrt fortzusetzen hat. Und in welche nicht. Weiterlesen

Das Uhrtürmchen an der Friedberger Anlage in Frankfurt

Wie ich über einen Socal Media-Kanal der Stadt Frankfurt neulich in Erfahrung bringen konnte, wird das Uhrtürmchen, welches sich seit 1894 an der Kreuzung Sandweg/ Friedberger Anlage befindet, noch vor Ostern abgebaut und anschließend saniert. Wenn alles klappt, soll es im Herbst wieder aufgebaut werden.

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Angefragt hatte ich, weil ich neulich dort vorbeifuhr und es nicht danach aussah, als wäre diesbezüglich schon etwas geschehen. Hintergrund war der im vergangenen Jahr dazu durchgeführte Spendenaufruf, dessen Ergebnis ich jedoch nicht mitbekommen hatte. Weiterlesen

Ganz Frankfurt ist von Spekulanten besetzt… Ganz Frankfurt?

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“Ganz Frankfurt ist von den Spekulanten besetzt… Ganz Frankfurt? Nein!!!!!! Eine von unbeugsamen Mietern bevölkerte Straße hört nicht auf den Eindringlingen Widerstand zu leisten.” heißt es im 7. Teil der Protokollierung einer Vertreibung.

Die Nachbarschaftsinitiative NBO (NordendBornheimOstend) informiert am kommenden Samstag, 15. März 2014, auf der Berger Straße, Höhe Hausnummer 174, von 11.00 bis 15.00 Uhr zum Thema Entmietung und Mietervertreibung durch Luxussanierung. Weiterlesen

This is how they roll in Frankfurt

Als ich mir die kürzlich wiederbelebte Plattform Frankfurt gestalten- Bürger machen Stadt etwas genauer anschauen wollte, entdeckte ich auf Anhieb einen aktuellen Beitrag, der den Vorfall eines Radfahrers auf der Berger Straße schilderte. Ich fand diesen sehr interessant, weil er sowohl in der kurzen Schilderung der erlebten Situation, als auch in Teilen der Kommentare, die Attitüde vieler Radfahrer in Frankfurt, besonders aber in den Stadtteilen Nordend-Ost und -West, widerspiegelt.

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Ein Radfahrer berichtet über eine kürzlich erlittene “Abzocke” auf der Berger Straße. Auf dieser war er unterwegs und geriet in eine Polizeikontrolle. Bei der Berger Straße handelt es sich um eine Einbahnstraße und diese fuhr er hinauf, obwohl der Verkehr an dieser Stelle hinab führt. Das kostete ihn 20€. Nun, in die richtige Richtung zu fahren ist ein nicht ganz unwesentlicher Bestandteil in der Straßenverkehrsordnung, welche bekanntermaßen für alle Verkehrsteilnehmer, also auch Radfahrer, gilt. Es gibt in Frankfurt einige Straßen, bei denen die Einbahnstraßenregelung für Autos, nicht jedoch für Radfahrer gilt. In diesen Fall handelte es sich aber offenbar um einen Abschnitt, in dem diese Regelung nicht zutrfifft und somit gleichermaßen für Auto- und Radfahrer gilt. Von einer “Abzocke” kann hier also keinesfalls die Rede sein. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Verstoß, der einfach mal geahndet wurde. Weiterlesen

Video und Fotos zur AfE-Turm -Sprengung in Frankfurt vom 2.2.2014

Heute war es soweit, das ehemalige Uni-Hochhaus in Frankfurt, der AfE-Turm, wurde dem Erdboden gleichgemacht und gesprengt. Mit sehr vielen anderen Sonntags-Frühaustehern bin ich bis zur U-Bahn-Station Festhalle/Messe gefahren. Von dort aus lief ich eine, so eher ungeplante, kleinere Runde um die Sperrzone herum, um an die Senckenberganlage zu gelangen, von wo aus ich den finalen Akt kurz gefilmt habe.

Weitere Fotos und Videos aus der hiesigien Blogszene gibt es u.a. hier zu sehen:

Die Sprengung des Turms zu Frankfurt (beves welt) - Turmfall zu Frankfurt am Main (hexenkurier) - Sprengung AfE-Turm (Video) (flor76) - Elfenbeinturm (isi peazy)Goodbye AfE-Turm (cuio) - Elfenbeinturm. (kollektive offensive) - 3…, 2…, 1…, Booouuum… (hackentrick) - Der Turmfall zu Frankfurt (fragmentum)Das war… der AfE-Turm (fein am main)

Meine eigenen Fotos vom Davor, dem Drumherum und dem Danach:  Weiterlesen

“Frankfurt ist ein abschreckendes Beispiel”

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Screenshot © by Das Erste. Klick auf das Bild führt zum Video.

“Fehlender Wohnraum, steigende Mieten – wird Wohnen zum Luxus?” fragte Beckmann am Donnerstagabend (30.01.2014) in seiner Sendung im Ersten.

Erschwinglicher Wohnraum wird immer knapper, immer mehr Investoren drängen auf den Wohnungsmarkt und betrachten Immobilien ausschließlich als Geschäft. Verlierer sind hierbei besonders kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Senioren, die sich aufgrund von zahlreichen Luxussanierungen eine Bleibe in ihrem vertrauten Stadtviertel nicht mehr leisten können. Nach dem aktuellen Beispiel im hr-Fernsehen zu Dieter Wolf aus dem Frankfurter Nordend, war mit Ulrike Hegmann gestern Abend bei Beckmann ein weiteres Beispiel aus Frankfurt zu diesem Thema im Fernsehen. Die Rentnerin musste aufgrund explodierender Mietpreise in Frankfurt-Sachsenhausen nach über vier Jahrzehnten ihre Wohnung aufgeben und war daraufhin anderthalb Jahre auf Wohnungssuche. Weiterlesen

Änderung der Stadtteilgrenze zwischen Nordend-Ost und Bornheim

Vor einigen Jahren, es müsste 2007 oder 2008 gewesen sein, las ich der Frankfurter Rundschau einen kleinen Artikel zu “Ungereimtheiten” in Frankfurt am Main. Die Autorin des Textes erwähnte dort u.a., dass der Stadtteil Bornheim sich nicht über die gesamte Länge der Berger Straße erstreckt, obwohl sich dort eigentlich jeder in Bornheim wähnt. Mich eingeschlossen. Da ich genau dort aufgewachsen bin, fühlte ich mich seinerzeit dazu berufen, der FR eine E-Mail zu schreiben und darauf hinzuwiesen, dass sich da wohl ein Fehler eingeschlichen habe, pah! Nun ja, was soll ich sagen: In der darauffolgenden Korrespondenz wurde schnell klar, dass ich falsch lag.

Das ganze Leben lang bis dahin gedacht in Bornheim geboren und aufgewachsen zu sein und dann so etwas. Aber gut, wenn’s so ist, ist’s halt so, man lernt ja nie aus. Mit dieser, nun für mich neuen, Erkenntnis konfrontierte ich künftig alles und jeden, wenn das Thema irgendwie aufschlug, zum Beispiel wenn neue Geschäfte auf der Berger Straße eröffneten, welche sich meistens im unteren Abschnitt der Berger Straße, und somit im Stadtteil Nordend-Ost, befanden. Wahrscheinlich habe ich das bis heute noch nicht verkraftet, Bornheim ist mein Vietam. Und überhaupt, dieses “Nordend”, irgendwie ein Wort, dass es früher um mich herum überhaupt gar nicht zu geben schien, alles war Bornheim, die gesamte Berger Straße, der Sandweg, der Günthersburgpark… Klar, man kann auch mal falsch liegen, sich’s anders gedacht haben, Dinge ungeprüft übernehmen und sie als richtig voraussetzen, aber kurios ist ja, was für Kreise diese Bornheim-Nordend-Verwechslung gezogen hat, selbst heute noch ist das gang und gäbe.

Neuer Schwung in diesem Kuddelmuddel kam vor wenigen Wochen: Das Amstblatt Nr. 52 für Frankfurt am Main vom 24. Dezember 2013 verkündete eine Änderung der Stadtteilgrenze zwischen Nordend-Ost und Bornheim.  Weiterlesen

AfE-Turm-Sprengung bestätigt und live im hr-Fernsehen

Frankfurt lässt es krachen und verabschiedet sich am kommenden Sonntag vom 116 Meter hohen Wolkenkratzer im Stadtteil Westend, dem sogenannten AfE-Turm. Einst mit 60 Milionen DM erbaut, wird er am Morgen des 2. Februars 2014 mit einer Tonne Sprengstoff ein jähes Ende finden. Nachdem der Termin zur Sprengung des AfE-Turms bestätigt wurde, verkündete der Hessische Rundfunk, dass er dieses Ereignis, wie bereits zuvor vermutet, live übertragen wird. Die Sendung hierzu beginnt um 9:45 Uhr.

Direktlink, via imiola

Wer den AfE-Turm künftig nicht nur in Gedanken bei sich tragen möchte, sondern in echt, z.B. als Jutebeutel, der wird diesbezüglich bei Be Poet und Kerstin Lichtblau fündig. Wer “nur” an der Sprengung interessiert ist und diese vor Ort erleben möchte, findet in dieser Karte eine hervorragende Übersicht zu den möglichen Standorten zum Zuschauen. Fotos vom AfE-Turm, und zwar nicht nur Außenansichten, gibt es übrigens im Anfang Januar eigens dafür eingerichtetem AfE-Turm-Tumblr zu sehen.

Frankfurt darf nicht München werden

Ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt soll saniert werden. Die Kosten für die dortigen Wohnungen werden dann “angepasst”, wie so üblich für Frankfurt und besonders dem Stadtteil Nordend. Dieter Wolf, ein Bewohner des betroffenen Hauses, zeigt allerdings kein Interesse an Veränderungen seiner Wohnsituation, zumal er für vergleichbares Geld auch keine neue Wohnung finden wird, allenfalls im “feindlichen Ausland, in Offenbach”.

Direktlink, via hrfernsehen

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In Frankfurt geht’s den Hochhäusern wie den Leut’

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“Die sprengen das AfD-Gebäude in Frankfurt!”- “Whoat!?” – Das AfE-Gebäude, den Turm!”- “Ach so.” Am 2. Februar 2014 soll das Hochhaus an der Senckenberg-Anlage/ Robert-Mayer-Straße, besser bekannt als der AfE-Turm, das Zeitliche segnen. Im Gegensatz zum Henninger Turm soll dieser jedoch nicht Stück für Stück abgetragen und frankfurttypisch, Stichwort: “Altstadt”, ähnlich wieder aufgebaut werden, sondern durch eine Sprengung in sich zusammenstürzen. Dann ist’s vorbei, over and out.

Der Hessische Rundfunk wird diese Sprengung bestimmt live übertragen und das neugewonnene Filmmaterial irgendwann für Sendungen wie “Die 50 schönsten Sprengungen in Hessen “oder “Die 50 interessantesten Gebäude in Frankfurt Weiterlesen

Die Osthafenbrücke in Frankfurt bei Nacht

Am gestrigen Dienstag wurde in Frankfurt eine neue Brücke für den Verkehr freigegeben. Einst als “Mainbrücke Ost” ins Rennen gegangen, nun als “Osthafenbrücke” ins Ziel gekommen, verbindet die bereits vor über 100 Jahren angedachte Mainbrücke nun die Stadtteile Ostend und Sachsenhausen miteinander.

Auf den folgenden zwei Seiten sind 13 Fotos der neuen Osthafenbrücke in Frankfurt bei Nacht zu sehen.

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Zum Streik der Busfahrer in Frankfurt

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Am heutigen Dienstag, den 10. Dezember 2013, fand in Frankfurt ein Warnstreik der Busfahrer_innen statt. Weitere spontane Warnstreiks vor Weihnachten sind nach Angaben von traffIQ, der lokalen Nahverkehrsgesellschaft der Stadt Frankfurt am Main, nicht auszuschließen. Wer also auf den Transport mit dem Bus angewiesen ist, sollte sich dieser Tage vor Fahrtantritt um aktuelle Informationen bemühen, ansonsten wartet man möglicherweise ebenso vergeblich auf einen Bus, wie der Kandidat auf den beiden Fotos, den ich heute Abend angetroffen habe. Weiterlesen