Toilet Art: Rest Room Gallery – App für Kunst aus dem Scheißhaus

Tags in der Toilette bei der Frida

Soeben habe ich die App Toilet Art – Rest Room Gallery für 0,99€ gekauft. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es bei dieser ungewöhnlichen Bilder-App um Fotos aus Toiletten. Im Internet, wo bekanntermaßen Platz für alles ist, dürfte der eine oder andere bestimmt auch schon mal ein Foto mit einem Spruch, Dialog, Tag oder Sticker aus einer Toilette gesehen haben. Ich denke da z.B. an “The akward moment when “plop plop” next to you” oder “Staat Nation Kapital Scheiße! – Und dann aber aufregen, wenn die S-Bahn nicht kommt.”

Gib uns die Schaffrath wieder!!!

Ähnlich dem vielleicht noch aus der Vergangenheit bekannten Prinzip von “Hot or not” oder “Rate my poo” können diese Bilder bewertet werden, aber auch eigene, selbstgeschossene Fotos, können hochgeladen werden.

Danke Bitte Tschüß

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, anlässlich des Launchs von Toilet Art – Rest Room Gallery einige Exemplare mit Sprüchen und Malereien aus Frankfurt zusammenzustellen. Weiterlesen

Wer in Frankfurt das Sagen hat

Weder haben Rockerbanden hier alles im Griff, noch leiten irgendwelche Politiker die Geschicke dieser Stadt. Hier regiert auch nicht die SGE, und selbst die mausigsten Untergrundkämpfer an den Gleisen der U- und S-Bahn-Stationen dieser Stadt können nichts dagegen ausrichten, dass sich die Machtverhältnisse in Frankfurt verschoben haben. Manchmal braucht’s halt nur jemanden, der als Erster mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit geht: Frankfurt wird von Kaninchen regiert!

Frankfurt wird von Kanninchen regiert! - © www.stadtkindfrankfurt.de

Vergessen? Nachhilfe-Unterricht in Geschichte am EZB-Neubau

Der Zaun rund um die Baustelle des EZB-Neubaus im Frankfurter Ostend wird an einigen Abschnitten nicht nur als Absperrung genutzt. Bis vor Kurzem fanden vor Ort z.B. regelmäßig Graffiti-Malereien statt, und nur wenige Meter davon entfernt sind einige große Tafeln angebracht, die über das Geschehen an Ort und Stelle informieren: Angefangen bei der Vergangenheit mit der Großmarkthalle, bis hin zur baldigen Zukunft im umgestalteten Ostend, mit der Europäischen Zentralbank als neuen Nachbar.

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Neben den branchenüblichen Informationen, Fotografien und Grafiken, wurde hier auch die Geschichte des Ortes berücksichtigt. Diese wird mit einem Zeitstrahl dargestellt, welcher mit den Bauarbeiten zur Frankfurter Großmarkthalle im Jahr 1926 beginnt. Bedacht wurde auch die Zeit rund um den 2. Weltkrieg, in dem die teilweise Zerstörung der Halle durch Luftangriffe thematisiert wurde. Nicht erwähnt wird in diesem Zusammenhang, dass die Großmarkthalle nicht einfach nur ein Ziel der Alliierten war, sondern von 1941 bis 1945 auch als Sammelpunkt für die Deportation jüdischer Kinder, Frauen und Männer aus Frankfurt und der Umgebung genutzt wurde. Weiterlesen

Blogs im August 2014

  • Ein bißchen komisch ist das schon, was in letzter Zeit so alles von der FAZ kommt, wenn es um das Thema Internet geht. Erst sind die Onlinekommentare nicht recht und zuletzt präsentiert man großzügig eine Studie, die eine Schweigespirale und fehlende Meinungspluralität in den Sozialen Medien ausgemacht haben will. Dazwischen wurden dann mehr oder weniger alle Blogs über einen Kamm geschert. Mit dem zuletzt erwähnten Artikel befasst sich der folgende Blogpost. Sehr geehrte Frau Lühmann von der FAZ /kraftfuttermischwerk
  • Wo gibt es aussergewöhnliches Bier in Frankfurt? Welches Kiosk, welche Kneipe? Die Serie begann schon im April und ist mittlerweile beim 6. Teil angelangt: Bier in Frankfurt. /kein naturtalent
  • Werbung, Sponsored Posts, “Empfehlungen”, Datenschutz-Rumgeier, Fake-Fanzahlen, wirkungslose Werbemaßnahmen, begrenzte Reichweite, ein Stream dessen sichtbare Inhate man immer weniger selbst beeinflussen, die Aneinanderreihung von hingeklatschten Kommentaren, die schon lange nichts mehr mit einer klassischen Diskussionskultur zu tun haben und und und. Um das, worum es dort mal eigentlich mal ging, geht es doch schon lange nicht mehr. Danke für fast nichts, Facebook. /frau meike
  • Ich hab’s ja nicht so mit Serien, aber das hier interessiert mich dann doch schon sehr: Gotham. Die Heimatstadt Batmans! :) Bald im TV. Zumindest in den USA. Aber irgendwann ja dann auch mal hierzulande. /thatscene 

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Blogs im Juli 2014

kiezneurotiker – Jeder der mal halbwegs zentral gewohnt hat oder es aktuell noch tut, kennt sie: Die Brüllereinflugschneise.

progolog – Anlässlich der “30 Days till iceland”-Wochen hatte ich die Gelegenheit auch einen kleinen Artikel beisteueren zu dürfen. Meine Wahl fiel auf Hermigervill, den ich erst kurz zuvor im TV entdeckt hatte.

whudat – Album des Monats: UMSE – Kunst für sich (Full Album Stream…), Lieblingssong: “Abschalten”.

kollektive offensive – Schöne Street Art-Fotos gibt’s zu sehen in Reisezeit: Dresden.

schlecky silbersteinThe Hate Destroyer- Kurze Doku über einer Rentnerin, die in Berlin in Eigeninitiative Nazipropaganda entfernt.

topspot-ffmSpot auf Instagram – Der Ciytghostmacher hinterlässt seine Spuren jetzt auch beim populären Online-Bilderdienst.

blogrebellenBahngraffiti mal anders, nämlich auf dem Gleisfeld. Beautiful.

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Nulltarif

nulltarif

Im Nordend-Ost, an der Ecke Höhenstraße/ Berger Straße, fehlt seit einigen Wochen eine Plakatwand, von der sonst die Konsumwelt mit ihren Produkten und Dienstleistungen frohlockt. Ähnlich wie zuletzt im Bahnhofsviertel, als eine alte Fassade von Bauarbeitern freigelegt wurde und der alte Fischer-Stube-Schriftzug zum Vorschein kam, gibt es offenbar auch hier noch Spuren der jüngeren Vergangenheit Frankfurts zu entdecken.

Das Fundstück datiert voraussichtlich aus einer Zeit, als in Frankfurt die Sprühdosen in der Öffentlichkeit noch bevorzugt für Protestbekundungen und politische Botschaften zum Einsatz kamen und die Menschen ihre Forderungen, auch mit Nachdruck, klar auf den Straßen kundgetan haben. In diesem Fall richtete sich die Forderung “Nulltarif” an dem 1974 gegründeten FVV (Frankfurter Verkehrsverbund), Vorläufer des heutigen RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund), der mit seiner Umgestaltung des Tarifsystems die Preise deutlich erhöhte und somit einige Proteste nach sich zog. Weiterlesen

Frankfurt bei Nacht, Blick aus der ISS

Fotos von Frankfurt gibt es wie Sand am Meer, auch aus erhöhter Position, wie z.B. aus einem Hochhaus oder Flugzeug heraus fotografiert. Bei Aufnahmen aus dem Weltall dürfte die Auswahl allerdings etwas überschaubarer ausfallen. Die nachfolgende Aufnahme entstand an Bord der ISS, der internationalen Raumstation, die im Durchschnitt 400km über der Erde ihre Kreise zieht.

Frankfurt bei Nacht - ISS030-E-217472 - Image courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center

ISS030-E-217472 (http://eol.jsc.nasa.gov) – Image courtesy of the Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center, via nochsoeiner.

Meine 5 Cent für die Gauchos

Fussball ist ja immer so eine Sache. Bestenfalls ist es einfach nur Sport. In meinem Fall ist es die Sportart, der ich am meisten abgewinnen kann, denn ich verfolge Fussball nicht nur zu großen Ereignissen wie Europa- und Weltmeisterschaft, Champions- und Europa League oder 1. und 2. Bundesliga, sondern interessiere mich auch für die unteren Spielklassen hierzulande (z.B. 3. Liga und Regionalligen) und sehe mir des Öfteren sogar Spiele der Stadtteilvereine an. Ich mache das, weil ich Fussball mag, Fussball als Spiel, das steht bei mir an erster Stelle. Nicht die Farben des Teams, nicht die Fans, nicht die Stadt, nicht das Land und auch nicht die Nation.

In Eintracht Frankfurt habe ich meinen Lieblingsverein, wo ich auch eine Mitgliedschaft innehabe, im Stadion hat man mich in den vergangenen Jahren aber dennoch eher selten gesehen, auch weil der Online-Ticketkauf zu bestimmten Zeitpunkten einfach überlastet war, aber nicht nur deswegen. Ich wollte damit nur sagen, dass es sonst durchaus einige Besuche mehr hätten sein können. Umso öfter war ich beim FSV, mit dem ich ebenfalls schon von Kind auf sympathisiere. Dessen Stadion habe ich quasi vor der Hautür und kann somit eigentlich immer ohne große Anstrengung ein Heimspiel besuchen: Kein S-Bahn-Gedöns, keine Menschenmassen, dazu noch für Profifussball recht günstige Eintrittspreise und Getränke könnten bei Bedarf 1. pfandfrei und 2. mit Geld, statt stadioneigener Bezahlkarte, erworben werben. Früher gab es sogar Binding Bier.

Natürlich fehlt es beim FSV im Vergleich zu den Spielen der Eintracht an dem, was man hinlänglich als Stimmung bezeichnet. Eine solche Stimmung ist zwar schön, und bei der Eintracht zuweilen auch grandios, ist für mich aber allenfalls das i-Tüpfelchen, keinesfalls ein Muss, denn wie ich bereits eingangs erwähnte, schaue ich mir auch unterklassiges Gekicke an. Und das nicht etwa, weil ich da irgendwen kenne, der jemanden kennt, dessen Sohn da spielt oder so, sondern weil ich ein Fussballspiel sehen möchte. Und das funktioniert ganz hervorragend auch nur mit 50 statt 50.000 Zuschauern. Wenn ich den Fernseher einschalte und irgendwo ein Spiel läuft, und sei es Sackratting gegen Hintertupfing, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es ich es allen anderen Sendungen die zur selben Zeit ausgestrahlt werden, vorziehe.

Und so habe ich auch versucht, möglichst viel von den Spielen der Weltmeisterschaft in Brasilien mitzubekommen, an dessen Ende mit der DFB-Auswahl ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger hervorging, zumal es ähnlich “starke” Teams gab, aber eben auch keine besseren, um es mal frei nach Mourinho zu formulieren. Weiterlesen

KULTURSTÄDTERANKING 2014 – Die 30 größten Städte Deutschlands im Vergleich

kulturhohlheit

Das HWWI (Hamburgisches Welt Wirtschafts Institut) hat im Auftrag der Privatbank Berenberg die 30 größten Städte Deutschlands im Hinblick auf ihr Kulturleben untersucht.

Der 41 Seiten starke Bericht zum Kulturstädteranking 2014 ist sehr übersichtlich gestaltet. Im Mittelpunkt stehen die Themen Kulturproduktion und Kulturrezeption, zu denen es jeweils zahlreiche Rankings gibt, wie z.B. zu öffentlichen Kulturausgaben in Euro je Einwohner, laufenden Ausgaben für Bibliotheken, Theater-, Opern-, Musical- und Kinositzplätze je 1.000 Einwohner, Museumsbesuche je Einwohner, Künstlerdichte (Künstler je 1.000 Einwohner), aktive Bibliotheksnutzer, Umsätze der Kulturwirtschaft je Einwohner in Euro, Anzahl der Auktionshäuser, Galerien und Museen u.v.m. Weiterlesen

Blogs im Juni 2014

Straßenbar-Projekt in Offenbach: An Sperrmüllplätzen werden, aus dort gefundenen Elementen, Bars gebaut. An unterschiedlichen Tagen entstehen so an verschiedenen Ecken der Stadt Bars, die am Tag des Aufbaus auf Facebook bekannt gegeben werden. (on | off)

Oscar, Kezdy und Denk. Drei Namen, ein Wholetrain. Sieht man hier in der Gegend, in diesem Fall in Offenbach, ja auch nicht alle Tage. BÄM! (kollektive offensive)

Die YOU FM- Clubnight wurde abgesetzt. Schon als das Format nicht mehr “hr3 Clubnight” hieß und vom ursprünglichen DJ-Team nicht mehr viel übrig blieb, hatte sich die Sendung für mich erledigt. Es bleiben die Erinnerungen an Abenden vor dem Tapedeck. (toxic family)

Abgegeben wurde vor einigen Wochen das Manuskript zum Buch “Frankfurter Wegsehenswürdigkeiten”, für das eine sehr illustre Autorenrunde zusammengekommen ist. Man darf gespannt sein. (geyst)

Mayer Hawthorne macht nicht nur selber allerfeinste Musik, sondern kann auch das mit dem Auflegen. Mayer Hawthorne’s Live at the Pool Party ist das bisher beste (House-Funk-Boogie-Sommer-)DJ-Set des Jahres! (progolog)

Portrait: Bookster. Jede Woche werden literaturaffine Frankfurter (“Buchmenschen”) vorgestellt, u.a. mit dabei ist auch Ekki Helbig vom Comicladen T3. (isi peazy)

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