5 Cent für die Gauchos

Fussball ist ja immer so eine Sache. Bestenfalls ist es einfach nur Sport. In meinem Fall ist es die Sportart, der ich am meisten abgewinnen kann, denn ich verfolge Fussball nicht nur zu großen Ereignissen wie Europa- und Weltmeisterschaft, Champions- und Europa League oder 1. und 2. Bundesliga, sondern interessiere mich auch für die unteren Spielklassen hierzulande (z.B. 3. Liga und Regionalligen) und sehe mir des Öfteren sogar Spiele der Stadtteilvereine an. Ich mache das, weil ich Fussball mag, Fussball als Spiel, das steht bei mir an erster Stelle. Nicht die Farben des Teams, nicht die Fans, nicht die Stadt, nicht das Land und auch nicht die Nation.

In Eintracht Frankfurt habe ich meinen Lieblingsverein, wo ich auch eine Mitgliedschaft innehabe, im Stadion hat man mich in den vergangenen Jahren aber dennoch eher selten gesehen, auch weil der Online-Ticketkauf zu bestimmten Zeitpunkten einfach überlastet war, aber nicht nur deswegen. Ich wollte damit nur sagen, dass es sonst durchaus einige Besuche mehr hätten sein können. Umso öfter war ich beim FSV, mit dem ich ebenfalls schon von Kind auf sympathisiere. Dessen Stadion habe ich quasi vor der Hautür und kann somit eigentlich immer ohne große Anstrengung ein Heimspiel besuchen: Kein S-Bahn-Gedöns, keine Menschenmassen, dazu noch für Profifussball recht günstige Eintrittspreise und Getränke könnten bei Bedarf 1. pfandfrei und 2. mit Geld, statt stadioneigener Bezahlkarte, erworben werben. Früher gab es sogar Binding Bier.

Natürlich fehlt es beim FSV im Vergleich zu den Spielen der Eintracht an dem, was man hinlänglich als Stimmung bezeichnet. Eine solche Stimmung ist zwar schön, und bei der Eintracht zuweilen auch grandios, ist für mich aber allenfalls das i-Tüpfelchen, keinesfalls ein Muss, denn wie ich bereits eingangs erwähnte, schaue ich mir auch unterklassiges Gekicke an. Und das nicht etwa, weil ich da irgendwen kenne, der jemanden kennt, dessen Sohn da spielt oder so, sondern weil ich ein Fussballspiel sehen möchte. Und das funktioniert ganz hervorragend auch nur mit 50 statt 50.000 Zuschauern. Wenn ich den Fernseher einschalte und irgendwo ein Spiel läuft, und sei es Sackratting gegen Hintertupfing, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es ich es allen anderen Sendungen die zur selben Zeit ausgestrahlt werden, vorziehe.

Und so habe ich auch versucht, möglichst viel von den Spielen der Weltmeisterschaft in Brasilien mitzubekommen, an dessen Ende mit der DFB-Auswahl ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger hervorging, zumal es ähnlich “starke” Teams gab, aber eben auch keine besseren, um es mal frei nach Mourinho zu formulieren. Weiterlesen

KULTURSTÄDTERANKING 2014 – Die 30 größten Städte Deutschlands im Vergleich

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Das HWWI (Hamburgisches Welt Wirtschafts Institut) hat im Auftrag der Privatbank Berenberg die 30 größten Städte Deutschlands im Hinblick auf ihr Kulturleben untersucht.

Der 41 Seiten starke Bericht zum Kulturstädteranking 2014 ist sehr übersichtlich gestaltet. Im Mittelpunkt stehen die Themen Kulturproduktion und Kulturrezeption, zu denen es jeweils zahlreiche Rankings gibt, wie z.B. zu öffentlichen Kulturausgaben in Euro je Einwohner, laufenden Ausgaben für Bibliotheken, Theater-, Opern-, Musical- und Kinositzplätze je 1.000 Einwohner, Museumsbesuche je Einwohner, Künstlerdichte (Künstler je 1.000 Einwohner), aktive Bibliotheksnutzer, Umsätze der Kulturwirtschaft je Einwohner in Euro, Anzahl der Auktionshäuser, Galerien und Museen u.v.m. Weiterlesen

Blogs im Juni 2014

Straßenbar-Projekt in Offenbach: An Sperrmüllplätzen werden, aus dort gefundenen Elementen, Bars gebaut. An unterschiedlichen Tagen entstehen so an verschiedenen Ecken der Stadt Bars, die am Tag des Aufbaus auf Facebook bekannt gegeben werden. (on | off)

Oscar, Kezdy und Denk. Drei Namen, ein Wholetrain. Sieht man hier in der Gegend, in diesem Fall in Offenbach, ja auch nicht alle Tage. BÄM! (kollektive offensive)

Die YOU FM- Clubnight wurde abgesetzt. Schon als das Format nicht mehr “hr3 Clubnight” hieß und vom ursprünglichen DJ-Team nicht mehr viel übrig blieb, hatte sich die Sendung für mich erledigt. Es bleiben die Erinnerungen an Abenden vor dem Tapedeck. (toxic family)

Abgegeben wurde vor einigen Wochen das Manuskript zum Buch “Frankfurter Wegsehenswürdigkeiten”, für das eine sehr illustre Autorenrunde zusammengekommen ist. Man darf gespannt sein. (geyst)

Mayer Hawthorne macht nicht nur selber allerfeinste Musik, sondern kann auch das mit dem Auflegen. Mayer Hawthorne’s Live at the Pool Party ist das bisher beste (House-Funk-Boogie-Sommer-)DJ-Set des Jahres! (progolog)

Portrait: Bookster. Jede Woche werden literaturaffine Frankfurter (“Buchmenschen”) vorgestellt, u.a. mit dabei ist auch Ekki Helbig vom Comicladen T3. (isi peazy)

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Put your flags up in the sky

Am 12. Juni 2014 beginnt in Brasilien die Fußballweltmeisterschaft der Herren. Teilnehmen werden die Mannschaften aus Brasilien, Deutschland, Kroatien, Portugal und Spanien. Und sonst niemand. Das ist jedenfalls der Eindruck den man gewinnen kann, wenn man in den Stadtteilen Bornheim, Nordend, Ostend und der Innenstadt mal so schaut, was bis einen Tag vor Beginn des Turniers an Fahnen zu entdecken ist: Dieses Jahr erstaunlich wenig. In der Vielfalt, aber auch in der Quantität. Selbst wenn man gastronomische Betriebe und ihre landesspezifische Beflaggung hinzunehmen würde, wäre es stand heute nur unwesentlich mehr.

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Colours of Resilience – Street Art Projekt von HERAKUT in Frankfurt

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Bei der Agency for Technical Cooperation and Development (ACTED) handelt es sich um eine sogenannte Non Governmental Organisation (NGO), die vor etwa zwanzig Jahren gegründet wurde und in Krisen- und Entwicklungsländern Nothilfe-, Wiederaufbau- und Entwicklungsprogramme umsetzt. Zusammen mit einer weiteren NGO, der Awareness and Prevention Through Art (aptART), hat man zuletzt in Syrien und Nord-Jordanien ein Projekt mit dem Street Art-Duo Herakut realisieren können.

“Wenn es je Sinn gemacht hat, seine Kraft und Zeit in das Gestalten eines öffentlichen Raums zu investieren, dann dort im Lager für Menschen und auch gemeinsam mit Menschen [...] Sie an kreatives Denken zu erinnern, war die Aufgabe des Projekts [...] ” (Jasmin Siddiqui/ Herakut)

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Blogs im Mai 2014

  • Kollektive Offensive: Zufalls-Trainspotting Frankfurt. Fotos von Graffiti auf Zügen die durch Frankfurt rollen. Und die Kommentare zum Artikel sind auch klasse.

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Friedberger Markt – Du machst es möglich

friedberger-markt-luisenplatz-frankfurt-immer-freitags-2Alle Jahre wieder kommt die Zeit, an dem der Friedberger Markt im Frankfurter Nordend für Schlagzeilen auf lokaler Ebene sorgt. Die Themen sind immer dieselben und den Besucherinnen und Besuchern des Marktes geschuldet: Diese sind zu laut, hinterlassen viel zu viel Müll, pullern in der Gegend herum und das alles auch noch bis rund um Mitternacht. Der Ärger der Anwohnerinnen und Anwohner diesbezüglich ist somit durchaus nachvollziehbar, auch wenn ich den Eindruck habe, dass man sich heutzutage recht schnell über “Umstände” mokiert.

Wenn man beachtet, welche Zugeständnisse das freitägliche Treiben bereits erfahren hat- mehr Toiletten, mehr Mülleimer, Happy Hour der umliegenden Gastronomen und eine noch am selben Abend aktiv werdende Müllabfuhr- dann darf man sich durchaus ein wenig wundern, dass sich all diese Probleme noch immer nicht final klären ließen. Weiterlesen

Wenn die Ökos mit der Fraport am Frankfurter Garten gemeinsame Sache machen

Schadstoffemissionen, aber auch Fluglärm oder Flächenversiegelungen sind Beispiele für die ökologischen Auswirkungen des Luftverkehrs. Die Notgemeinschaft der Flughafenanlieger in Hamburg spricht vom Klimakiller Flugzeuge, das Greenpeace Magazin verweist darauf, dass eine einzige Flugreise nach New York die Erdatmosphäre so stark belastet wie ein Jahr Autofahren. Die Schattenseiten des Flugverkehrs dürften heutzutage aber schon hinlänglich bekannt sein, besonders die Bewohner von Großstädten mit einem Flughafen, so wie z.B. in Frankfurt, wo die Fraport einen der weltweit bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze betreibt, bekommen in den (regionalen) Nachrichten diesbezüglich bestimmt des Öfteren etwas aufgetischt.

Die Fraport kennt man in der Rhein-Main-Region als großen Arbeitgeber, aber auch als Sponsor im Sport. Weniger bekannt hingegen ist deren 1997 ins Leben gerufener Umweltfonds, zumindest bin ich bis dato noch nie über einen Bericht gestolpert, der das zum Thema hatte. Wie der Name es bereits vermuten lässt, geht es um Natur- und Umweltschutz und um die Unterstützung von Projekten zu Klimawandel und Klimaschutz. In Bezug auf die eingangs erwähnten negativen Auswirkungen des Luftverkehrs könnte man dieses Engagement auch als Greenwashing interpretieren.  Weiterlesen

Alternative Twitter-Karte zu #meinfrankfurt

Im Mai wird auf Twitter mit dem Hashtag #meinfrankfurt ein digitales Stadtporträt der Stadt Frankfurt am Main gezeichnet. Hierzu hat Twitter vor wenigen Tagen auch eine interaktive Karte mit einer Auswahl von Twitter-Accounts rund um Frankfurt veröffentlicht. “Rund um Frankfurt”, und nicht etwa “aus Frankfurt” vermutlich deswegen, damit noch die Medienpartner der Stadt, so die eigentlich korrekte Bezeichnung von “Frankfurter Medien”, Hit Radio FFH (Bad Vilbel) und Rhein Main TV (Mörfelden-Walldorf), berücksichtigt werden konnten, denn das sind die einzigen beiden Twitter-Accounts, die nicht in Frankfurt ansässig sind und dort aufgeführt wurden.

Sowohl die SPD, als auch den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann, sucht man in dieser Karte vergebens. Grund: Sie sind auf Twitter nicht vertreten. Im Falle des Oberbürgermeisters mag man das ja noch akzeptieren, immerhin turnt mit Olaf Cunitz von der Körner-FDP wenigstens noch der Bürgermeister der Stadt auf Twitter herum, aber dass die SPD Frankfurt keinen Twitter-Account hat, ist schon etwas seltsam. Generell ist die Auswahl dieser Frankfurter-Twitter-Karte ziemlich amtlich geraten: Stadt, Polizei, Feuerwehr, Museen usw. Weiterlesen

Let’s tackle Apple – Kundgebung und Belagerung des Apple Store in Frankfurt angekündigt

no-more-islave-frankfurt-apple-store-protestIm Rahmen der europaweiten Blockupy-Aktionstage “May of solidarity” steht u.a. auch der Apple-Konzern im Mittelpunkt, da dessen Erfolg bekanntermaßen nicht nur auf Design, Marketing und Qualität beruht. Die derzeit wertvollste Marke der Welt profitiert hierbei auch von den wiederholt in den Schlagzeilen geratenen Produktionsbedingungen in Asien.

Als DIE Marke schlechthin steht Apple nur stellvertretend im Fokus der geplanten Aktionen, denn andere in der Branche stehen diesbezüglich in nichts nach, zumal der taiwanesische Zulieferer-Riese Foxconn nicht nur für Apple produziert.

Unter dem Motto “Let’s tackle Apple” sind für den 16. und 17.Mai 2014 spontane Go-ins und Belagerungen der Apple Stores in Posen, Warschau, Rom, Bologna, Düsseldorf und Frankfurt gepant. Weiterlesen