DJ-Set von Ata & Baris K im Robert Johnson

Am letzten Wochenende des Juni 2014 feierte eine der Top-Adressen der europäischen Clublandschaft, das Robert Johnson in Offenbach, seinen 15. Geburtstag. Zwei Wochen zuvor fand der Event “Lifesaver Saturday” statt, der u.a. von Ata und Baris K bespielt wurde. Ein zweistündiger Mitschnitt des gleichermaßen interessanten und sehr abwechslungsreichen b2b-Sets der beiden ist nun online und kann bei RBMA Radio angehört werden.

PRESS PLAY um auf die Website mit dem Set zu gelangen

Roman Flügel – Happiness is happening

Vor fast drei Wochen freute ich mich riesig über die Ankündigung von Happiness is happening, dem neuen Album von Roman Flügel. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums unter Verwendung seines bürgerlichen Namens ist für den 1. September 2014 vorgesehen und erscheint auf Dial. Etwas irritiert war ich jedoch, dass sich zu dieser Ankündigung nirgendwo ein musikalischer Schnipsel ausfindig machen ließ.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn ganz aktuell wurde mit “Parade” auf dem YouTube-Channel von Boiler Room ein erster Track aus dem neuen Album des gebürtigen Darmstädters veröffentlicht. Was soll ich sagen? Die Schatulle mit den feinsten was die elektronischen Tanzmusik zu bieten hat enttäuscht auch dieses Mal nicht und liefert Synthie-Spielereien, fiese Claps und einen an Kraftwerk-Instrumentals-in-leicht-gepitcht erinnernden Sound. Bömbchen! Macht definitiv Lust auf mehr.

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Cocoon Compilation N

Am 8. September 2014 erscheint eine neue Compilation aus dem Hause Cocoon. Mit Cocoon Compilation N serviert man dann schon zum 14. Mal eine Zusammenstellung, die sowohl auf etablierte Künstler, als auch auf vielversprechende Talente setzt.

Nach mehrmaligem Durchhören der Snippets erscheint mir der auf Vinyl und CD erhältliche Release dieses Mal nicht ganz so steil nach vorne zu gehen, was der Qualität der Tracks aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil, ich würde fast behaupten, dass die Cocoon Compilation N richtig groß ist und demnächst wohl mal wieder ein Vinylkauf bei mir ansteht.

Direktlink, via cocoon

Sven Väth im Interview mit Ryan Keeling von Resident Advisor

Sven Väth erzählt 80 Minuten lang von seinen Zeiten im Dorian Gray, dem Omen, seinem Unternehmen Cocoon, von seiner Liebe zu Ibiza, seinen Auszeiten in Indien, über all die Veränderungen der Nacht- und Tanzunterhaltungsindustrie, seinem Dasein als Popstar (als Off) und der exponierten Stellung Frankfurts zu den Hochzeiten der Technohouse-Ära. Eines dieser Interviews denen man anmerkt, dass da einer nicht nur was erzählt, sondern was zu sagen hat.

Über das Omen (1):  “The first days, they were so new and fresh, this was for me so special, that the people were all so hungry, really hungry for it, to just dive into the sound and dance the night away and go just mental and crazy on the music.” Weiterlesen

Chromeo – White women

Am Montag erscheint “White Women“, das neue Album von Chromeo. Mit “Jealous (I ain’t with it)” wurde vor etwa zwei Monaten bereits der vierte Song aus diesem Album veröffentlicht. Los ging’s seinerzeit mit “Over your shoulder”, gefolgt von “Sexy Socialite” und “Come alive”. Mit ihrem Mix aus Electro, Disco und Funk, und entsprechenden Spät-1970er-/Anfang 1980er-Jahre-Einschlag in ihrer Musik, begeistern sie mich seit nunmehr schon zehn Jahren und ich bin davon überzeugt, das sich neben den bisherigen Releases, noch einige weitere Perlen auf dem neuen Album befinden werden.

Aufgrund des Hypes rund um das letzte Daft Punk-Album, weil es mehr funky als technoid daherkam, obwohl ähnliche Tracks bereits beim zweiten Studioalbum zu hören waren, könnte man auf die Idee kommen, P(h)arallelen ziehen zu wollen, besonders wenn man Chromeo bisher noch nicht so auf dem Schirm hatte. Wo Daft Punk jedoch eher dem abendlichen Glitzer’n’Glam-Party-Veranstaltungen von Museeen entsprechen, sind Chromeo der Betrieb zu den regulären Öffnungzeiten, ohne all das aufgepimpte Schi-Schi, der um die Extraportion Aufmerksamkeit buhlt, sondern um seine Klasse weiß und entdeckt werden möchte, anstatt sich aufzudrängen.

Chromeo im Internet: WebsiteTwitterTumblrYouTubeInstagramFacebook

Anthony Rother – Netzwerk der Zukunft

Der gebürtige Frankfurter Anthony Rother hat vor wenigen Tagen mit “Netzwerk der Zukunft” sein neues Album veröffentlicht. Mit seinem klaren, druckvollen und präzisen Elektro-Sound knüpft der Datapunk nahtlos an seine Longplayer “Simulationszeitalter” (2000) und “Hacker” (2002) an.

Während man klanglich vertraute Kost serviert bekommt, wird vertrieblich ein heutzutage eher unüblicher Weg eingeschlagen. Die Schallplatte, so der weniger hippe Terminus für Vinyl, wird derzeit noch produziert, den Digital Download gibt’s nur über die Labelseite von Psi49Net und die CD ist ausschließlich bei Amazon erhältlich. Die üblichen Anlaufstellen des stationären Handels sind ausgeschlossen, Audiostreamingdienste im Internet ebenfalls. Gar nicht mal so blöd.

Musikalisch hält das neue Album insgesamt zehn neue Songs bereit und für die Bassmembranen der heimischen Soundsysteme bricht ein 65-minütiger Überlebenskampf an. Snippets zu allen zehn Songs von “Netzwerk der Zukunft” gibt’s auf Soundcloud.

Soundwall Podcast #200: Sven Väth

Von seinem März-Gig am Metro Theatre in Syndey stammt der 90-minütige Mitschnitt von Sven Väth, der auf diesem Bild ein wenig an Peter Lustig erinnert (die Älteren unter Euch werden sich erinnern) und nun als exklusiver Podcast Nr. 200 vom Soundwall Mag veröffentlicht wurde. Ab geht’s! Und wie…

Soundwall Podcast #200: Sven Väth by Soundwall Mag on Mixcloud

 

Tracks, Mixes & Podcasts aus Frankfurt am Main 04/2014

Mit “Four tracks full of luscious bass-caramel, beach-warm synths and chords and melodies sweet as no honey could possibly taste” wird die EP “Phantom” aus dem Hause “Live at Robert Johnson” angeteasert. Kann man so stehen lassen. Dauert allerdings wohl noch bis Juni, bis die Scheibe von San Laurentino zu haben ist.

“Codein” könnte das meistbenutzte Wort im zehn Songs umfassenden Altgold & Schwarz-Release von Frankie sein. Textlich dominiert das Universum aus Rausch, Liebe und Musik, dazu coole Sounds, interessante Arrangements von Beats (mit vielen Breaks) und ziemlich coole Samples. Hab etwas Zeit gebraucht um “reinzukommen”, aber hier: Gefällt!

Ja gut, ich hab gegoogelt was für ein Event wohl dieses “Home II” ist oder war, nach dem dieser Mix benannt wurde.. *rausper* Nun ja, geiles Teil, wie eigentlich immer und alles wo Roman Flügel dran beteiligt ist, der Mann ist ja sowieso sein eigenes Genre.

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Neues Album am 23.04.2014: Hardfloor – The Art of Acid

Circa vier Jahre nach ihrem letzten Album veröffentlichen Oliver Bondzio und Ramon Zenker, besser bekannt als Hardfloor, am 23. April 2014 ein neues Album. Titel ist  “The Art of Acid“, welches auf dem eigenen und gleichnamigen Label erscheinen wird.

Vor einigen Monaten wurden bereits die ersten Hörproben aus dem kommenden Werk veröffentlicht, bei dem es auch wieder an allen Ecken und Enden schön zwitschert. Gemessen anhand der knapp 17 Minuten die auf Soundcloud zu hören sind, geht es ähnlich brachial und fulminant zu wie damals™, in den 1990er-Jahren, als die Herrschaften u.a. bei Sven Väths Label Harthouse unterwegs waren. Wenn Acid gut ist, dann bei Hardfloor. Gestern, heute und vermutlich auch morgen noch.

Direktlink, via Hardfloor

P.S.: Auf ihrer Facebookseite haben die Hardfloor-Macher angekündigt, dass es in naher Zukunft auch “a couple of Acid-Podcasts from us” geben wird. <3

PCP live beim Terror Temple in der Frankfurter Festhalle 1994

Wie Techno halt so vor 20 Jahren in Frankfurt abging <3

Direktlink, via Communiqations

In Zeiten von Facebook-Selbstpromotion und Laptop-”DJs” dürfte sich manch ein jüngerer Anhänger elektronischer Musik fragen, wtf das denn bitte schön damals war, aber die Antwort ist easy: Die erste Techno-Generation. Bedeutet: Während es heutzutage wohl mehrheitlich darum geht, zu den immer selben Tracks der selben Labels möglichst lässig und unangestrengt zu wirken, ab und zu mal die Nase über das Notebook rauszustrecken, mal mit dem Oberkörper mitzuwippen und darauf zu achten, dass der Bart sitzt und der Scheitel oder’s Wollmützchen nicht verrutscht, war damals alles fresh und es gab keine Sound- und Style-Vorbilder zum Nachäffen. Dafür gab’s mit Masken und WingTsun voll auf die zwölf! (-: