Frankfurt-Konzert von Kraftwerk, 1974

Die Sendung „The Artist’s Corner”, beschäftigt sich mit Frühwerk der Düsseldorfer Band Kraftwerk. Es geht um ein Radiokonzert beim Hessischen Rundfunk, welches vor 40 Jahren, am 25. Januar 1974, im Sendesaal am Dornbusch stattfand. Das Motto der damaligen Veranstaltung, an denen neben Kraftwerk auch noch Moondog und Intermodulation spielten, lautete „Pop und Avantgarde“.

Zum damaligen Zeitpunkt bestand die Formation von Kraftwerk aus Ralf Hütter, Florian Schneider, Wolfgang Flur und Klaus Röder. Letzterer verließ die Band nach den Aufnahmen für das Album „Autobahn”, welches im November desselben Jahres erschien, und wurde durch Karl Bartos ersetzt. Durch die Sendung führt der Musiker, Journalist und Labelbetreiber Volker Zander.

Playlist: (Klick for play) 1. Moderation – 2. Klingklang – 3. Ruckzuck – 4. Moderation – 5. Atem – 6. Tongebirge – 7. Tanzmusik – 8. Moderation – 9. Kohoutek-Kometenmelodie I & II

Elektronische Musik at its best: Roman Flügel – “Happiness is happening”

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Am 1. September 2014 erschien auf Dial Records das neue Album von Roman Flügel, welches seinem Titel “Happiness is happening” alle Ehre macht. Hier hat man es nicht nur mit einem weiteren hochkarätigen Album eines Roman Flügels zu tun oder etwa einem Top-Release in Sachen elektronischer Musik, der sich am Ende des Jahres in allen entsprechenden Charts auf Platz 1 wiederfinden müsste. Nein, es ist mehr, denn in solchen Jahrescharts dürfte “Happiness is happening” eigentlich nur außer Konkurrenz aufgeführt werden, spielt sein neuer Longplayer doch in einer eigenen Liga.

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Das 10 Tracks umfassende Werk von Roman Flügel entlarvt alle anderen, eben noch gehypten und morgen schon wieder vergessenen Namen, als medial künstlich aufbauschte Trittbrettfahrer mit willigem Anhang, der blind, bzw. in diesem Fall taub, einfach alles annimmt, was ihm die üblichen Kanäle als “jetzt angesagt” verkaufen und legt gegenüber seinem vorherigen, ebenfalls schon recht imposanten “Fatty Folders”-Album aus dem Jahr 2011 noch eine Schippe drauf. Weiterlesen

Marko Fürstenberg – Ghosts from the past

Mit “Ghosts from the past” erschien am 1. September 2014 das neue Album von Marko Fürstenberg. Das 13 Tracks umfassende neue Werk des Leipzigers ist irgendwo zwischen Deep Tech House und Dub Techno verortet und wartet daher mit einer für diesen Musikstil typischen, sehr homogenen Soundkulisse auf: Softe, aber druckvolle Kick Drums, Large Room-, Hall Reverb- und Echo-Effekte und “ein Feuerwerk der Chords”.

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Mein Favorit auf dem zweiten Album von Marko Fürstenberg ist jedoch der Track “Itayah”, steuert dieser im Gegensatz zu eigentlich allen anderen Songs einen richtigen Höhepunkt an und lässt dabei sogar die älteren Tracks von D. Diggler, meine bisherigen Favoriten in dieser Soundklasse, weit hinter sich.

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DJ-Set von Ata & Baris K im Robert Johnson

Am letzten Wochenende des Juni 2014 feierte eine der Top-Adressen der europäischen Clublandschaft, das Robert Johnson in Offenbach, seinen 15. Geburtstag. Zwei Wochen zuvor fand der Event “Lifesaver Saturday” statt, der u.a. von Ata und Baris K bespielt wurde. Ein zweistündiger Mitschnitt des gleichermaßen interessanten und sehr abwechslungsreichen b2b-Sets der beiden ist nun online und kann bei RBMA Radio angehört werden.

PRESS PLAY um auf die Website mit dem Set zu gelangen

Roman Flügel – Happiness is happening

Vor fast drei Wochen freute ich mich riesig über die Ankündigung von Happiness is happening, dem neuen Album von Roman Flügel. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums unter Verwendung seines bürgerlichen Namens ist für den 1. September 2014 vorgesehen und erscheint auf Dial. Etwas irritiert war ich jedoch, dass sich zu dieser Ankündigung nirgendwo ein musikalischer Schnipsel ausfindig machen ließ.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn ganz aktuell wurde mit “Parade” auf dem YouTube-Channel von Boiler Room ein erster Track aus dem neuen Album des gebürtigen Darmstädters veröffentlicht. Was soll ich sagen? Die Schatulle mit den feinsten was die elektronischen Tanzmusik zu bieten hat enttäuscht auch dieses Mal nicht und liefert Synthie-Spielereien, fiese Claps und einen an Kraftwerk-Instrumentals-in-leicht-gepitcht erinnernden Sound. Bömbchen! Macht definitiv Lust auf mehr.

Direktlink, via KOMPAKT.fm

Cocoon Compilation N

Am 8. September 2014 erscheint eine neue Compilation aus dem Hause Cocoon. Mit Cocoon Compilation N serviert man dann schon zum 14. Mal eine Zusammenstellung, die sowohl auf etablierte Künstler, als auch auf vielversprechende Talente setzt.

Nach mehrmaligem Durchhören der Snippets erscheint mir der auf Vinyl und CD erhältliche Release dieses Mal nicht ganz so steil nach vorne zu gehen, was der Qualität der Tracks aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil, ich würde fast behaupten, dass die Cocoon Compilation N richtig groß ist und demnächst wohl mal wieder ein Vinylkauf bei mir ansteht.

Direktlink, via cocoon

Sven Väth im Interview mit Ryan Keeling von Resident Advisor

Sven Väth erzählt 80 Minuten lang von seinen Zeiten im Dorian Gray, dem Omen, seinem Unternehmen Cocoon, von seiner Liebe zu Ibiza, seinen Auszeiten in Indien, über all die Veränderungen der Nacht- und Tanzunterhaltungsindustrie, seinem Dasein als Popstar (als Off) und der exponierten Stellung Frankfurts zu den Hochzeiten der Technohouse-Ära. Eines dieser Interviews denen man anmerkt, dass da einer nicht nur was erzählt, sondern was zu sagen hat.

Über das Omen (1):  “The first days, they were so new and fresh, this was for me so special, that the people were all so hungry, really hungry for it, to just dive into the sound and dance the night away and go just mental and crazy on the music.” Weiterlesen

Chromeo – White women

Am Montag erscheint “White Women“, das neue Album von Chromeo. Mit “Jealous (I ain’t with it)” wurde vor etwa zwei Monaten bereits der vierte Song aus diesem Album veröffentlicht. Los ging’s seinerzeit mit “Over your shoulder”, gefolgt von “Sexy Socialite” und “Come alive”. Mit ihrem Mix aus Electro, Disco und Funk, und entsprechenden Spät-1970er-/Anfang 1980er-Jahre-Einschlag in ihrer Musik, begeistern sie mich seit nunmehr schon zehn Jahren und ich bin davon überzeugt, das sich neben den bisherigen Releases, noch einige weitere Perlen auf dem neuen Album befinden werden.

Aufgrund des Hypes rund um das letzte Daft Punk-Album, weil es mehr funky als technoid daherkam, obwohl ähnliche Tracks bereits beim zweiten Studioalbum zu hören waren, könnte man auf die Idee kommen, P(h)arallelen ziehen zu wollen, besonders wenn man Chromeo bisher noch nicht so auf dem Schirm hatte. Wo Daft Punk jedoch eher dem abendlichen Glitzer’n’Glam-Party-Veranstaltungen von Museeen entsprechen, sind Chromeo der Betrieb zu den regulären Öffnungzeiten, ohne all das aufgepimpte Schi-Schi, der um die Extraportion Aufmerksamkeit buhlt, sondern um seine Klasse weiß und entdeckt werden möchte, anstatt sich aufzudrängen.

Chromeo im Internet: WebsiteTwitterTumblrYouTubeInstagramFacebook

Anthony Rother – Netzwerk der Zukunft

Der gebürtige Frankfurter Anthony Rother hat vor wenigen Tagen mit “Netzwerk der Zukunft” sein neues Album veröffentlicht. Mit seinem klaren, druckvollen und präzisen Elektro-Sound knüpft der Datapunk nahtlos an seine Longplayer “Simulationszeitalter” (2000) und “Hacker” (2002) an.

Während man klanglich vertraute Kost serviert bekommt, wird vertrieblich ein heutzutage eher unüblicher Weg eingeschlagen. Die Schallplatte, so der weniger hippe Terminus für Vinyl, wird derzeit noch produziert, den Digital Download gibt’s nur über die Labelseite von Psi49Net und die CD ist ausschließlich bei Amazon erhältlich. Die üblichen Anlaufstellen des stationären Handels sind ausgeschlossen, Audiostreamingdienste im Internet ebenfalls. Gar nicht mal so blöd.

Musikalisch hält das neue Album insgesamt zehn neue Songs bereit und für die Bassmembranen der heimischen Soundsysteme bricht ein 65-minütiger Überlebenskampf an. Snippets zu allen zehn Songs von “Netzwerk der Zukunft” gibt’s auf Soundcloud.

Soundwall Podcast #200: Sven Väth

Von seinem März-Gig am Metro Theatre in Syndey stammt der 90-minütige Mitschnitt von Sven Väth, der auf diesem Bild ein wenig an Peter Lustig erinnert (die Älteren unter Euch werden sich erinnern) und nun als exklusiver Podcast Nr. 200 vom Soundwall Mag veröffentlicht wurde. Ab geht’s! Und wie…

Soundwall Podcast #200: Sven Väth by Soundwall Mag on Mixcloud