Newcomerin Banks am 16. Juli 2014 live in Frankfurt

Auf die Sängerin Banks wurde ich vor einigen Monaten aufmerksam, als sie auf der Titelseite des Musikmagazins Spex zu sehen war. Da mir die 1985 in Los Angeles geborene Künstlerin bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagte, begab ich mich auf die Suche und landete bei der London EP, welche bereits im September 2013 veröffentlicht wurde, aber zu diesem Zeitpunkt wohl noch immer heiß gehandelt wurde. Die EP enthält vier Songs und hat in “Waiting game” ein Stück, welches besonders zu Beginn aufhorchen lässt, da es einige Ähnlichkeiten im Gesang mit Lana Del Rey aufweist.

Auch bei den drei verbleibenden Songs der London EP  kann man sich nicht ganz des Eindrucks entledigen, dass der Lana Del Rey-Sound irgendwie Einfluss genommen hat, jedoch ohne überhandzunehmen. Darüber hinaus klingt der Gesang oftmals so, als sei er ursprünglich auf einem konventionellen R’n’B-Beat eingesungen worden, anschließend jedoch einem Producer der Güte eines Robot Koch vorgelegt worden, der die Arrangements mit den für ihn typischen Klangteppichen unterlegt hat, so dass die ganze Schose mit dem fragilen Gesang gleich um ein Vielfaches spannender klingt.  Weiterlesen

Sven Väth im Interview mit Ryan Keeling von Resident Advisor

Sven Väth erzählt 80 Minuten lang von seinen Zeiten im Dorian Gray, dem Omen, seinem Unternehmen Cocoon, von seiner Liebe zu Ibiza, seinen Auszeiten in Indien, über all die Veränderungen der Nacht- und Tanzunterhaltungsindustrie, seinem Dasein als Popstar (als Off) und der exponierten Stellung Frankfurts zu den Hochzeiten der Technohouse-Ära. Eines dieser Interviews denen man anmerkt, dass da einer nicht nur was erzählt, sondern was zu sagen hat.

Über das Omen (1):  “The first days, they were so new and fresh, this was for me so special, that the people were all so hungry, really hungry for it, to just dive into the sound and dance the night away and go just mental and crazy on the music.” Weiterlesen

Sylvan Esso

Letztens erst, im H&M auf der Zeil, hörte ich einen schönen Song und war mir nicht zu schade, auf meinem alten iPhone die Shazam-App zu starten und zu hoffen, dass diese noch vor dem Ende des Songs einsatzbereit sein würde und mir Interpret und Titel anzeigen würde. Das Wischtelefon zeigte Blondfire- “Life of a party” an und einige Tage später schaute ich bei You Tube nach dem dazugehörigen Clip. Denn obwohl es sich eigentlich um eine Video-Plattform handelt, konsumiere ich dort, sogar mehr als auf Soundcloud, am meisten Musik. Sympathischer Nebeneffekt dieser beiden Plattformen: Die Musik dort ist weiterhin für alle zugänglich und somit auch im Web sharebar, ohne sich erstmal irgendwo registrieren oder einloggen zu müssen.

Im Rahmen dieser YouTube-Session wurde ich glücklicherweise auch auf das Duo Sylvan Esso mit ihrem Song “Coffee” aufmerksam: Grandioser Song, dicker Beat und eine tolle Stimme. Einer dieser Songs, die Lust machen auf mehr. Außerdem mag ich den Tanzstil der Sängerin bzw. ihre gesamte Performance. Ich fühle mich erinnert an die junge Björk und Lady Miss Kier von Deee-Lite zugleich, eingebettet in der zeitgemäßen Hipsterness mit Katze, Orientteppich und interessant bemustertem Pulli. Einzig die schon 1993 aus der Mode gefallenen Plateauschuhe geben Rätsel auf.

Direktlink, via Bandwith – WAMU 88.5

Sylvan Esso sind die Sängerin Amelia Randall Meath und Producer Nick Sanborn. Sie war zuvor die Stimme des Folk-Trios Mountain Man, er versuchte sich einst solo mit dem Projekt Made of Oak. Weiterlesen

La Roux – Trouble in paradise: Neues Album erscheint am 4. Juli 2014

Mit Songs wie  “In for the kill“, “Quicksand” oder ” Bulletproof” haben die Briten Elly Jackson und Ben Langmaid, besser bekannt als La Roux, vor einigen Jahren einen Kracher nach dem anderen aus dem Hut gezaubert und mit dem dazugehörigen Longplayer “La Roux” eines meines Lieblingsalben der vergangenen Jahre veröffentlicht. Obwohl die Musik auch international kommerziell erfolgreich war, hörte man bis vor wenigen Tagen länger nichts mehr Neues vom Duo und siehe da: La Roux ist jetzt ein Soloprojekt und besteht nur noch aus Elly Jackson.

Am 4. Juli 2014 erscheint das neue Album “Trouble in Paradise”, aus dem dieser Tage vorab die Single “Let me down gently” veröffentlicht wurde. Unverkennbar im Gesang, etwas überraschend jedoch, dass der Song weniger Electropop-mäßig daherkommt wie die eingangs erwähnten Hits. Möglicherweise wird hierzu noch die Remix-Keule ausgepackt, aber dennoch hoffe ich, dass auf dem kommenden Album auch in den Originalversionen der Songs noch etwas vom einstigen Electropop-Einschlag vorhanden sein wird.

La Roux – Let Me Down Gently from Thine Muther on Vimeo.

ESC 2014 – Meine Top 5

Die ungewöhnlichen Outfits der Musiker, deren Bühnenshows, die zugeschalteten, selten wirklich lustigen Punkteverteiler aller Länder, die Kommentare von Peter Urban und das musikalische Potpourri sind die Zutaten, die den Eurovision Songcontest für mich zu einem alljährlichen Fernsehhighlight machen. Mit Salzstangen, Bier und einer Süß-Sauer-Gummimischung habe ich es mir gestern Abend auf der Couch bequem gemacht und die Veranstaltung aus Kopenhagen verfolgt, an deren Ende zum ersten Mal nach 1966 (Udo Jürgens) ein Beitrag aus Österreich, Conchita Wursts  “Rise lik a Phoenix”, zum Sieger gekürt wurde. Auf den weiteren Plätzen landeten: 2. Niederlande – 3. Schweden – 4. Armenien – 5. Ungarn. Mein Lieblingssong kam übrigens aus Frankreich und belegte den letzten Platz. >:-( Meine Top 5 fällt aber sowieso ein wenig anders aus:

1. Direktlink, via Eurovision Music TV

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Chromeo – White women

Am Montag erscheint “White Women”, das neue Album von Chromeo. Mit “Jealous (I ain’t with it)” wurde vor etwa zwei Monaten bereits der vierte Song aus diesem Album veröffentlicht. Los ging’s seinerzeit mit “Over your shoulder”, gefolgt von “Sexy Socialite” und “Come alive”. Mit ihrem Mix aus Electro, Disco und Funk, und entsprechenden Spät-1970er-/Anfang 1980er-Jahre-Einschlag in ihrer Musik, begeistern sie mich seit nunmehr schon zehn Jahren und ich bin davon überzeugt, das sich neben den bisherigen Releases, noch einige weitere Perlen auf dem neuen Album befinden werden.

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Anthony Rother – Netzwerk der Zukunft

Der gebürtige Frankfurter Anthony Rother hat vor wenigen Tagen mit “Netzwerk der Zukunft” sein neues Album veröffentlicht. Mit seinem klaren, druckvollen und präzisen Elektro-Sound knüpft der Datapunk nahtlos an seine Longplayer “Simulationszeitalter” (2000) und “Hacker” (2002) an.

Während man klanglich vertraute Kost serviert bekommt, wird vertrieblich ein heutzutage eher unüblicher Weg eingeschlagen. Die Schallplatte, so der weniger hippe Terminus für Vinyl, wird derzeit noch produziert, den Digital Download gibt’s nur über die Labelseite von Psi49Net und die CD ist ausschließlich bei Amazon erhältlich. Die üblichen Anlaufstellen des stationären Handels sind ausgeschlossen, Audiostreamingdienste im Internet ebenfalls. Gar nicht mal so blöd.

Musikalisch hält das neue Album insgesamt zehn neue Songs bereit und für die Bassmembranen der heimischen Soundsysteme bricht ein 65-minütiger Überlebenskampf an. Snippets zu allen zehn Songs von “Netzwerk der Zukunft” gibt’s auf Soundcloud.

Röyksopp und Robyn – Neue gemeinsame E.P. “Do it again” am 27.5.2014

Röyksopp und Robyn haben sich zusammengetan und veröffentlichen am 27. Mai 2014 ihre gemeinsame E.P. “Do it again”. Neben dem gleichnamigen Song zur E.P. finden sich mit “Monument”, “Sayit”, “Every little thing” und “Inside the Idle Hour Club” noch vier weitere Songs auf dem anstehenden Release.

Vorgestern erschien ein Mitschnitt des Songs “Do It Again” auf BBC Radio 1. Ich hatte die Hoffnung auf ein dazugehöriges Video, jedoch las ich heute auf der Röyksopp-Website, dass man derzeit noch an der Fertigstellung des Clips werkelt und verweist bis auf weiteres auf ein sogenanntes Lyrics-Video auf YouTube. Abgesehen davon, dass dieser Clip in Deutschland nicht verfügbar ist, hätte ich mich dennoch für den übersprochenen Radio-Mitschnitt entschieden, da ich Lyrics-Videos ähnlich spannend finde wie Videos mit einem Standbild.

Mit dem Song “Do it again” tischen Röyksopp und Robyn einen ziemlich dicken Dance-Pop-Rave-Sound auf. Also mir gefällt das, sehr sogar! Klanglich etwas gediegener, aber keinesfalls weniger ansprechend, ging es vor etwa zwei Wochen zu, als ein Snippet zum Song “Monument” veröffentlicht wurde. Weiterlesen

Neues Album: WYE OAK – “Shriek”

Vor einigen Jahren gelangte ich zufällig auf ein (mir leider nicht mehr bekanntes) Blog, das in Sachen Indie/Alternative so etwas wie eine Jahres-Top 10 präsentierte. In dieser befand sich auch “Civilian”, das dritte Album von Wye Oak, eine mir bis das dato unbekannte Indie Folk Rock-Band aus Baltimore, Maryland, welche aus Jenn Wasner (Gesang, Gitarre) und Andy Stack (Schlagzeug, Keyboard) besteht. Fortan war ich angefixt, besonders Gesang und Stimme übten bis zum heutigen Tag eine gewisse Faszination auf mich aus, so dass ich dem Erscheinungstermin ihres vierten Albums, “Shriek“, regelrecht entgegenfieberte.

Direktlink, via MERGE Records

Noch vor dem heutigen Albumrelease erhielt man mit “Glory“, “Shriek” und “The Tower” drei komplette Songs zu hören, die davon zeugten, dass nicht unbedingt ein zweites “Civilian”-Album zu erwarten sei. Für mich, der eben erst mit diesem Album eingestiegen war, ein wenig schade, allerdings weiß auch die neue musikalische Ausrichtung, mit deutlich erhöhtem Synthie-/Keyboard-Anteil und kaum noch Gitarre, zu gefallen.  Weiterlesen

Soundwall Podcast #200: Sven Väth

Von seinem März-Gig am Metro Theatre in Syndey stammt der 90-minütige Mitschnitt von Sven Väth, der auf diesem Bild ein wenig an Peter Lustig erinnert (die Älteren unter Euch werden sich erinnern) und nun als exklusiver Podcast Nr. 200 vom Soundwall Mag veröffentlicht wurde. Ab geht’s! Und wie…

Soundwall Podcast #200: Sven Väth by Soundwall Mag on Mixcloud