Roman Flügel – Happiness is happening

Vor fast drei Wochen freute ich mich riesig über die Ankündigung von Happiness is happening, dem neuen Album von Roman Flügel. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums unter Verwendung seines bürgerlichen Namens ist für den 1. September 2014 vorgesehen und erscheint auf Dial. Etwas irritiert war ich jedoch, dass sich zu dieser Ankündigung nirgendwo ein musikalischer Schnipsel ausfindig machen ließ.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn ganz aktuell wurde mit “Parade” auf dem YouTube-Channel von Boiler Room ein erster Track aus dem neuen Album des gebürtigen Darmstädters veröffentlicht. Was soll ich sagen? Die Schatulle mit den feinsten was die elektronischen Tanzmusik zu bieten hat enttäuscht auch dieses Mal nicht und liefert Synthie-Spielereien, fiese Claps und einen an Kraftwerk-Instrumentals-in-leicht-gepitcht erinnernden Sound. Bömbchen! Macht definitiv Lust auf mehr.

Direktlink, via KOMPAKT.fm

Arte-Doku: Welcome to the 90s – Dance Culture

Bereits seit dem 19. Juli 2014 begibt sich der Fernsehsender Arte mit dem Format Summer of the 90s auf Zeitreise. Der erste von vier Teilen der Dokureihe Welcome to the 90s war gestern im Fernsehen zu sehen und steht nun für sieben Tage online in der Arte-Mediathek.

Thema ist die Dancekultur dieses Jahrzehnts, mit Blick auf die wichtigsten Clubs und Stile. Was einst als Housemusik im Underground der Gay Community begann und über Technohouse, auch mit Großveranstaltungen wie Mayday oder Love Parade, bekannter wurde, gipfelte letztlich in europaweiten Top-Platzierungen der Charts, sei es mit dem Eurodance-Sound oder auch Produktionen von weltbekannten Superstars, wie Mariah Carey, Janet Jackson oder auch Madonna, die diese musikalische Entwicklung ebensfalls in ihren Songs berücksichtigten.

Direktlink, via arte.tv

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Kollektiv FFM

Da habe ich über Monate hinweg in den Straßen diese kleinen quadratischen Sticker mit dem “k” gesehen und konnte nie etwas damit anfangen. Vor wenigen Wochen dann entdeckte ich genau dieses “k” zufällig auf Soundcloud. Musik also, Hip Hop um genau zu sein, vorgetragen in deutscher Sprache und aus Frankfurt, vom kollektiv_ffm.

Die Songs, auch wenn manche von ihnen leider nur eine sehr kurze Laufzeit haben und zumindest für jemanden wie mich, der dieses Deutschrap-Dingens nicht mehr ganz so im Blick hat, klingen für die heutige Zeit eher unüblich und erinnern an einiges von früher, Anfang/Mitte der 1990er Jahre, als das alles erst ins Rollen kam, was mir persönlich aber sehr gut gefällt. Weiterlesen

Cocoon Compilation N

Am 8. September 2014 erscheint eine neue Compilation aus dem Hause Cocoon. Mit Cocoon Compilation N serviert man dann schon zum 14. Mal eine Zusammenstellung, die sowohl auf etablierte Künstler, als auch auf vielversprechende Talente setzt.

Nach mehrmaligem Durchhören der Snippets erscheint mir der auf Vinyl und CD erhältliche Release dieses Mal nicht ganz so steil nach vorne zu gehen, was der Qualität der Tracks aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil, ich würde fast behaupten, dass die Cocoon Compilation N richtig groß ist und demnächst wohl mal wieder ein Vinylkauf bei mir ansteht.

Direktlink, via cocoon

Newcomerin Banks am 16. Juli 2014 live in Frankfurt

Auf die Sängerin Banks wurde ich vor einigen Monaten aufmerksam, als sie auf der Titelseite des Musikmagazins Spex zu sehen war. Da mir die 1985 in Los Angeles geborene Künstlerin bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagte, begab ich mich auf die Suche und landete bei der London EP, welche bereits im September 2013 veröffentlicht wurde, aber zu diesem Zeitpunkt wohl noch immer heiß gehandelt wurde. Die EP enthält vier Songs und hat in “Waiting game” ein Stück, welches besonders zu Beginn aufhorchen lässt, da es einige Ähnlichkeiten im Gesang mit Lana Del Rey aufweist.

Auch bei den drei verbleibenden Songs der London EP  kann man sich nicht ganz des Eindrucks entledigen, dass der Lana Del Rey-Sound irgendwie Einfluss genommen hat, jedoch ohne überhandzunehmen. Darüber hinaus klingt der Gesang oftmals so, als sei er ursprünglich auf einem konventionellen R’n’B-Beat eingesungen worden, anschließend jedoch einem Producer der Güte eines Robot Koch vorgelegt worden, der die Arrangements mit den für ihn typischen Klangteppichen unterlegt hat, so dass die ganze Schose mit dem fragilen Gesang gleich um ein Vielfaches spannender klingt.  Weiterlesen

Sven Väth im Interview mit Ryan Keeling von Resident Advisor

Sven Väth erzählt 80 Minuten lang von seinen Zeiten im Dorian Gray, dem Omen, seinem Unternehmen Cocoon, von seiner Liebe zu Ibiza, seinen Auszeiten in Indien, über all die Veränderungen der Nacht- und Tanzunterhaltungsindustrie, seinem Dasein als Popstar (als Off) und der exponierten Stellung Frankfurts zu den Hochzeiten der Technohouse-Ära. Eines dieser Interviews denen man anmerkt, dass da einer nicht nur was erzählt, sondern was zu sagen hat.

Über das Omen (1):  “The first days, they were so new and fresh, this was for me so special, that the people were all so hungry, really hungry for it, to just dive into the sound and dance the night away and go just mental and crazy on the music.” Weiterlesen

Sylvan Esso

Letztens erst, im H&M auf der Zeil, hörte ich einen schönen Song und war mir nicht zu schade, auf meinem alten iPhone die Shazam-App zu starten und zu hoffen, dass diese noch vor dem Ende des Songs einsatzbereit sein würde und mir Interpret und Titel anzeigen würde. Das Wischtelefon zeigte Blondfire- “Life of a party” an und einige Tage später schaute ich bei You Tube nach dem dazugehörigen Clip. Denn obwohl es sich eigentlich um eine Video-Plattform handelt, konsumiere ich dort, sogar mehr als auf Soundcloud, am meisten Musik. Sympathischer Nebeneffekt dieser beiden Plattformen: Die Musik dort ist weiterhin für alle zugänglich und somit auch im Web sharebar, ohne sich erstmal irgendwo registrieren oder einloggen zu müssen.

Im Rahmen dieser YouTube-Session wurde ich glücklicherweise auch auf das Duo Sylvan Esso mit ihrem Song “Coffee” aufmerksam: Grandioser Song, dicker Beat und eine tolle Stimme. Einer dieser Songs, die Lust machen auf mehr. Außerdem mag ich den Tanzstil der Sängerin bzw. ihre gesamte Performance. Ich fühle mich erinnert an die junge Björk und Lady Miss Kier von Deee-Lite zugleich, eingebettet in der zeitgemäßen Hipsterness mit Katze, Orientteppich und interessant bemustertem Pulli. Einzig die schon 1993 aus der Mode gefallenen Plateauschuhe geben Rätsel auf.

Direktlink, via Bandwith – WAMU 88.5

Sylvan Esso sind die Sängerin Amelia Randall Meath und Producer Nick Sanborn. Sie war zuvor die Stimme des Folk-Trios Mountain Man, er versuchte sich einst solo mit dem Projekt Made of Oak. Weiterlesen

La Roux – Trouble in paradise: Neues Album erscheint am 4. Juli 2014

Mit Songs wie  “In for the kill“, “Quicksand” oder ” Bulletproof” haben die Briten Elly Jackson und Ben Langmaid, besser bekannt als La Roux, vor einigen Jahren einen Kracher nach dem anderen aus dem Hut gezaubert und mit dem dazugehörigen Longplayer “La Roux” eines meines Lieblingsalben der vergangenen Jahre veröffentlicht. Obwohl die Musik auch international kommerziell erfolgreich war, hörte man bis vor wenigen Tagen länger nichts mehr Neues vom Duo und siehe da: La Roux ist jetzt ein Soloprojekt und besteht nur noch aus Elly Jackson.

Am 4. Juli 2014 erscheint das neue Album “Trouble in Paradise”, aus dem dieser Tage vorab die Single “Let me down gently” veröffentlicht wurde. Unverkennbar im Gesang, etwas überraschend jedoch, dass der Song weniger Electropop-mäßig daherkommt wie die eingangs erwähnten Hits. Möglicherweise wird hierzu noch die Remix-Keule ausgepackt, aber dennoch hoffe ich, dass auf dem kommenden Album auch in den Originalversionen der Songs noch etwas vom einstigen Electropop-Einschlag vorhanden sein wird.

La Roux – Let Me Down Gently from Thine Muther on Vimeo.

ESC 2014 – Meine Top 5

Die ungewöhnlichen Outfits der Musiker, deren Bühnenshows, die zugeschalteten, selten wirklich lustigen Punkteverteiler aller Länder, die Kommentare von Peter Urban und das musikalische Potpourri sind die Zutaten, die den Eurovision Songcontest für mich zu einem alljährlichen Fernsehhighlight machen. Mit Salzstangen, Bier und einer Süß-Sauer-Gummimischung habe ich es mir gestern Abend auf der Couch bequem gemacht und die Veranstaltung aus Kopenhagen verfolgt, an deren Ende zum ersten Mal nach 1966 (Udo Jürgens) ein Beitrag aus Österreich, Conchita Wursts  “Rise lik a Phoenix”, zum Sieger gekürt wurde. Auf den weiteren Plätzen landeten: 2. Niederlande – 3. Schweden – 4. Armenien – 5. Ungarn. Mein Lieblingssong kam übrigens aus Frankreich und belegte den letzten Platz. >:-( Meine Top 5 fällt aber sowieso ein wenig anders aus:

1. Direktlink, via Eurovision Music TV

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Chromeo – White women

Am Montag erscheint “White Women“, das neue Album von Chromeo. Mit “Jealous (I ain’t with it)” wurde vor etwa zwei Monaten bereits der vierte Song aus diesem Album veröffentlicht. Los ging’s seinerzeit mit “Over your shoulder”, gefolgt von “Sexy Socialite” und “Come alive”. Mit ihrem Mix aus Electro, Disco und Funk, und entsprechenden Spät-1970er-/Anfang 1980er-Jahre-Einschlag in ihrer Musik, begeistern sie mich seit nunmehr schon zehn Jahren und ich bin davon überzeugt, das sich neben den bisherigen Releases, noch einige weitere Perlen auf dem neuen Album befinden werden.

Aufgrund des Hypes rund um das letzte Daft Punk-Album, weil es mehr funky als technoid daherkam, obwohl ähnliche Tracks bereits beim zweiten Studioalbum zu hören waren, könnte man auf die Idee kommen, P(h)arallelen ziehen zu wollen, besonders wenn man Chromeo bisher noch nicht so auf dem Schirm hatte. Wo Daft Punk jedoch eher dem abendlichen Glitzer’n’Glam-Party-Veranstaltungen von Museeen entsprechen, sind Chromeo der Betrieb zu den regulären Öffnungzeiten, ohne all das aufgepimpte Schi-Schi, der um die Extraportion Aufmerksamkeit buhlt, sondern um seine Klasse weiß und entdeckt werden möchte, anstatt sich aufzudrängen.

Chromeo im Internet: WebsiteTwitterTumblrYouTubeInstagramFacebook