Schirn Kunsthalle Frankfurt – Poesie der Grossstadt. Die Affichisten

Die Ausstellung „Poesie der Grossstadt. Die Affichisten“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt hat mir wirklich gut gefallen. Mit 150 Exponaten gibt es obendrauf ungewohnt viele Bilder zu einem einzigen Ausstellungsthema zu sehen, viele davon auch im Großformat. Die Werke sind u.a. nach Künstlern (François Dufrêne, Raymond Hains, Mimmo Rotella, Jacques Villeglé, Wolf Vostell) und Themen (Pop, Politik) ausgestellt.

Poesie der Grossstadt. Die Affichisten

Poesie der Grossstadt. Die Affichisten

Poesie der Grossstadt. Die Affichisten

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“Zyklus” am Karlsplatz in Frankfurt

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Von Februar dieses Jahres an, wird der in Frankfurt beheimatete Künstler Levent Kunt im Rahmen seines Projekts „Zyklus“ das Trafogebäude am Karlsplatz einem einjährigen Wandlungsprozess unterziehen. Auf Basis von Johannes Ittens Farbtheorie wird sich die Farbe des Häuschens monatlich ändern und auf das Erscheinungsbild des Platzes Einfluss nehmen.

Nach Angaben der Stadt Frankfurt soll der Karlsplatz dadurch in der Zeit bis zur eigentlichen Umgestaltung attraktiver werden. “Bis zur eigentlichen Umgestaltung”? Das lässt aufhorchen, denn bei solchen Formulierungen hört man ja schön förmlich die Gentrifizierung trapsen, besonders wenn die Zeiträume kurz vor der nächsten Gentrifizierungs-Phase, also Abriss, Umbau oder Neubau, von lokalen Künstlern bespielt werden. Weiterlesen

Schirn-Kunst oder Straßen-Fetzen?

Vor einigen Tagen begann in der Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung „Poesie der Grossstadt. Die Affichisten.“ Thematisiert wird die Kunstform der Décollage. Dabei werden bereits zerrissene, lädierte, verranzte oder sonstwie zerstörte Plakate im öffentlichen Raum –  in ganzen Stücken oder Fragmenten – abgerissen und als Ausgangsmaterial für die Herstellung eigener Kunstwerke verwendet.

Der Unterschied solcher Kunstwerke zu aktuellen Plakatwänden im öffentlichen Raum Frankfurts ist, zumindest auf dem ersten Blick, kaum auszumachen. Von den acht Fotos stammen vier aus dem öffentlichen Raum Frankfurts, vier weitere aus der aktuellen Ausstellung in der Schirn. Spot the difference!

Schirn-Kunst oder Straßen-Fetzen?

Schirn-Kunst oder Straßen-Fetzen?

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Tape it – Europäische Tape Art Ausstellung in der Heyne Kunst Fabrik in Offenbach

Die Heyne Kunst Fabrik in Offenbach kuratiert Kunst- und Objektausstellungen und bietet ausgewählten Künstlern eine Plattform. Ab kommenden Donnerstag, den 12. Februar 2015, stellen dort  7 europäische Tape-Künstler und 2 Kollektive aus Berlin aus. Neben der Klebebande Berlin (Kolja Bultmann, Bruno Kolberg, Bodo Höbing) sind das Jonas Hohnke, Björn Koop, Evi Kupfer, Felix Rodewaldt, Tape That (Nicolas Lawin, Steffen Gorski), Noelia Villena, Daniel Wenk und Thomas Wenk und Max Zorn.

Direktlink, via HeyneKunstFabrik

Für die um 19 Uhr beginnende Vernissage ist auch eine Live-Taping-Aktion angekündigt.

Tape Art als Street Art, im öffentlichen Raum, findet in Frankfurt und Offenbach (so gut wie gar) nicht statt. Mein einziges Fundstück diesbezüglich datiert aus dem Jahr 2013, und war ein Werk der Klebebande Berlin. Weiterlesen

Frankfurter Wasserhäuschen x Museum für Kommunikation

Trinkhallen in Frankfurt am Main

Der Studiengang Buch- und Medienpraxis der Goethe-Uni hat im hiesigen Museum für Kommunikation eine Ausstellung zum Thema Wasserhäuschen auf die Beine gestellt. Auftakt ist am Freitag, 13. Februar 2015, um 19 Uhr. Das Team der Linie 11, dem Verein zum Erhalt und zur Belebung der Frankfurter Trinkhallenkultur, wird ebenfalls vor Ort sein.

Angekündigt sind ein spannender Vortrag, und neben T-Shirts, Naschtüten und dem Wasserhäuschen-Quartett wird es auch eine Lesung aus “Wasserhäuschen – eine Frankfurter Institution” geben.

MMK 1I2I3 – Der Film

Drei Standorte kann das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt mittlerweile vorweisen: Das Hauptgebäude MMK 1 in der Domstraße, die neue Dependance MMK 2 im TaunusTurm und das MMK 3, ehemaliges Zollamt, gegenüber dem Hauptgebäude. Ein Imagefilmchen vereint jetzt alle drei Häuser unter einem Dach: MMK 1I2I3 – Der Film.

Direktlink, via mmk-notes.com

Dance Box am Merianplatz in Frankfurt

Ein privater Tanz, mitten im öffentlichen Raum: Das ermöglicht die Dance Box, eine begehbare Jukebox gesammelter Tänze und persönliche Wunschmaschine, welche in Form eines kleinen Campingwagens derzeit am Merianplaz in Frankfurt anzutreffen ist. Man wählt einen Tanz aus und dieser wird live und vor Ort performt. Das Geschehen im Inneren der Dance Box ist von außen einsehbar und wird auch online übertragen.

Direktlink, via mousonturm

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Museum für Moderne Kunst Frankfurt – Ausstellungsprogramm 2015

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Ein umfangreiches Ausstellungsprogramm für das Jahr 2015 präsentiert in Frankfurt das Museum für Moderne Kunst. Für seine im vergangenen Jahr von zwei auf drei angewachsenen Dependancen sind insgesamt zehn Ausstellungen vorgesehen, vier davon werden als Highlights kommuniziert: Isa Genzken. New works. (MMK1), RAY Fotografieprojekte Imagine Reality (MMK1), Kosta Murkudis (MM2) und William Forsythe (MMK1).

Die Ausstellung zum Deutsche Börse Photography Prize 2015 (MMK3) erscheint mir allerdings nicht weniger interessant: Hierbei handelt es sich um eine internationale Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie. Der mit 30.000 £ dotierte Preis wurde 1996 von der Photographers’ Gallery ins Leben gerufen und zählt heute zu den renommiertesten internationalen Kunstpreisen. Die vier Finalisten für 2015 sind: Nikolay Bakharev, Zanele Muholi, Viviane Sassen und Mikhael Subotzky & Patrick Waterhouse. Die Gesamtübersicht für 2015 sieht wie folgt aus: Weiterlesen

Schirn Kunsthalle Frankfurt – Ausstellungsprogramm 2015

Schirn Kunsthalle Frankfurt - Ausstellungsprogramm 2015

Das Ausstellungsjahr 2015 beginnt mit Poesie der Großstadt. Die Affichisten, einer umfassenden Ausstellung zur Plakatkunst der 1950er- und 1960er-Jahre, wie sie – übrigens in Kooperation mit Schirn – auch schon seit Oktober vergangenen Jahres im Museum Tinguely in Basel zu sehen ist. Gewürdigt wird eine hierzulande weniger bekannte Kunstform, die als Avantgarde der zeitgenössischen Street Art bezeichnet wird, zumal die Kunst ebenfalls auf der Strasse entsteht, wenngleich sie nicht dort verbleibt.

  • POESIE DER GROSSSTADT. DIE AFFICHISTEN
  • 5. Februar 2015 – 25. Mai 2015
  • Kuratoren: Esther Schlicht (Schirn Kunsthalle Frankfurt) und Roland Wetzel (Museum Tinguely Basel)

In der großen Überblicksausstellung Eine geheime Geschichte der Moderne soll die Bedeutung der Künstler-Naturisten für die Kunst der Moderne verdeutlicht werden, nach Angaben der Schirn “eine kaum bekannte und in weiten Teilen noch nicht erzählte Geschichte.” Wie auch bei anderen Kunstformen, wurde auch hier während der NS-Zeit “interveniert”, aber auch danach stand es um den Ruf nicht unbedingt gut, Stichwort: Spinner, Schwindler, geistig Verwirrte und Okkultismus.

  • EINE GEHEIME GESCHICHTE DER MODERNE. DIE ERLÖSER DES FRÜHEN 20. JAHRHUNDERTS UND DIE KUNST VON SCHIELE BIS BEUYS
  • 6. März 2015 – 21. Juni 2015
  • Kuratorin: Dr. Pamela Kort

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Die Kunst, das Bürohochhaus und das Bankenviertel

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„Zum ersten Mal in Deutschland zieht ein öffentliches Museum in ein Bürohochhaus ein.” Ein bißchen bewundere ich den Mut ja schon, mit dieser Aussage das Joint Venture eines Museums mit einem Bürohochhaus aufzugreifen und es auch noch so zu verpacken, als solle man dem wohl etwas Besonderes abgewinnen. Zumindest aus Sicht des betroffenen Museums. Als Betreiber des Hochhauses oder eines dort ansässigen Unternehmens könnte ich es jedenfalls eher nachvollziehen, dass man auf die Besonderheit mit dem Museum hinweist. Andererseits ist es so, dass man bereits seit einigen Wochen im Frankfurter Stadtgebiet auch Klebestreifen entdecken kann, auf denen der Slogan „Wir sind jetzt auch im Bankenviertel!” aufgedruckt ist.„Bankenviertel”. My ass.„Komm, wir gehen mal ins Bankenviertel, zu dieser einen Bar”,„Du musst dann an dieser Station im Bankenviertel aussteigen”,„Ich warte an diesem Gebäude im Bankenviertel auf Dich”… Kommt das jemanden bekannt vor? Eben. Mir auch nicht. Weil dieses Wort kein Mensch benutzt. Außer vielleicht den dort Beschäftigten, Abends-wieder-raus-aus-Frankfurt-Fahrern, Touristen und den offiziellen Kanälen mit ihrer willigen Stadtpropaganda-Entourage. Aber sicher niemand der hier lebt, wohnt und heimisch ist. Weiterlesen