We have a Mc Donald’s generation of music consumers

In der 22-minütigen Kurz-Doku The Distortion of Sound geht es um die heutigen Hörgewohnheiten der Menschen, die ihre Musik digitalisiert wie noch nie zuvor konsumieren. Auf Musik kann nicht nur überall und jederzeit zugriffen werden, sondern auch ganz schnell, ohne lange Zeit mit dem Spulen eines Bandes zu verschwenden, eine Plattennadel aufzusetzen oder die Scheibe umzudrehen. Ein Klick und der nächste Song läuft. Noch ein Klick und das ganze Album ist angewählt. Und wenn man im nächsten Moment plötzlich auf etwas ganz anderes Lust bekommt: Zugriff auf eine üppige Musikbibliothek. Und das vermutlich auch schon gar nicht mehr von einem Musicplayer, sondern vom Smartphone. Und dann vielleicht noch nicht mal im eigenen Besitz, sondern über einen Streamingdienst ausgeliefert. Hans Zimmer, vielfach prämierter Musikproduzent und Filmkomponist, spricht diesbezüglich trefflicherweise von einer  “Mc Donalds generation of music consumers”.

The Distortion of Sound Full Film from 740 Sound on Vimeo.

All das wird ermöglicht durch die Komprimierung der Musik in Formaten wie z.B. mp3, was sich letztlich sehr stark auf die Klangqualität auswirkt und nicht mehr allzu viel mit dem ursprünglichen Werk, wie es das Tonstudio verließ, gemeinsam hat. Weiterlesen

Das Studio Ghibli Filmfestival in Frankfurt

Graffiti by Atelier Naxos - Totoro beim Studentenwerk in Frankfurt-Bockenheim.jpg

Studio Ghibli ist ein weltbekanntes japanisches Zeichentrickstudio, welches im Jahr 1985 von den beiden Machern und Regisseuren Hayao Miyazaki und Isao Takahata gegründet wurde. Sieben ihrer Filme werden in den kommenden Wochen deutschlandweit im Rahmen eines Studio Ghibli Filmfestivals gezeigt. Darunter befinden sich sowohl preisgekrönte Produktionen, als auch unbekanntere Werke, von denen einige sogar erstmalig auf einer großen Kinolenwand zu sehen sein werden.

Leider nicht mit dabei ist der Film Prinzessin Mononoke, den ich wirklich sehr gerne mal im Kino gesehen hätte, aber das Festival-Programm kann sich natürlich dennoch sehen lassen: Weiterlesen

ZDF: “Frankfurts neuer Osten”

“Das Ostend war immer die Schmuddelecke der Stadt” (Gruß ans Bahnhofsviertel, just sayin’), sagt eben noch der ZDF-Reporter und im nächsten Moment behauptet Architekt und Stadtplaner Albert Speer “Der hatte kein Image” und ergänzt: “Das war im armen Osten.” Also doch ein Image, arm eben, oder wie? Oder zählt das nicht als Image? Ist Image neuerdings nur noch wenn Alles-glänzt-so-schön-neu angesagt ist, oder wie habe ich das zu verstehen?

Aber gut, eigentlich auch nicht wirklich von Bedeutung, der dreiminütige ZDF-Beitrag “Frankfurts neuer Osten” vom 08.08.2014 scheint sowieso eher ein verkappter Werbefilm für den “Standort Ostend” zu sein, der es irgendwie in das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm geschafft hat, Motto: So kommet in Scharen, es gibt noch Aufwertungspotential. [Und macht Euch keinen Kopf um die hippen und szenespezifischen Projekte, die sind in solch Phasen üblich und somit quasi Part of the game, der Markt wird bei Zeiten aber auch das noch regeln, jetzt sind sie nützlich, xoxo.]

Nach Frau Lenke im Westend, Frau Hegmann in Sachsenhausen und Herrn Wolf im Nordend verleiht Frau Eggert dem Ostend das Gesicht eines Frankfurter Gentrifizierungsopfers. Weiterlesen

Arte-Doku: Welcome to the 90s – Das goldene Jahrezehnt der Hip-Hop-Kultur

Im Rahmen der “Summer of the 90s”-Themenwochen bei Arte wurde gestern der vierte Teil der Doku-Reihe “Welcome to the 90s” gezeigt: Nach “Dance Culture“, “Boygroups und Girlbands” und “Come as you are- Grunge, Riot Grrrl, Britpop, Nu-Metal” wurde der Hip-Hop der 90er-Jahre beleuchtet. Die Sendung ist nun für sieben Tage in der Arte-Mediathek abrufbar.

Wie bereits bei den vorherigen Sendungen ist es wahrlich schwer, Material für ein ganzes Jahrzehnt zufriedenstellend für alle zusammenzustellen. In “Das goldene Jahrzeht der Hip-Hop-Kultur” geht es daher zum Beispiel hauptsächlich um den us-amerikanischen Hip-Hop, die Bewegung in Frankreich und Deutschland bekommen nur extrem wenig Sendezeit eingeräumt, Großbritannien, welches sich gerade Anfang der 90er-Jahre mit Hijack oder Silver Bullet Gehör verschaffte, findet gar nicht erst statt. Etwas überrascht bin jedoch auch bei der Auswahl der Protagonisten aus den USA, wo Künstler wie Public Enemy, Beastie Boys oder auch Jay Z überhaupt nicht vorkommen und 2 Pac und Notorious BIG nur im Zusammenhang mit dem East Coast vs. West Coast-Konflikt thematisiert werden.

Nichtsdestotrotz sind die knapp 60 Minuten eine nette kleine Zeitreise, u.a. mit dem Wu-Tang-Clan, NWA, Ice Cube, Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg, Warren G, Cypress Hill, Ice-T/Bodycount, De La Soul, Nas, Mary J. Blige, Lauryn Hill und Lil’ Kim. Weiterlesen

Fantasy Filmfest 2014 in Frankfurt

Zwei Programmhefte älterer Fantasy Filfmfeste in Frankfurt.

Er war für Anfang August angekündigt und Anfang August wurde auch geliefert- Der Zeitplaner für das Fantasy Filmfest 2014 in Frankfurt ist seit heute online.

Los geht’s am 28. August: Den diesjährigen Filmreigen eröffnet um 20.00 Uhr The Rover (eng OmdU) und zur Closing Night, am 8. September um 21.45 Uhr, wird der Streifen Life after Beth (eng OV) zu sehen sein. Ich werde mich nun durch das Programmheft lesen, mal sehen was das 12-tägige Festival so alles zu bieten hat. Die Kurzfilme-Sammlung Get Shorty ist bei mir aber auf jeden schon mal Fall gesetzt, so viel ist klar.

Als Festival-Kino für Frankfurt ist auch dieses Jahr wieder das Cinestar Metropolis vorgesehen. Der Vorverkauf für die Einzeltickets startet am 18. August. Weiterlesen

Frau Lenke wohnt hier nicht mehr – Mietervertreibung im Frankfurter Westend

“Frau Lenke wohnt hier nicht mehr- Mietervertreibung im Frankfurter Westend” ist eine
knapp 40 minütige Doku von der Filmemacherin Edith Marcello und den zwei UTV Frankfurt-Mitgliedern Michael Stadnik und Martin Brüggemann. Die Doku thematisiert das Renditebestreben mancher Investorenan, hier mit Schwerpunkt auf den Frankfurter Stadtteil Westend, welches dazu führt, dass angestammte Mieter vertrieben werden, Stichwort: Gentrifizierung.

Zeitzeugenberichte zeigen auf, dass sich die Methoden der Mietervertreibung seit den 1968er Jahren nicht geändert haben. Filmmaterial von Alexander Kluge und Barbara Klemm(!) zeigen auf beeindruckende Art und Weise wie Frankfurt in den 1970er Jahren mit Abrissbirnen gegen Gründerzeitbauten und mit Wasserwerfern gegen Hausbesetzer vorging.

Seit heute ist der dazugehörige Trailer online, in dem übrigens auch der vom selben Thema betroffene Dieter Wolf im Frankfurter Nordend zu Wort kommt. Weiterlesen

Arte-Doku: Welcome to the 90s – Dance Culture

Bereits seit dem 19. Juli 2014 begibt sich der Fernsehsender Arte mit dem Format Summer of the 90s auf Zeitreise. Der erste von vier Teilen der Dokureihe Welcome to the 90s war gestern im Fernsehen zu sehen und steht nun für sieben Tage online in der Arte-Mediathek.

Thema ist die Dancekultur dieses Jahrzehnts, mit Blick auf die wichtigsten Clubs und Stile. Was einst als Housemusik im Underground der Gay Community begann und über Technohouse, auch mit Großveranstaltungen wie Mayday oder Love Parade, bekannter wurde, gipfelte letztlich in europaweiten Top-Platzierungen der Charts, sei es mit dem Eurodance-Sound oder auch Produktionen von weltbekannten Superstars, wie Mariah Carey, Janet Jackson oder auch Madonna, die diese musikalische Entwicklung ebensfalls in ihren Songs berücksichtigten.

Direktlink, via arte.tv

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Kinosommer in Frankfurt

Alle Jahre wieder gibt es in Frankfurt die Möglichkeit, Filme unterschiedlichster Art auch im Freien genießen zu können. Hierzu trifft man sich in Gärten, auf (Dach-)Terrassen oder an ganz ungewöhnlichen Orten, wie es zum Beispiel bei der Frankfurter Kinowoche praktiziert wird. Beim 4-tägigen Sommerkino des Städelmuseums, wie auch bei der Sommerwerft, ist sogar der Eintritt frei. Hier eine kleine Übersicht:

  • 16. bis 20. Juli 2014 und 23. bis 27. Juli 2014: SHORTS AT MOONLIGHT
  • Kurzfilmfestival auf der Schlossterrasse in Frankfurt-Höchst.
  • 16. bis 19. Juli 2014: SOMMERKINO IM STÄDELGARTEN
  • An vier Tagen werden im Städel Garten vier Filme zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.
  • 18. bis 25. Juli 2014: FRANKFURTER KINOWOCHE
  • Motto: “Raus aus dem Kinosaal, rein in die Stadt!”. Kino an ungewöhnlichen Orten.
  • 20. bis 29. Juli 2014: KINOABENDE DER SOMMERWERFT
  • Prämierte Produktionen, Dokumentarfilme, Kurzfilme und kreative Studentenfilme.
  • 8. bis 31. August 2014: FREILUFTKINO HAUS AM DOM
  • Das Freiluftkino auf der Dachterrasse zeigt acht besondere Filmproduktionen an jeweils drei Terminen.

Finding Vivian Maier im Mal Seh’n-Kino in Frankfurt

Vivian Maier zog 1951 im Alter von 25 Jahren von Frankreich in die USA. Dort arbeitete sie in New York, und zwischenzeitlich auch in Chicago, als Tagesmutter. Nebenher pflegte sie eine große Leidenschaft: Sie war eine begeisterte Amateur-Straßenfotografin. Nie ging sie ohne ihre Kamera vor die Tür ging, auch mit den Kindern, die in ihrer Obhut waren, unternahm sie Streifzüge quer durch die gesamte Stadt. Ungewöhnlich an ihrem Hobby war, dass sie es nie mit jemandem teilte. Erst Jahrzehnte später entdeckte Regisseur John Maloof bei einer Auktion all ihre Photographien, die nie zuvor jemand gesehen hatte.

Heute gilt Vivian Maier als eine der wichtigsten Street Photographer des 20. Jahrhunderts. John Maloof und Charlie Siskel zeichnen das Porträt dieser Frau und versuchen ihr durch Interviews mit ihren ehemaligen Zöglingen und Auftraggebern näher zu kommen.

Direktlink, via The Last Splash

In Frankfurt läuft der Dokumentarfilm FINDING VIVIAN MAIER im Mal Seh’n Kino

  • Donnerstag, 26.Juni bis Mittwoch, 2.Juli um 20:00 Uhr +
  • Donnerstag, 3. Juli bis Mittwoch, 9. Juli um 18:00 Uhr.

Nachtrag: Ich war im Kino und habe den Film gesehen: Ganz toll, sehr empehlenswert! :)

Was ist Musik? Musik ist…

Bevor ich Dienste wie Get Pocket oder Instapaper kennenlernte, legte ich vermeintlich interessante Links zum Später-mal-in-Ruhe-anschauen in einen eigens dafür angelegten Ordner bei den Lesezeichen meines Browsers ab. Manchmal, um nicht zu sagen eher selten, habe ich da sogar wirklich wieder reingeschaut. Neulich zum Beispiel erst wieder.

Hängengeblieben bin ich bei einem Link, der mich zum Projekt “Musik ist…” von Patrick Raddatz führte. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit Verena Heindel und Bruno Pronsato und wurde einst im Robert Johnson uraufgeführt. Eine spätere Installation und Dokumentation fand in Offenbach bei einem HfG-Rundgang und in Frankfurt beim Platten- und Sneakerladen Freebase statt.

Für das Projekt von Patrick Raddatz wurden die Besucher des Robert Johnson via Website und Newsletter aufgefordert, in Mails, auf einem Anrufbeantworter oder auf zum Ausfüllen ausliegenden Zettel im Freebase, ihre Definition von Musik mitzuteilen. Diese wurden anschließend als Visuals, Samples und Zettel für die Installation “Musik ist…” verwendet.

Direktlink, via Patrick Raddatz