Blockupy-Aktionstage 2013 in Frankfurt und die Selbstblockade der Goethestraße

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Die Szenen ähneln doch sehr denen des vergangenen Jahres: Viele Geschäfte in der Frankurter Shoppingmeile für exklusivere Lebensstile bleiben nach dem verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Wokenkratzerfestivals an diesem Freitag und Samstag geschlossen. Zwar gibt es auch Varianten, die trotz Einsatz von Holzverkleidungen an den Schaufenstern einen etwas unüblichen Zugang zu den Verkaufsräumen ermöglichen, aber viele Kunden der Luxusmarken werden an diesen Tagen vor verschlossenen Türen stehen.

Anlass für diesen Aktionismus sind die Blockupy-Aktionstage. Vielleicht erreichte im Vorfeld auch in diesem Jahr ein „hinweisendes“ Schreiben seitens der Frankfurter Polizei die Gewerbetreibenden? Letztes Jahr waren noch ki-lo-me-ter weit vom Ort des Geschehens entfernte Sparkassen und Banken geschlossen. Und das alles, trotz deutlich erhöhter und sichtbarere Polizeipräsenz in Frankfurt.

Blockupy setzt auch in diesem Jahr ein internationales Zeichen der Solidarität gegen die Krisen- und Verarmungspolitik der Troika. Am 31. Mai sind diverse Aktionen geplant, einen Tag später, am 1. Juni, findet die internationale Demonstration statt.

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10 Kommentare

  1. also ich war heute morgen mehr als angekotzt da der komplette hbf schon wieder verriegelt ist samt allen ausgängen und lediglich EINE tür am haupteingang mit polizeikontrolle zur verfügung steht…lächerlich!danke,dass ich dadurch meine bahn verpasst habe.und von freiheit haben die auch noch nichts gehört…wer heute oder morgen einen rucksack mit sich trägt oder vielleicht dreadlocks oder diverse modische vorlieben hat, auf die nicht jedermann steht, wird sowieso erstmal festgehalten…tzzz…armes frankfurt!

  2. Ist ja toll – danach findet bestimmt ein enormer Sinneswandel statt: Und wie verzaubert, durch die aufopfernde Aktion verantwortungsbewusster Buerger, sind Korruption und Kapitalismus Plagen der Vergangenheit. Nach dieser Dummo haben jetzt alle gutbezahlte Jobs, ein Bankkonto und koennen auch in der Fressgasse einkaufen! Momant mal – dagegen dummenstrieren wir doch!
    [Erspart wenigstens vielleicht die Partnersuche auf dem Internet]

    • @alphachamber Stimmt, am besten alle Zuhause bleiben, dadurch ändert sich viel mehr und überhaupt, alles wird auch so wieder gut. Get a life.

  3. I HAVE a life! – deswegen mache ich auch nicht mit.
    Das heisst allerdings nicht, wie Sie mir unterstellen, dass ich nicht konstruktiv an der Gesellschaft mitwirke.

  4. sir_toby

    LOL. Das mit den Proportionen üben wir nochmal, was TAG Heuer? Oder verpass ich gerade was und Männer mit kleinen Händen sind en vogue? Crass..

  5. Ich finde es nicht verwunderlich, dass es letztes Jahr so ein großes Polizeiaufgebot gab und es dieses Jahr auch wieder eines gibt. Als sehr jahrelanger begeisterter Leser des SadtkindFFMBlogs verweise auf die Stadtkindseite http://stadtkindffm.wordpress.com/2012/05/15/blockupy-frankfurt/ von letztem Jahr, auf der ein Turnleft-Video verlinkt ist. Das Video und viele andere Aktionen fordern doch immer wieder solche Großaufgebote an Sicherheitsbediensteten und solche Sicherheitsvorkehrungen ein. Lächerlich, wer sich dann über die verwirklichten Großaufgebote wundert…

  6. @guiri: Was genau ist denn letztes Jahr bei der großen Demonstration passiert? Es ist alles friedlich geblieben. Ein großes Polizeiaufgebot mag ja schön und gut sein, entscheidend ist das Auftreten und der letztendliche Einsatz der Mittel. Das war gestern weder deeskalierend noch verhältnismäßig. Die Polizei/Politik hat darauf spekuliert, die Demo zu spalten in Gewalttäter und sich davon Distanzierende. Dieser Plan ist gestern nicht aufgegangen. Auf weitreichende Kompromissvorschäge ist die Polizeiführung gar nicht erst eingegangen – sie wollte die Personalien. Wer gestern massiv und langanhaltend Gewalt angewendet hat, ist die Polizei.
    Am Freitag (Flughafen) und Samstag (Großdemo) sind genau die Demonstrationen, gegen die erfolglos seitens der Stadt geklagt wurde, durch polizeiliche Maßnahmen willkürlich verzögert und verhindert worden. Das ist das erschreckende Ergebnis.

    Bereits im letzten Jahr mussten Entschädigungszahlungen wegen unrechtmäßiger Polizeimaßnahmen gezahlt werden: http://www.fr-online.de/blockupy-frankfurt/blockupy-frankfurt-die-polizei-zahlt-fuer-blockupy,15402798,21638150.html
    Und wenn dann ein Polizeisprecher rumstammelt, dass es bestimt einen Grund gäbe für den Kessel (festgehalten beim HR in der Hessenschau), was soll man da an später nachgelieferten Begründungen denn noch glauben? Spätestens seit dem NSU-Skandal haben die Sicherheitsbehörden ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Das Engagement, mit dem am Freitag und Samstag gerichtlich bestätigte Demonstrationen behindert wurden, wäre an anderer Stelle angebracht gewesen.


    http://www.youtube.com/watch?v=j0cDz6emNb4

  7. Pingback: Blockupy 2013 | Hackentricks Universum

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