Ultras mit Bengalos als Graffitibild

Betretungsverbote für Fußballfans

Wenn man beim Fußball etwas über die Strenge schlägt, kommt der Schiedrichter zum Einsatz. Die Mannschaft des gefoulten Spielers erhält, je nach Ort des Fouls, einen Freistoß oder Elfmeter zugesprochen und der Spieler der gefoult hat, wird, je nach Härte des Fouls, entweder mündlich ermahnt, mit einer gelben Karte verwarnt oder mit einer roten Karte vom Platz gestellt.

Aber auch außerhalb des Spielfeldes kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, und auch hier zieht das entsprechende Verhalten unterschiedliche Sanktionen nach sich. Die bekannteste Maßnahme in Bezug auf gewalttätige Fußballfans dürfte das Stadionverbot sein. Eine deutlich strengere Maßnahme ist ein sogenanntes Betretungsverbot. In solch einem Fall dürfen die Betroffenen rund um ein Fußballspiel bestimmte Bereiche am Spielort (z.B. Stadion, Bahnhof, Stadtgebiet…) bei Strafandrohung nicht betreten. Da solche Betretungsverbote jedoch von den Sicherheitsbehörden der jeweiligen Stadt bzw. des Landkreises verhängt werden, fehlen bundeseinheitliche Standards, was dazu führen kann, dass jemand der das Heimstadion seines Teams nicht betreten darf, problemlos die Stadien anderer Vereine betretetn darf.

Die ARD Radio Recherche Sport hat hierzu ganz aktuell eine Grafik erstellt, die unter Berücksichtigung von Standort und Vereinszugehörigkeit aufzeigt, wie es um dieses Thema derzeit in Deutschland bestellt ist.

Betretungsverbote in Frankfurt
Betretungsverbote nach Ort, hier: Frankfurt (Grafik © ARD Radio Recherche Sport)
Betretungsverbote Eintracht Frankfurt
Bereichsbetretungsverbote nach Vereinsanhängern, hier: Eintracht Frankfurt (Grafik © ARD Radio Recherche Sport)

Zu der interaktiven Karte mit allen Daten, auch zu den anderen Vereinen, geht hier: Betretungsverbote für Fußballfans – Probates Mittel oder willkürliche Verurteilung?

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