Blogs im Januar 2014

Deutschrap jenseits des ganzen Prollmülls, hier sogar aus Frankfurt, von Credibil: “Denn immer wenn ich frag wie’s Dir geht, will ich nicht fragen wie’s Dir geht, sondern sagen, dass Du fehlst.” (run ffm)

Das kenn ich doch! Eine Zeitreise in Samples. Die bekanntesten Samples und ihre Verwendung durch 50 Jahre Musikgeschichte. Ein genialer Clip. (blogrebellen) 

Zwei Zeilen zu Frankfurt in der New York Times und die halbe Stadt steht dreht durch ist ja schon genug Grund zum Facepalmen, aber wie stand’s eigentlich um die Inhalte? Frankfurt, Brudi! (les flâneurs)

Faszination Bahnfahren: Fotos zum Bahnfahren in New York 1981 (we like that) und in London. 2014, mit falschen Hinweisschildern. (prosign)

Früher so: Willst Du mit mir gehen? [_] Ja [_] Nein [_] Vielleicht. Auf’m Zettel.
Heute so: Willst Du mich heiraten? [_] Ja [_] Nein [_] Vielleicht. Auf’m Zug gesprüht. Ein ungewöhnlicher Zug am Frankfurter Hauptbahnhof. (flor76)

Zalando kommt nach Frankfurt. Das Schöne daran: Weder in die City, noch irgendwo auf der Bergerstraße, sondern in Bockenheim. Find ich gut, die Erdbeerfrau möglicherweise weniger, aber so funktioniert nunmal die Gentr… nun ja, der Markt.  (etailment)

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“Frankfurt ist ein abschreckendes Beispiel”

beckamnn sendung fehlender wohnraum

Screenshot © by Das Erste. Klick auf das Bild führt zum Video.

“Fehlender Wohnraum, steigende Mieten – wird Wohnen zum Luxus?” fragte Beckmann am Donnerstagabend (30.01.2014) in seiner Sendung im Ersten.

Erschwinglicher Wohnraum wird immer knapper, immer mehr Investoren drängen auf den Wohnungsmarkt und betrachten Immobilien ausschließlich als Geschäft. Verlierer sind hierbei besonders kinderreiche Familien, Alleinerziehende und Senioren, die sich aufgrund von zahlreichen Luxussanierungen eine Bleibe in ihrem vertrauten Stadtviertel nicht mehr leisten können. Nach dem aktuellen Beispiel im hr-Fernsehen zu Dieter Wolf aus dem Frankfurter Nordend, war mit Ulrike Hegmann gestern Abend bei Beckmann ein weiteres Beispiel aus Frankfurt zu diesem Thema im Fernsehen. Die Rentnerin musste aufgrund explodierender Mietpreise in Frankfurt-Sachsenhausen nach über vier Jahrzehnten ihre Wohnung aufgeben und war daraufhin anderthalb Jahre auf Wohnungssuche. Weiterlesen

Änderung der Stadtteilgrenze zwischen Nordend-Ost und Bornheim

Vor einigen Jahren, es müsste 2007 oder 2008 gewesen sein, las ich der Frankfurter Rundschau einen kleinen Artikel zu “Ungereimtheiten” in Frankfurt am Main. Die Autorin des Textes erwähnte dort u.a., dass der Stadtteil Bornheim sich nicht über die gesamte Länge der Berger Straße erstreckt, obwohl sich dort eigentlich jeder in Bornheim wähnt. Mich eingeschlossen. Da ich genau dort aufgewachsen bin, fühlte ich mich seinerzeit dazu berufen, der FR eine E-Mail zu schreiben und darauf hinzuwiesen, dass sich da wohl ein Fehler eingeschlichen habe, pah! Nun ja, was soll ich sagen: In der darauffolgenden Korrespondenz wurde schnell klar, dass ich falsch lag.

Das ganze Leben lang bis dahin gedacht in Bornheim geboren und aufgewachsen zu sein und dann so etwas. Aber gut, wenn’s so ist, ist’s halt so, man lernt ja nie aus. Mit dieser, nun für mich neuen, Erkenntnis konfrontierte ich künftig alles und jeden, wenn das Thema irgendwie aufschlug, zum Beispiel wenn neue Geschäfte auf der Berger Straße eröffneten, welche sich meistens im unteren Abschnitt der Berger Straße, und somit im Stadtteil Nordend-Ost, befanden. Wahrscheinlich habe ich das bis heute noch nicht verkraftet, Bornheim ist mein Vietam. Und überhaupt, dieses “Nordend”, irgendwie ein Wort, dass es früher um mich herum überhaupt gar nicht zu geben schien, alles war Bornheim, die gesamte Berger Straße, der Sandweg, der Günthersburgpark… Klar, man kann auch mal falsch liegen, sich’s anders gedacht haben, Dinge ungeprüft übernehmen und sie als richtig voraussetzen, aber kurios ist ja, was für Kreise diese Bornheim-Nordend-Verwechslung gezogen hat, selbst heute noch ist das gang und gäbe.

Neuer Schwung in diesem Kuddelmuddel kam vor wenigen Wochen: Das Amstblatt Nr. 52 für Frankfurt am Main vom 24. Dezember 2013 verkündete eine Änderung der Stadtteilgrenze zwischen Nordend-Ost und Bornheim.  Weiterlesen

AfE-Turm-Sprengung bestätigt und live im hr-Fernsehen

Frankfurt lässt es krachen und verabschiedet sich am kommenden Sonntag vom 116 Meter hohen Wolkenkratzer im Stadtteil Westend, dem sogenannten AfE-Turm. Einst mit 60 Milionen DM erbaut, wird er am Morgen des 2. Februars 2014 mit einer Tonne Sprengstoff ein jähes Ende finden. Nachdem der Termin zur Sprengung des AfE-Turms bestätigt wurde, verkündete der Hessische Rundfunk, dass er dieses Ereignis, wie bereits zuvor vermutet, live übertragen wird. Die Sendung hierzu beginnt um 9:45 Uhr.

Direktlink, via imiola

Wer den AfE-Turm künftig nicht nur in Gedanken bei sich tragen möchte, sondern in echt, z.B. als Jutebeutel, der wird diesbezüglich bei Be Poet und Kerstin Lichtblau fündig. Wer “nur” an der Sprengung interessiert ist und diese vor Ort erleben möchte, findet in dieser Karte eine hervorragende Übersicht zu den möglichen Standorten zum Zuschauen. Fotos vom AfE-Turm, und zwar nicht nur Außenansichten, gibt es übrigens im Anfang Januar eigens dafür eingerichtetem AfE-Turm-Tumblr zu sehen.

Punkt, Punkt, Strich, fertig ist das Ghost-Gesicht

Punkt, Punkt, Strich, fertig ist das Ghost-Gesicht. Auf’s Wesentliche reduziert und dennoch weiß man sofort, wen man da vor sich hat: Die Cityghosts von Spot. Wenn man in den vergangenen Monaten in Frankfurt Cityghosts entdecken wollte, dann musste man besonders oft den Blick nach unten, auf den Gehweg, richten, wie auch schon vor einigen Monaten in “Kanaldeckel-Geister” zu sehen war. In der Zwischenzeit sind diesbezüglich weitere Exemplare in Frankfurt aufgetaucht, 17 Fotos davon gibt es auf den folgenden zwei Seiten zu sehen.

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Sven Väth bei Boulevard Bio (1998)

Boah, ist das lange her :-/ Sven Väth war 1998 bei Alfred Biolek zu Gast. Thema der Sendung mit dem Titel Boulevard Bio, welche von 1991 bis 2003 im Ersten ausgestrahlt wurde, war “Ich kann auch anders”. Die eigentlich immer ganz lässig geführten Plaudereien in dieser Sendung kommen auch in der Sendung vom 14. April 1998 zur Geltung, der Gast kann erzählen, ohne dass der Gastgeber der Sendung sich selbst übermäßig in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, wie das heutzutage des Öfteren zu beobachten ist.

Sven Väth erzählt von sich und seinem DJ-Leben, vom Auflegen mit Sauerstoffmaske, mehrstündigen Sets, staubigen Partys in der Wüste, aber auch, deswegen der Titel der Sendung, von Drogen in der Technoszene und seinen persönlichen Erfahrungen damit, zumal er diesbezüglich kein Kostverächter war und seinen Spaß damit hatte. Biolek: “Kommt man davon leicht wieder los, von Ecstasy?” – Väth: “Ich hatte eine gewisse Schlafstörung nach längerem Ecstasy-Genuss, äh, hehe, -Gebrauch.” Auch sonst beantwortet er Fragen zu seiner Verantwortung als DJ und Leitfigur, oder auch nach seiner Gesundheit, beide in Anspielung auf das Thema Drogen, damit, dass er sich vor allem verantwortlich fühlt, gute Musik zu spielen und beim Arzt besonders seine Ohren checken lässt.

1. Teil des Talks - 2. Teil des Talks - 3. Teil des Talks

#POLIZEI_FFM: VERZWITSCHERT EUCH!

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Die Frankfurter Polizei hat ihre Kommunikationskanäle erweitert und ist nun auch auf Twitter aktiv geworden. Am 22. Januar 2014 hat sie ihren ersten Tweet abgesendet und hat, stand heute, 1866 Follower. Besonders bei Großeinsätzen, genannt werden die Heimspiele von Eintracht Frankfurt oder auch die bevorstehenden Sprengung des AfE-Turms, wird die Frankfurter Polizei diesen Kanal nutzen und aktuell informieren.

Ähnlich wie die Polizei in Mainz bereits im vergangenen Jahr ihre Twittertätigkeit anlässlich des Fußballspiels von Eintracht Frankfurt aufnahm, es handelte sich hierbei um das Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05, stand bei der ersten Zwitscheraktion der Frankfurter Polizei ebenfalls die Eintracht im Mittelpunkt des Geschehens: Begleitet wurde das Heimspiel zum Rückrundenauftakt gegen Hertha BSC Berlin. Auch die Ultras Frankfurt haben das mitbekommen und rollten mit Beginn der zweiten Halbzeit ein Transparent mit folgender Botschaft aus: “#POLIZEI_FFM: VERZWITSCHERT EUCH!”

Ägyptens Kunstszene & der Arabische Frühling im Kino: Art War

Das Mal seh’n Kino in Frankfurt wird in der Woche vom 30. Januar bis 5. Februar 2014, um je 22.00 Uhr, den Film Art War zeigen, welcher bereits am gestrigen Donnerstag, den 23. Januar, seinen offiziellen Kinostart in Deutschland hatte. Einen aktuellen Trailer zum Film konnte ich zwar nicht finden, der bereits vor einigen Monaten veröffentlichte Materialtrailer, mit 6:32 min. Laufzeit, ist aber sicher nicht weniger aussagekräftig.

Direktlink, via HELDENFILM

Denkt man an den Arabischen Frühling, hat man vor allem demonstrierenden Menschen vor Augen. Diese Doku jedoch wirft einen Blick auf die ägyptische Kunstszene, Weiterlesen

Frankfurt darf nicht München werden

Ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt soll saniert werden. Die Kosten für die dortigen Wohnungen werden dann “angepasst”, wie so üblich für Frankfurt und besonders dem Stadtteil Nordend. Dieter Wolf, ein Bewohner des betroffenen Hauses, zeigt allerdings kein Interesse an Veränderungen seiner Wohnsituation, zumal er für vergleichbares Geld auch keine neue Wohnung finden wird, allenfalls im “feindlichen Ausland, in Offenbach”.

Direktlink, via hrfernsehen

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Podiumsdiskussion in Frankfurt zum Umgang mit Entarteter Kunst und NS-Raubkunst

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V. lädt zu einer Podiumsdiskussion ein. Thema der um 19.15 Uhr beginnende Veranstaltung im Großen Saal der Stadtwerke (Kurt Schumacher Straße 8, direkt neben dem Museum Judengasse) am 29. Januar 2014  ist der Münchner Kunstfund, welcher über die Grenzen Deutschlands hinaus für Aufsehen sorgt(e) und u.a. die Frage aufgeworfen hat, wie es passieren konnte, dass ein Kunsthändler seine Ware aus der NS-Zeit jahrzehntelang unerkannt aufbewahren konnte. Ebenso wird  ein Blick auf dem Umgang mit Entarteter Kunst und NS-Raubkunst in den Nachkriegsjahren geworfen. An der Podiumsdiskussion nehmen teil:

  • Julia Voss, promovierte Kunsthistorikerin und Journalistin, leitende Redakteurin des Kunstressorts der FAZ,
  • Julius H. Schoeps, Historiker und Politikwissenschaftler,
  • Corinna Budras, Wirtschaftsredakteurin bei der FAZ und
  • Stefan Koldehoff, Kulturredakteur beim Deutschlandfunk. Er schreibt u.a. für Die Zeit, FAZ, Die Welt, Sonntagszeitung und ARTnews. Weiterlesen

Graffiti-Film “Damagers” in der Naxoshalle

Am 27. Januar 2014 wird in der Naxohalle in Frankfurt der Film Damagers gezeigt. Der Beginn der Vorführung ist für 20 Uhr vorgesehen.

“Ein düsterer atmosphärischer Film über den harten Kern der Berliner Subway Trainwriterelite, der quer durch die dunkelen Tunnel des Berliner U bahn systems führt.” (ilovegraffiti.de)

“This graffiti movie seems to be awesome! The film ‘damagers’ promises a lot of atmosphere from the Berlin tunnel systems and 60 minutes running time.”  (spraydaily.com)

Im Film mit dabei sind: AKOR, ABIS, AZUR, BLOK, BUZZ, HAM, KRAD, MACK10, REAK, SHUS, SOK, SHADE, SIX, TRUS, TIN , TRIK, TRON, TOUR, und WINE.

Direktlink, via deependbmx

Ganz in gelb: PENG

Einiges los im Januar, beim werten Herr Peng. Sowohl auf dem Peng-Tumblr, als auch beim Peng-Blog, gibt es einige Updates mit schicken Fotos zu neuen Werken von ihm, aber auch die Jutebeutel-Fraktion kann sich über Nachschub freuen. Grund genug also, auch hier mal wieder einige Fotos aus Frankfurt, primär zu Tiger Bear und Slogans, aber in jedem Fall in der Farbe gelb, zu zeigen. 

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Frankfurt belegt beim Sich-selbst-feiern-Ranking Platz 1

Frankfurt ist eine Nuttööö, die für alles und jeden die Beine breit macht, jeder darf mal ran. Keiner kommt, um anschließend auch noch zu schmusen oder zu kuscheln. Falls aber doch mal wer 5 Minuten übrig hat und sich Frankfurt zuwendet, freut sich fast die ganze Stadt, dass jemand mehr in ihr sieht, als nur die Dorfmatratze unter den Metropolen dieser Welt. Und sei es sogar nur ein 12. Platz, wie kürzlich erst, beim Sollte-man-2014-besucht haben-Ranking der New York Times. Hier wurde Frankfurt, hört, hört, sogar als einzige Stadt aus Deutschland aufgeführt, Hamburg, München oder Berlin suchte man vergeblich, wurden aber, beachtet man die Kriterien der New York Times, wahrscheinlich bereits in der Vergangenheit dort berücksichtigt. Aber hey: Wen interessieren schon ernsthaft solche Rankings, wenn die “eigene” Stadt nicht dabei ist? Wer interessiert sich denn bei solchen Rankings, selbst wenn, so wie im diesen Fall, die eigene Stadt dabei ist, tatsächlich für das, worum es eigentlich geht, nämlich die anderen Places, denen man 2014 einen Besuch abstatten könnte? Oder gibt es da draußen etwa Menschen, die auf Anhieb sagen können, welche Städte in diesem Ranking Platz 1 bis 11 belegt haben? Also ohne nachzuschauen. Okay, einfacher, Platz 1 bis 5? Und? Merkste selber, ne? Weiterlesen

Minilogue – Studio Jam Session + Interview bei Ableton

Auf die vorerst letzte Platte von Minilogue, “The Island of If”, erschienen beim in Frankfurt ansässigen Label Cocoon Recordings, hatte ich bereits vor wenigen Tagen hingewiesen, jedoch veröffentlichte die Musiksoftwarefirma Abelton noch am selben Tag ein Video, welches das schwedische Duo bei einer Jam Session in ihrem Studio in der Nähe von Malmö zeigt. In knapp 25 Minuten sieht man Sebastian Mullaert und Markus Henriksson zwar mehr oder weniger nur die Regler von links nach rechts drehen und von oben nach unten schieben- und jeweils wieder zurück, kickt aber dennoch irgendwie mehr als vergleichbare Videoaufnahmen von Live-Gigs mit Publikum.

Noch interessanter ist sogar das tags drauf veröffentlichte Video “As human possible- so menschlich wie möglich“. Hier kommen die Musiker zu Wort und geben Auskunft über ihre Zusammenarbeit, ihr Studio-Handwerk, die Philiospohie in ihrer Musik, Gedanken und Gefühle. Wer elektronische Musik per se als maschinell und kalt abtut, wird hier, da gibt es keine zwei Meinungen, eines besseren belehrt- wohlwissend, dass es sich bei Minilogue um den Unterschied zwischen Kunst und Standard handelt.