Auf dem Platz und neben dem Platz ist noch Luft nach oben

Es gab eine Zeit, da wurden die Sozialen Netzwerke ausschließlich von Privatpersonen bespielt. Irgendwann kamen auch Film- und Musikstars, Geschäfte, Marken, Medien usw. dazu und fortan träumte man davon, mit all diesen „Lieblingen“ in Kontakt treten zu können. Quasi täglich fieberte man dem Tag entgegen, an dem endlich auch mal das stilsicherste Model, der hippste Hopper oder der Lieblingssportverein einen Account bei Twitter oder Facebook in Betrieb nehmen würde. Und dann kam der Tag, an dem auch Eintracht Frankfurt dieses Spielfeld betrat – und sich von Tag eins auf ein Niveau begab, welches sich kaum von den Leistungen des Teams unterscheiden sollte.

„Der Content ist lieblos, die User werden ignoriert und Fehler unter den Tisch gekehrt“, heißt es im gestern veröffentlichten Artikel „Eintracht Frankfurt hat Social Media nicht verstanden“ von Mirko Lorenz (@mirkchief) bei Vice Sports – und da ist noch nicht mal die zwischenzeitliche Schließung des Fan-Forums aufgeführt.

Die Social Media- Aktivitäten sind allerdings nicht das Einzige, was bei Eintracht Frankfurt derzeit viel Luft nach oben hat. Allem voran das Team bewegt sich mal wieder in den unteren Tabellenregionen und ein ungutes Gefühl bezüglich des Klassenerhalts dürften wohl nur die wenigstens erst seit dem vergangenen Spieltag haben. Offenbar vergisst man auch heutzutage noch, dass wo sich einst die Wege trennten, es auch gewichtige Gründe dafür gab – so auch im Falle von Armin Veh, dem zur Eintracht zurückgekehrten Trainer.

Neben den Social Media- Bemühungen und den Verantwortlichen für die sportliche Talfahrt geben aber auch  „die“ Fans nicht immer die beste Figur ab: Da wurden Drohungen ausgesprochen, weil in der Fremde angebrachte SGE- Graffiti übermalt wurden, gegen eigene Fans gewettert, weil auch einem Fußball- Underdog und -Exoten etwas Sympathie entgegen gebracht wurde, gegen andere Fans gehetzt und Fanutensilien öffentlichkeitswirksam in Brand gesetzt und Innenraum und Spielfeld betreten – um sich anschließend sogar noch über das verhängte Strafmaß zu ärgern, gerne mit Verweis darauf, dass doch letztlich eigentlich gar nichts passiert sei oder Milchmädchenrechnungen präsentiert, um aufzuzeigen, dass Fehlverhalten von Fans anderer Vereine weniger sanktioniert würden. Nun ja. Und sonst so? Das Übliche. Trainer scheiße, Taktik scheiße, Auswechslungen scheiße, Manager scheiße, Transfers scheiße, Kaderplanung scheiße, Vorstand scheiße, Schiri scheiße, Spielansetzungen scheiße, Fußballmafia DFB scheiße, alles scheiße. Nichts ist vor Kritik und Beschimpfungen der Fans sicher, aber wehe jemand aus diesen Reihen kritisiert mal die Fans, so wie es jetzt Armin Veh getan hat. DAS ist natürlich schlimm!!

4 Kommentare

    • stadtkindFFM

      Ach du schon wieder, diesmal also nicht als „ffm“, sondern als „xyz“. Heulen? Lass mich kurz überlegen… Nein, nicht wirklich, bei diesem Thema bin ich ganz leidenschaftlos. xoxo

  1. wenn du ne rivalität wie gegen darmstadt nicht verstehen kannst, dann mach dich ab zum fsv und geh dort im sitzen bratwurst fressen

    • stadtkindFFM

      Verstehe, Leuten keine Ahnung unterstellen, nur weil sie die Dinge anders bewerten. Kann man machen… Ich jedenfalls erlaube mir zu differenzieren und nicke nichts alles pauschal ab, nur weil es aus den eigenen Reihen kommt. Deal wit‘ it.

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