STADT FÜR ALLE

STADT FÜR ALLE am Mainufer vor der Skyline in Frankfurt

Im Mal Seh’n Kino begann am Mittwoch die Filmreihe „Wem gehört die Stadt?“. Zum Auftakt wurde die Dokumentation „Buy Buy St. Pauli – Über die Kämpfe um die Esso Häuser“ gezeigt. Wie bereits einige Monate zuvor, in der ebenfalls im Mal Seh’n Kino aufgeführten Doku „Wem gehört die Stadt – Der Film“, war auch hier ganz klar zu sehen, dass die landläufige Meinung, man könne nichts gegen Investoren, Stadtentwickler und Co. machen, realitätsfern ist. Wer kämpft, fordert und plant, kann auch gewinnen, Widerstand und eigene Ideen entwickeln lohnt sich. Wer anderes behauptet, hat keine Ahnung und wahrscheinlich auch zu vielen anderen Themen „qualifizierte“ Expertisen abzugeben, vor allem um die eigene Bequemlichkeit und Untätigkeit zu kaschieren.

Am Beispiel der Filme über Köln- Ehrenfeld und Hamburg- St.Pauli, und den Diskussionen im Anschluß an die Vorführungen, wurde deutlich, dass bei Interesse an Stadtteil und Stadt, Engagement über einen längeren Zeitraum und Solidarität, einiges erreicht werden kann. In Frankfurt ist eine derlei gelebte Solidarität der Bürger*innen leider nicht festzustellen, aber vielleicht kann man künftig von den anderen erfolgreichen Initiativen auch etwas für Frankfurt übersetzen, um auch hier vergleichbar agieren zu können und eine echte Bürgerbeteiligung zu realisieren, eine mit eigenen Ideen, und keine, die nur vorbereitete Modelle legitimieren soll.

Zeitgleich ist in diesen Tagen in Frankfurt eine Aktion gestartet, bei der viele „Aktivisten“ gewonnen werden sollen um eine entsprechende Wirkung zu erzielen. Im Aufruf hierzu heißt es:

„Die Zeit des geduldigen Hinnehmens ist vorbei. Was in Frankfurt derzeit passiert, bedarf der Konfrontation und des Angriffs.Unsere Stadt folgt der Logik des Profits: Luxussanierungen, steigende Mieten und Verdrängung. Da der Kapitalismus in alle Lebensbereiche eindringt und Städte zu Unternehmen verkommen lässt, sehen wir uns gezwungen die Stadt zurückzuerobern.Wir rufen dazu auf, diesen Zustand nicht länger zu akzeptieren und die entsprechenden Immobilien und öffentlichkeitswirksamen Orte mit – STADT FÜR ALLE – zu markieren zuzutaggen, farblich zu verschönern, vollzuplakatieren oder zu sabotieren. Lasst euch was einfallen. Stören wir sie in ihrer Komfortzone und holen uns die Stadt zurück!“

Den Auftakt der Aktivitäten bilden zwei STADT FÜR ALLE- Schriftzüge am Mainufer.

STADT FÜR ALLE

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