FC Bayern München – Eintracht Frankfurt

Am Samstag treffen der FC Bayern München und Eintracht Frankfurt aufeinander. Eine Begegnung die jedes Jahr, selbe Ligazugehörigkeit vorausgesetzt, für das Team aus Frankfurt, seinen Fans und der Region etwas besonderes darstellt, da man es mit dem erfolgreichsten Fussballverein aus Deutschland zu tun hat.

Dieses Jahr sorgt das Aufeinandertreffen aber sicher auch auf Seiten der Verantwortlichen des FC Bayern für erhöhte Aufmerksamkeit, denn am 11. Spieltag der Bundesligasaison 2012/2013 kommt mit Eintracht Frankfurt immerhin der Tabellendritte in die bayerische Landeshauptstadt angereist. Dieser ist mit 20 von 30 möglichen Punkten nach zehn Spieltagen hervorragend in die Saison gestartet und würde vermutlich sogar noch besser dastehen würde, hätten die Bayern in dieser Spielzeit nicht selber bereits überragende 27 Punkte erreicht. Auch für ein solches Team ist ein Start mit neuen Siegen und nur einer (Heim-)Niederlage nicht selbstverständlich, denn mit den gewonnen ersten acht Spielen stellte der FC Bayern einen ligaweiten Startrekord auf.

Während man nun also die Bayern nach zwei erfolglosen Jahren dort oben erwartet hatte, vielleicht nicht ganz so fulminant wie bisher, wartet der allgemeine „Fussballexperte“ Spieltag für Spieltag fast schon darauf, wann es denn mit dem furios gestartetem Aufsteiger vom Main wieder abwärts geht. Und genau an diesem Punkt wähnt der eine oder andere die Mannen um Trainer Armin Veh zur Zeit, denn aus den letzten vier Begegnungen in der Bundesliga konnten drei nicht gewonnen werden. Hierbei wurden die Niederlagen gegen Gladbach und Stuttgart als typische Eintracht-Aufbauhilfe für schwächende Teams gewertet, was meiner Meinung nach aber nicht richtig eingeordnet ist, denn beide Mannschaften liegen sicher hinter den Erwartungen, heißt ja aber auch zugleich, dass da eben mehr drin steckt, als bisher durch Punkte vorgewiesen werden konnte. Gerade im Falle vom VfB Stuttgart, der zuvor drei Partien in der Liga ungeschlagen war und mittlerweile auch die nächste Runde im DFB-Pokal erreicht hat und Dortmund ein Unentschieden abgetrotzt hat, sieht man, das man hier nicht „irgendwo“ die Punkte hat liegen lassen. Gladbach hingegen ist eine Wundertüte, der man im Positiven wie auch im Negativen diese Saison wohl alles zutrauen kann. Nach den Abgängen DER drei Leistungsträger verfolge ich das recht gespannt. Ähnlichkeiten dazu könnten schlimmstenfalls bereits nächste Saison auch in Frankfurt zu erwarten ein.

Wenn man einen flüchtigen Blick auf die aktuelle Tabelle wirft wirkt es schon ziemlich beeindruckend, dass die Bayern nach nur 10 Spielen bereits 7 Punkte Vorsprung auf die punktgleichen Verfolger aus Gelsenkirchen und Frankfurt haben. Bei genauerer Betrachtung darf man aber auch unabhängig der durchaus imposanten Spielstärke der Münchner nicht ganz außen vor lassen, dass sie zu einem frühen Zeitpunkt der Saison zwar den aktuell Zweitplatzierten Schalke 04 mit 2:0 besiegt haben, zu Hause jedoch gegen Bayer Leverkusen mit 2:1 verloren haben. Wir erinnern uns, die Eintracht gewann gegen dieses Bayer Leverkusen am ersten Spieltag der Saison nach zwischenzeitlichen Rückstand noch mit 2:1. Und überhaupt, nimmt man alle Mannschaften zusammen, die derzeit die internationalen Plätze (Platz 1 bis 6) belegen stellt man fest, dass Eintracht Frankfurt mit dem amtierenden Meister und Pokalsieger aus Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und Hannover 96 sich bereits mit drei Top-Teams messen konnte und dabei ungeschlagen blieb- zwei Siege, ein Unentschieden, während die Bayern in ihren zwei Spielen gegen die aktuellen Top-Teams nur ein ausgeglichenes Verhältnis von einen Sieg und einer Niederlage vorzuweisen haben.

Aufgrund der immer etwas abenteuerlichen Leistungen des Abwehrverbundes der Eintracht und dem sich in Sachen Torerfolg etwas zurückhaltenden Sturm, sollte man meinen, dass das Team mit dem besten Sturm und der besten Abwehr der Liga, zudem sehr spielstark und dazu noch mit einem wieder erstarktem Müller, glänzend aufgelegtem Ribéry und Knipser Mandžukić die Eintracht mit einer Packung aus dem Stadion schießen müsste. Ich wage mal ganz frech die These, dass dennoch was drin ist, zu oft hat man doch in der Vergangenheit gesehen, dass die Abwehr der Bayern auch ganz schön ins Schwimmen kommen kann und immer für individuelle Fehler gut ist- und im Gegensatz zur Eintracht gilt dies auch für deren Torwart, unabhängig der Leistung in der Nationalelf gegen Schweden.

Deswegen: Wenn auch das von Armin Veh immer wieder erwähnte „Quäntchen Glück“ auf Seiten der Eintracht liegt, trifft Occéan kurz vor Schluß bei einem Schuss den Ball so schlecht, dass er an das Knie von Philpp Lahm prallt und von dort an den Hinterkopf von Alex „Fussballgott“ Meier durch die Beine von Manuel Neuer in das Tor trudelt und die SGE seit gefühlten tausend Jahren mal wieder die volle Punktzahl aus München entführt und damit für eine 200%-ige Steigerung der Erderwärmung auf der Bayernbank sorgt.

3 Kommentare

  1. Ich erinnere mich da gerne an das 0:0 in München, als vor einigen Jahren die Bayern 90 Minuten lang auf das Eintracht-Tor zurannten und mit mindestens 300 Torchancen wahlweise an Oka, dem Pfosten oder der vielbeinigen Frankfurter Abwehr scheiterten. So darf es gerne wieder laufen (inklusive den anschwellenden Halsschlagadern des Uli Hoeness) :-)

    Deine Prognose (Occéan -> Meier -> Siegtooor!!!) nehme ich natürlich noch lieber!

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