Eintracht Frankfurt geht gegen Blogger vor

Als Fan von Eintracht Frankfurt, speziell der Profifußballmannschaft, ist man ja einiges an Enttäuschungen gewohnt. Diese resultierten bisher aber nur aus sportlichen Gründen, doch der Reihe nach.

Eine schöne Facette, die die moderne Zeit heutzutage mitbringt ist das Internet, mit dem man recht schnell auf viele Informationen zugreifen kann- und mindestens genau so schön: Alternativen zu professionell betriebenen und offiziellen Auftritten im Web zu haben. Blogs zum Beispiel. Jeder der dazu steht, auch mehr Zeit als einem vielleicht selber lieb ist im Netz zu verbringen, kennt solche publizistischen Alternativen. Die Vielfalt, so etwas über einfache Artikel, die ausschließlich aus Text bestehen, hinaus zu gestalten nahm im Laufe der Jahre regelmäßig zu, so können Fotos, Audiofiles, Videos und weiß Gott noch was alles integriert werden. Bei all dem müssten aber natürlich auch die Rechte anderer gewahrt werden, denn wie es schon oft zu lesen war, ist das so genannte Mitmachweb, das Web 2.0 längst in Deutschland angekommen, lediglich moderner gestaltete gesetzliche Rahmenbedingungen die dem Zeitgeist entsprechen lassen leider immer noch auf sich warten.

Beim Thema Eintracht Frankfurt und Internet ist meiner Meinung nach auf jeden Fall noch etwas Luft nach oben was die Präsenz im World Wide Web betrifft- vielleicht auch ein Grund, warum nach Angaben des Forschungsunternehmens Primus Inter Pares Ende 2010, bei keinem anderen Erstligaverein mehr Interneteinträge verfasst wurden als über die Eintracht. Vereinsseitig berichtete man seinerzeit noch stolz: Social Media: Eintracht Frankfurt belegt Platz 1.

Was das Thema Eintracht Frankfurt im Web betrifft bin ich zugegebenermaßen ein Spätzünder, habe aber mit Blog-G, Eintracht-Podcast, Stadtwaldgebabbel und Adlerblog immer interessanten Stoff rund um die offiziellen Meldungen und Meinungen von Verein und Medien vernommen.

Um zuletzt genannten Blog soll es heute gehen, anbei der Link zu seinem heute veröffentlichten Artikel: Adlerblog wird beendet, denn dieser Blog macht keinen Sinn mehr, denn er ist zur Zeit etwas intensiver in Kontakt mit Eintracht Frankfurt geraten, weil ihn seine Leidenschaft zum Verein auch zu einem Shop bei Spreadshirt animierte. Das mag vermutlich nicht die beste Idee gewesen sein, denn die Shirts hat er dort ja nicht verschenkt und mit Motiven und/oder Bezeichnungen hantiert, die offenbar auch rechtlich geschützt waren. Kann man sich sicher denken, aber wir reden hier von einen Wert, der nicht mal das Wort Umsatz verdient, so daß man als Verein, wenn überhaupt, mal darauf hinweisen kann, bestimmte Sachen zu unterlassen. Also ohne Anwalt. Und den entsprechenden Kosten. Denn der hat ja auch nichts zu verschenken. Ich habe im Stadion schon so oft Utensilien gesehen, die ganz sicher auch in dieses Raster fallen und bin schon gespannt, wann die ersten Anwälte vorhaben in Nordwestkurve gehen. Weiterhin bin ich mir sicher, daß wenn der Shop widererwarten derart steil gegangen wäre, er ihn nicht so einfach weiterlaufen lassen, sondern die Handbremse gezogen oder den Kontakt mit dem Verein gesucht hätte- falls das nicht sogar hier schon der Fall war, aber das weiß ich nicht.

Natürlich kenne ich mich nicht mit Urheberrecht, Markenrecht oder vielleicht auch Produktpiraterie aus, aber dennoch sehe ich zumindest einen Unterschied zu den Beiträgen die ich sonst im Fernsehen sehe, wenn mit Beginn einer Messe in Frankfurt erstmal die Hälfte der aus China stammenden Stände vom Zoll ihre Produkte beschlagnahmt bekommen und einem Fan, der sicher nicht vorhatte, mit Klamotten mit  vereinsnahen Prints ein Textilimperium aufzubauen.

Man kann ja Fehler machen, man kann ja dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden, aber muss man allen Ernstes mit Kanonen auf Spatzen schießen und sich in solch eine stur wirkenden Haltung begeben? Gut, Recht ist Recht, so viel ist klar. Kann man darauf beharren, muss man aber nicht. Denn ein gesunder Menschenverstand bleibt eben auch ein gesunder Menschenverstand. Ich glaube nicht, daß sich beides voneinander ausschließen muss und wäre ja doch froh, wenn man hier mal Fünfe gerade sein ließe.

5 Kommentare

  1. Pingback: Die Eintracht, ein Verhaltenskodex und Ethikregeln « Hackentricks Universum

    • Danke, danke, in diesem Fall war mir es bekannt, daß dazu was erscheinen wird. Ansonsten bin ich schon ebenso ziemlich enttäuscht. Die aufgerufene Summe und überhaupt gesamte Aktion erscheint mir (als Fan) doch recht unverhältnismäßig.

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