Rund um das letzte Zweitliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt

Zum letzten Heimspiel der hoffentlich allerletzten Zweitligasaison erwartete die Eintracht vor ausverkauftem Haus (50.800 Zuschauer) den TSV 1860 München, gegen den bis dato in der Zweitliga-Geschichte jedes Spiel verloren wurde. Auch an diesem Tag sollte die Serie fortbestehen, denn die Eintracht verabschiedete sich vor der imposanten Kulisse mit einer ziemlich müden Vorstellung. Am Ende hieß es 0:2, zugleich die erste Heimniederlage der Saison, gegen eine Mannschaft, die eigentlich auch nur in den ersten 20 Minuten wirklich aktiv zu Werke ging.

 

Sicher, der Aufstieg stand fest, aber daß das Spiel derart hergeschenkt wurde, hat mir dennoch nicht gefallen- da ändert auch der ganze angekündigte Aktionismus wie Freigetränke, die Choreo, die das gesamte Stadion miteinbezog und die weiteren Feierlichkeiten rund ums Stadion, wie z.B. an der Waldtribüne mit einem Auftritt von Caser Nova und Fuego Fatal, nichts daran. Alles feine Aktionen, aber in erster Linie eben nur Rahmenprogramm des Hauptevents, dem Fußballspiel, und bei dem war die dargebotene Leistung der SGE an diesem Tag nicht ansatzweise erstligawürdig.

Ebenfalls nicht erstligawürdig waren die Geschehnisse unmittelbar nach dem Spiel. Die Scharmützel auf dem Spielfeld nahe des Gästeblocks waren, besonders an einen Tag wie diesem, wirklich überflüssig.

Das während des Spiels ausgerollte Transparent, welches die Reaktion von Bruchhagen beim TV-Interview nach dem Aachen-Spiel noch auf die Schippe nahm, hatte sich somit ganz schnell als heiße Luft entpuppt und ließ das Handeln des Vorstandsvorsitzenden am besagten Tag nun irgendwie doch verständlich erscheinen. Der Seitenhieb auf die Medien, die oftmals mit ihrer Berichterstattung rund um die Fankultur sehr einseitig und profan an die Öffentlichkeit herangetreten waren, kassierte man mit diesem Verhalten nach Spielende ja dann auch quasi selbst. Aktionismus mit Grund, Sinn und Verstand, auch in dieser Art: Von mir aus. Aber das, was am gestrigen Sonntag vorgetragen wurde, lässt dann doch irgendwie daran zweifeln. Schade eigentlich.

3 Gedanken zu “Rund um das letzte Zweitliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt

  1. Das Video ist interessant.
    Ich mach ja irgendwas mit Tieren. Und die Gebärden bis etwas zur 1. Minute erinnern mich stark an Imponiergehabe manche Spezies, ganz speziell der eine Typ an einen Affen. (Ich heb die Arme und mach mich groß)

  2. schön die ereignisse zusammengefasst – mittendrin, statt nur dabei. ich habe zehn minuten vor abpfiff das stadion verlassen, um mich draußen vorzubereiten; von daher habe ich den platzsturm nur vomhörensagen resp.videos mitbekommen. ja, ein paar jungs haben scheinbar vergessen, dass es ums feiern gehen sollte. das ist schade – genau wie der sportliche auftritt der mannschaft. aber gut, im end steht ein schöner tag.

  3. Ich war ebenfalls im Stadion, aber es ist teilweise unfassbar wie aus dieser Mücke eine Herde von Elefanten gemacht wird. Es gab keine Verletzung und es ist nichts passiert, es war eine handvoll Idioten.
    Das einzige was mich richtig geärgert hat war das schlechte Spiel.

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