Eintracht Frankfurt: Spieltage 6-10 der Saison 2010/2011

Nach vier Niederlagen und einen Sieg (in Gladbach) gelingt gegen den 1.FC Nürnberg der erste Heimsieg. 2:0 nach Toren von Gekas und Chris. Glücklich, weil Nürnberg zwei mal das Aluminium trifft, aber nicht unverdient.

Beim VfB Stuttgart gelingt ein 2:1-Auswärtssieg. Nach einer starken Anfangsphase der Stuttgarter steht es plötzlich 1:0 für die Eintracht, die von da an nichts mehr anbrennen lässt und später noch das 2:0 nachlegt. In dem Moment, wo der Stuttgarter Delpierre des Feldes verwiesen wird und die drei Punkte verbucht werden könnten, kommt jedoch Stuttgart, in Unterzahl!, zurück ins Spiel und die Eintracht wackelt ganz schön. Nur einer Fehlentscheidung des Schiedrichters ist es zu verdanken, daß, nachdem der VfB auf 1:2 verkürzt hatte, der Ausgleich zum 2:2 abgepfiffen wird. Warum man in den letzten zehn Minuten das Spiel derart aus der Hand gibt, ist mir ein Rätsel. Wie gegen Nürnberg heißen die Torschützen Gekas und Chris.

Zum nächsten Spiel in Kaiserlautern folgt ein souveräneres 3:0 in der Fremde und irgendwie lässt sich erkennen, daß die Eintracht ziemlich abgeklärt wirkt und aus wenigen Chancen viel macht. Das erste mal richtig vor dem Tor und Gekas schließt einen Traum-Konter mit One-Touch-Fußball-Elementen zur Frankfurter Führung ab. Erneut Gekas und der später eingewechselte Meier sind die weiteren Torschützen. Fairerweise muß man sagen, daß Kaiserslautern, daß sich in der ersten Halbzeit extrem viele verlorene Bälle sehr schnell zurück erkämpfte und der SGE keinen Spielaufbau oder Konter ermöglichte, nach dem 0:1 nicht mehr richtig ins Spiel gefunden hat.

Manchmal entstehen Spielszenen, da „weiß“ man genau was als Nächstes passiert. Nach einem Abschlag des Torwarts von K´lautern sind zwei Eintracht-Spieler nicht in der Lage, die Situation zu klären und ich sehe bereits ein Tor für K´lautern. Fast. Es gibt Elfmeter. Und hier gleich die nächste Situation. Ich habe das Gefühl, daß Nikolov den halten wird und es kommt so. Der dritte Sieg in Folge ist eingetütet.

Im darauf folgenden Heimspiel reicht es gegen ein schlechtes Schalke 04, das nicht mehr zu bieten hat, als eine einzige Traumstaffettee in der ersten Halbzeit, nur zu einem  0:0. Die zweite Halbzeit war ein Spiel auf ein Tor, doch diesmal sollte es einfach nicht sein. Schade.

Das Intermezzo im DFB-Pokal wird mit einem 5:2-Heimsieg gegen den ersatzgeschwächten HSV erfolgreich absolviert. Wer hätte das gedacht, tolles Spiel, welches mit offenem Visier geführt wurde.

Es bleibt hanseatisch, in der Bundesliga geht es nach Hamburg zum St. Pauli. Symapthischer Verein, der nach einer frühen Führung (durch ein dämliches Tor) kurz vor der Pause noch den Ausgleich durch Gekas per Elfmeter (kann man geben, muß man nicht, aber trotzdem Danke) hinnehmen muss. St. Pauli schwächt sich in der 2.Halbzeit recht schnell durch einen berechtigten Platzverweis und eine weitere Bude von Gekas und in der Schlußminute von Caio sorgen für den verdienten 3:1-Sieg.

Mir gefällt was die Eintracht zur Zeit abliefert, vorne weiß man endlich mal wieder wo das Tor steht und Gekas führt die Torjäger-Liste mit 9 Toren aus 10 Spielen an. Und daß Gekas keine One-Man-Show, sondern einfach nur die letzte, entscheidende Station eines Teams, ist, sieht man auch daran, daß er sogar mit seinen bisherigen zwei Assists auch die Scorer-Liste anführt.

Nach einem schlechten Start nun also genau das Gegenteil, die Eintracht scheint sich gefangen und gefunden zu haben und der ein oder andere Ausfall ist nicht gleichbedeutend mit einer Niederlage. Die nächsten Aufgaben werden zeigen, ob man diesen äußerst angenehmen Trend weiterführen kann. Mit Wolfsburg kommt der nächste Verein aus dem Norden. Diese Vereine scheinen der SGE ja zur Zeit ganz gut zu liegen.  In der nächsten Runde des DFB-Pokals muß man dann kurz vor Weihnachten in Aachen ran- nicht zu unterschätzen, aber machbar.

Eintracht Frankfurt stellt nach dem 10. Spieltag nicht nur den Top-Torjäger- und Scorer, sondern  hat den 6.-besten Sturm, die 3.-beste Abwehr und die 4.-beste Tordifferenz der Liga.  Chapeau!

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